LL.M. (University of Edinburgh)

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Artikel zur University of Edinburgh und den dortigen LL.M.-Studiengängen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Universität und School of Law

An der 1583 gegründeten University of Edinburgh sind über 20.000 Studenten eingeschrieben, 3.600 davon kommen aus dem Ausland. Die meisten Fakultäten sowie die Verwaltung befinden sich in der Altstadt Edinburghs und sind häufig in historischen Gebäuden untergebracht. Dies trifft auch auf die 1707 gegründete School of Law zu, die sich im von Robert Adam entworfenen Old College befindet, von wo aus es nur wenige hundert Meter zum Parliament House sind, in dem die höchsten schottischen Gerichte ihren Sitz haben. Das schottische Parlament selbst ist zu Fuß ebenfalls schnell erreicht, so dass die Fakultät zu recht von sich behaupten kann, im Zentrum des rechtlichen und politischen Geschehens des Landes zu sein.

[Bearbeiten] Kursangebote und Organisation

Die School of Law bietet fünf verschiedene spezialisierte Masterstudiengänge an:

  • LL.M. in Commercial Law
  • LL.M. in European Law
  • LL.M. in Innovation, Technology and the Law
  • LL.M. in International Law
  • M.Sc in Criminology and Criminal Justice.

Daneben ist es möglich, einen nichtspezialisierten LL.M. zu machen.

Im Angebot sind insgesamt 35 verschiedene Kurse, von denen jeder LL.M.-Student bereits in seiner Bewerbung drei auswählen soll, wobei diese Wahl unverbindlich stattfindet. Die endgültige Entscheidung muss erst in der zweiten Vorlesungswoche getroffen werden, nachdem man die Möglichkeit hatte, alle einen interessierenden Veranstaltungen in der ersten Woche probezuhören. Die einzige Beschränkung in der Kurswahl besteht darin, dass Studenten aus spezialisierten LL.M.-Studiengängen zwei ihrer drei Kurse aus dem entsprechenden Spezialgebiet wählen müssen und dass Studenten des nichtspezialisierten LL.M. im Falle zu hoher Nachfrage nach einem spezialisierten Kurs zweitrangig berücksichtigt werden. Letzteres dient dazu, die Teilnehmerzahl in einem überschaubaren Rahmen von nicht mehr als 30 Studenten zu halten, kommt praktisch aber nur sehr selten vor; die durchschnittliche Kursgröße liegt bei ca. 15 Teilnehmern, wobei Kurse auch bei nur sehr wenigen Interessenten (2) durchgeführt werden und in manchen sehr beliebten Kursen durchaus auch über 20 Teilnehmer üblich sind.

Jeder Kurs findet einmal wöchentlich als zweistündiges Seminar statt, auf das die Teilnehmer sich mit Hilfe einer normalerweise recht umfangreichen Reading List vorbereiten und das in den meisten Fällen in Form einer Gruppendiskussion abläuft. Als Prüfungsleistung muss in jedem Kurs sowohl am Ende des ersten als auch zweiten Semesters ein Essay erstellt werden, wobei es den Dozenten frei steht, beispielsweise mündliche Referate oder kurze Arbeiten, die übers Wochenende zu erstellen sind, in die Bewertung einfließen zu lassen. Die geforderte Länge der Essays schwankt je nach Kurs und Semester zwischen 3.000 und 7.000 Wörtern, die Themen werden entweder vorgegeben oder können selbst gewählt werden. Nach Abschluss des zweiten Semesters Ende März ist über den Sommer eine Dissertation mit 10.000 Wörtern zu einem selbst gewählten Thema zu erstellen, die von einem Supervisor betreut wird. Die Notengebung ist im Vergleich zu den Gewohnheiten an juristischen Fakultäten in Deutschland eher großzügig und es liegt durchaus im Bereich des Machbaren, ein A oder zumindest ein gutes B für die Leistungen zu erhalten.

[Bearbeiten] Bibliothek und Microlabs

Die Bibliothek ist sehr ordentlich ausgestattet, auch wer rechtsvergleichend arbeiten will, wird überraschend viele deutsche Lehrbücher, Kommentare, Monographien, Entscheidungssammlungen und Zeitschriften vorfinden. Arbeitsplätze sind viele vorhanden, kurz vor den Prüfungen der Undergraduates im Mai wird es in der Bibliothek allerdings sehr voll und auch laut, dafür haben die LL.M.-Studenten sie den Sommer über für sich nahezu allein.
Die School of Law hat drei Microlabs: eines für Undergraduates, eines für Postgraduates und ein Teaching Lab. Zum Postgraduate Microlab ist Zugang rund um die Uhr möglich; Plätze sind insgesamt ausreichend viele vorhanden. Daneben kann man auch das WLAN der Universität oder die Main Library nutzen, wo ebenfalls eine große Anzahl an PC-Arbeitsplätzen zur Verfügung steht.

[Bearbeiten] Unterkunft

Als LL.M.-Student aus einem Mitgliedsstaat der EU muss man sich darauf einstellen, keinen Wohnheimplatz zu bekommen, da die Universität diese vorrangig an Overseas Students vergibt und insgesamt zu wenige Plätze vorhanden sind. Angesichts dessen, dass die Zimmer dort klein und sehr teuer sind, ist das aber kein wirklicher Nachteil und es ist nicht sehr schwierig, ein WG-Zimmer in Gehweite von allen wichtigen Plätzen der Altstadt zu finden.

[Bearbeiten] Kommilitonen

Die Tatsache, dass unter den LL.M.-Studenten wenige Briten zu finden sind, bestätigt sich auch in Edinburgh und wird noch dadurch verstärkt, dass es üblich ist, hier einen LL.B. Honours Degree zu machen, der bereits ein Jahr länger dauert als der sonst übliche LL.B. Ein großer Teil der LL.M.-Studenten kommt aus asiatischen Ländern, im übrigen findet sich eine bunte Mischung aus Europäern und einigen Nord- und Südamerikanern sowie Australiern.

[Bearbeiten] Zu Stadt und Land

Die schottische Haupstadt hat knapp 450.000 Einwohner und liegt auf der Ostseite Schottlands am Firth of Forth. Als „Athen des Nordens“ gepriesen, bietet sie zahlreiche Touristenattraktionen wie das Castle, Calton Hill und Holyrood Palace und natürlich den Festivalmonat August, in dem die Stadt buchstäblich Kopf steht und geschätzte zwei Millionen Besucher verzeichnet. Mit zahlreichen kleinen und großen Theatern, einem sehr schönen Konzerthaus und natürlich Hunderten von Pubs kommt auch das kulturelle und soziale Leben nicht zu kurz. Besonders hervorzuheben ist, dass es sich bei Edinburgh um eine ausgesprochen grüne Stadt handelt: abgesehen von den zahlreichen klassischen Parks und einigen Golfplätzen gibt es den 263 Hektar großen Holyrood Park mit dem Hausberg Arthur´s Seat, in dem man nahezu vergisst, dass man sich mitten in der Stadt befindet.
Da Edinburgh auf der Ostseite Schottlands liegt, regnet es deutlich weniger als beispielsweise in Glasgow; das Wetter ist dem in vielen Gegenden Deutschlands durchaus vergleichbar – mit dem Unterschied, dass es im Winter weniger kalt und im Sommer weniger warm wird.
Schottland selbst, vor allem die Highlands, besticht mit einer atemberaubend schönen Landschaft, in der vor allem Wanderer und Kletterer auf ihre Kosten kommen. Eine Reise wert sind auch die Inneren und Äußeren Hebriden, von denen jede Insel ihren eigenen Charakter – und Charme – hat, und den Besuch zumindest einer Whisky-Distillery sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen.

[Bearbeiten] Sonstiges

Eine winzige Sammlung praktischer Hinweise zum Leben in Edinburgh zum Schluss:

  • Eine Jahresmitgliedschaft der "Historic Friends of Scotland" berechtigt zu unbeschränktem Zugang zu allen von der Stiftung betreuten historischen Sehenswürdigkeiten und kostet zweieinhalbmal soviel wie ein Einzeleintritt ins Edinburgh Castle (das auch von der Jahresmitgliedschaft umfasst ist)
  • Die Snapfax-Card ist eine nützliche Sammlung von Studentenrabatten für alles mögliche von Restaurants über Kinos und Taxis zu Friseuren und während der Freshers Week an jeder zweiten Straßenecke erhältlich
  • Wer sich bei Classicmalts.com online als "Friend" registriert, spart beim Besuch der zugehörigen Distilleries (darunter z.B. Glenkinchie, die Edinburgh nächstgelegene) die 5 GBP Eintritt

[Bearbeiten] Studiengänge bei e-fellows.net

Ausführliche Porträts von Studiengängen aller Fachrichtungen gibt es auf der Website von e-fellows.net.

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[Bearbeiten] Weblinks

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