Kategorie:Hochschullandschaft Japan

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Inhaltsverzeichnis

Hochschulen in Japan

In Japan existieren über 500 Hochschulen, Business Schools, Colleges und Spezialschulen für höhere Ausbildung mit über 2 Millionen immatrikulierten Studenten. Davon sind nur 89 als sogenannte nationale Hochschulen von staatlicher Seite gefördert. Die restlichen 80% werden komplett von privater Hand geführt. National und international anerkannte Spitzenuniversitäten finden sich allerdings nur unter den staatlichen mit der Tokyo University, Kyoto University und der Osaka University in der Spitzengruppe. Obwohl die Ausbildung immer noch stark auf japanische Studierende zugeschnitten ist, findet seit den 90er Jahren eine starke Öffnung zum Ausland hin statt, was teilweise durch einen sich abzeichnenden Studentenmangel bedingt ist. Leider hat sich Englisch noch nicht als Unterrichts- und Umgangssprache im Laboralltag eingebürgert. Wen diese Sprachbarriere aber nicht von einem Auslandsstudium in Japan abschreckt wird mit gut finanzierter Forschung in einem interessanten Arbeitsumfeld belohnt.

Anmeldung und Aufnahmebedingungen zum Studium in Japan

Die Anmeldeprozeduren an japanischen Universitäten unterscheiden sich vor allem an Art des Studienaufenthalts:

  • Kurzfristige Studienaufenthalte:

Diese werden meist im Rahmen von Austauschabkommen mit deutschen Universitäten geregelt. Interessenten sollten sich also an ihrer Hochschule über Kontakte zu japanischen Universitäten informieren und sich danach bei der internationalen Koordinierungsstelle melden. Voraussetzung sind neben guten Noten i.d.R. der TOEFL oder der JLPT in einer höheren Stufe.

  • Bachelor- und Masterstudiengänge:

Das japanische Studiensystem gliedert sich in ein 4jähriges Bachelorstudium (Daigaku) an welches ein 2jähriges Masterprogramm (Shushi Katei) angeschlossen werden kann. Voraussetzung zur Aufnahme des Studiums ist das Bestehen einer Aufnahmeprüfung, welche meist in japanischer Sprache abgelegt werden muss. Die Anmeldung erfolgt direkt bei der entsprechenden Universität. Sofern in der Aufnahmeprüfung kein Sprachtest für ausländische Studenten enthalten ist, werden entsprechende Nachweise im Vorfeld angefordert. Da sich vor allem die Masterstudiengänge für ausländische Berwerber öffnen, gibt es hier z.T. auch alternative Anmeldeverfahren. Diese reichen je nach Universität und Fakultät von der Vorlage eines Bachelorzeugnisses, Empfehlung durch eine institutionelle Einrichtung (z.B. Japanische Botschaft, MEXT, DAAD) bis zum erfolgreichen Bestehen geforderter GRE-Prüfungen.

  • Promotionsstudiengänge:

Die Anmeldung erfolgt hier meist individuell abhängig von der Fakultät oder Forschungsgruppe bei der man sich bewirbt. Voraussetzung sind hier ebenfalls entsprechend gute Noten im Masterzeugnis, Empfehlung durch Behörden und Stiftungen, sowie Tests zu fachlicher und sprachlicher Qualifikation.

Studienfinanzierung

Für ausländische Studierende in Japan gibt es eine Reihe spezieller Stipendien. JASSO-Stipendien richten sich an Austauschstudenten und sind auf maximal 1 Jahr Laufzeit ausgelegt. Daneben gibt es noch Monbukagakusho-Stipendien für Studenten in Masterkursen und Doktoranden, sowie JSPS Stipendien für Postdoc-Aufenthalte. Wer sich für kein Stipendium qualifizieren oder trotz Stipendium seinen Lebensunterhalt nicht finanzieren kann, hat dazu die Möglichkeit mit einem Nebenjob dazu zu verdienen. Dazu Bedarf es eines Antrags bei der Immigrationsbehörde. Da die Arbeitszeit ist allerdings auf 28 Stunden pro Monat begrenzt. Zusätzliche Hindernisse sind das - meist erforderliche - perfekte Beherrschen der japanischen Sprache, sowie die vergleichsweise geringe Entlohnung in Nebenjobs. Eine weitere vielgenutzte, aber teilweise illegale Möglichkeit ist der Exporthandel mit japanischen Produkten, z.B. über eBay, und privater Sprachunterricht. Die letzte Möglichkeit ist vor allem für englische Muttersprachler (etwa 30€/wh) geeignet, es finden sich aber auch Interessenten für Französisch, Deutsch (20€/wh), Koreanisch und Chinesisch (etwa 10€/wh).

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Weblinks


--Florian.priller 15:03, 30. Mai 2006 (CEST)

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