Juniorprofessur

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Nach ihrer Doktorarbeit können junge, begabte Wissenschaftler als Juniorprofessoren mit eigenem Budget selbstständig forschen, lehren und aktuell publizieren. Sie sollen dann nicht mehr wie bei der Habilitation, dem traditionellen Weg zur Professur, völlig auf den Vorgesetzten angewiesen sein und eine kiloschwere Habilitationsschrift verfassen müssen. Ab 2002 ersetzt laut der fünften Hochschulrahmengesetz-Novelle (HRG) die Juniorprofessur die Habilitation. Doch einige Bundesländer klagten dagegen vor dem Bundesverfassungsgericht, weil sie fanden, der Bund habe damit gegen die Kulturhoheit der Länder verstoßen. Da die Klage Erfolg hatte, existieren in Deutschland beide Wege zur Professur nebeneinander - je nach Bundesland.

Insgesamt wurden bislang 786 Juniorprofessuren an 65 Universitäten mit Fördermitteln des Bundes unterstützt. Von den Juniorprofessoren kam jeder Siebte aus dem Ausland. Viele davon sind deutsche Rückkehrer. Der Frauenanteil liegt bei rund einem Drittel.

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