International Business B.A. (Universiteit Maastricht)

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International Business

Hauptgebäude FDEWB
Hauptgebäude FDEWB

In den Niederlanden gibt es den Studiengang International Business im Bachelor Bereich bereits seit einigen Jahren, z.B. an den Universitäten Rotterdam, Tillburg und Maastricht. Der Studiengang ist ein international ausgerichteter BWL Studiengang, der in Englisch unterrichtet wird. Die Universitäten der Niederlande reagierten somit schon vor einiger Zeit auf das internationale Anforderungsprofil, welches für Betriebswirtschaftler in der heutigen Zeit unabdingbar ist. Vorbereitung auf ein internationales Anforderungsprofil bedeutet so unter anderem die Einbeziehung von kulturspezifischen Themen, die Nutzung von internationaler Management-Literatur sowie die Integration eines Auslandssemesters an einer der Partneruniversitäten in das dreijährige Bachelor-Curriculum.

Nach dem Bachelor können die Studenten dann im Masterprogramm der Universität weitermachen, oder aber die Uni für einen auswärtigen Master verlassen. Es gibt darüber hinaus auch seit kurzer Zeit Kooperationen der Maastrichter Universität mit vielen guten ausländischen Universitäten, um gemeinsame Masterklassen zu gründen.

Die Fakultät FDEWB

Die Universität Maastricht ist seit mehreren Jahren mit diesem Studium in den Niederlanden etabliert. In Deutschland existieren vergleichbare etablierte internationale Studiengänge nur an den bekannten Privatuniversitäten, sowie an wenigen staatlichen Hochschulen. Die Versuche staatlicher deutscher Hochschulen, englischsprachige Bachelor Studiengänge nach dem Bologna Urteil auch im Bereich BWL einzuführen, sind jedoch kaum erprobt, so dass es z.B. häufig noch keinen Absolventenjahrgang gibt.

Dieser Grund ist für viele deutsche Studenten in Maastricht entscheidend bei der Wahl ihres Studienorts. Neben dem Studiengang International Business (IB) bietet die Fakultät zudem die Studiengänge Economics/International Business Economics (IBE), Economics/International Economic Studies (IES), Economics/Infonomics (INF), Econometrics and Operations Research (ECT) und Fiscal Economics (FE) an.

Die Akzeptanz des Maastrichter Studienganges International Business in den Niederlanden ist dadurch zu belegen, dass die Fakultät der Wirtschaftswissenschaften der Universität Maastricht regelmäßig die Auszeichnung „Beste Uni für International Business der Niederlande“ von den niederländischen Behörden verliehen bekommt. Eine offizielle Bewertung der Universitäten findet in den Niederlanden jährlich statt.

Darüber hinaus hat sich die Qualität der wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge an der Universität Maastricht auch international herumgesprochen, so dass unter anderem das deutsche Wirtschaftsmagazin „Wirtschaftswoche“ die Fakultät im März 2005 unter den 10 besten Europas und in direkter Nachbarschaft zu Oxford, Cambridge und St. Gallen sah. Des Weiteren verfügt die Fakultät über AACSB und EQUIS Accreditation. Diesen amerikanischen Standard für Business Schools haben in Deutschland nur die Uni Mannheim, die Universität Frankfurt am Main und die HHL Leipzig erreicht. Aufgrund dieser hervorragenden Bewertungen und den guten Platzierungen in nationalen und internationalen Rankings ist die Fakultät mit dem Studiengang International Business natürlich bei Studenten sehr beliebt.

Bewerbungsverfahren

Aufgrund des guten Rufes und der enormen Anzahl an Bewerbern hat die Universität Maastricht nun bereits seit einiger Zeit ein Auswahlverfahren installiert, so dass bei den Studenten schon vor Beginn des Studiums eine Art Selektion betrieben wird. Ein Kriterium von enormer Bedeutung ist bei diesem Auswahlverfahren die Internationalität der Bewerber. So hat z.B. der Kandidat, der schon einmal im Ausland gearbeitet, oder ein Highschool Year absolviert hat, bessere Chancen.

Maastrichter Studenten sind auch außerhalb des Studiums aktiv. So gibt es für jeden Bereich der BWL, wie z.B. finance, accounting oder marketing eine eigene Organisation, die unter anderem workshops, company visits oder hochwertige Kongresse organisiert. So durfte man z.B. im Mai dieses Jahres den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt als Sprecher beim Maastricht China Kongress begrüßen


Studiengebühren

Ein Grund für die Motivation der Studenten ist sicherlich auch die Tatsache, dass in Holland Studiengebühren anfallen. Studenten müssen pro Jahr ca. 1500 Euro bezahlen, welche man jedoch von einer niederländischen Behörde unter bestimmten Voraussetzungen zur Hälfte zurückbekommt. Dieses System hat in der Zwischenzeit jedoch eine Änderung dahingehend erfahren, dass der niederländische Staat anstelle von einer teilweise Rückerstattung jetzt Darlehen, den sogenannten collegegeldkrediet, anbietet. Es existieren alerdings Übergangsregelungen für Studenten, die bereits vor dem akademischen Jahr 2007/08 studiert und eine Rückerstattung erhalten haben. Für eine genaue Übersicht bietet sich die Seite der niederländischen IB-Groep an.

Im Vergleich zu deutschen staatlichen Universitäten, wo die knappen Kassen leider oft nicht mehr zulassen, steht die Universität Maastricht sehr gut da. Die Gebäude sind sehr modern und sauber. Die Einrichtung, die Bibliothek und die modernen Medien sind auf dem neuesten Stand.

Das Geld der Studenten wirkt sich jedoch nicht nur auf materielle Dinge aus, sondern sie verändert auch das Verhältnis zwischen Studenten auf der einen Seite und den Professoren bzw. Dozenten auf der anderen Seite. Die Professoren sind im weitesten Sinne auch Dienstleister für die Stundenten und stehen meistens mit Engagement für die Studenten bereit. Dieses Engagement wirkt sich dann auch auf die Bewertung der Professoren durch die Studenten aus, was es in Deutschland ebenfalls in dieser Form kaum gibt. Die einzelnen Kurse werden nach Abschluss einer Evaluation unterzogen, wo Missstände angesprochen werden können.

Problem Based Learning (PBL)

Die Universität Maastricht ist seit ihrer Gründung für das PBL-System (Problem Based Learning) bekannt. Diese Art der Lehre nimmt Abschied vom Frontalunterricht der häufig in Deutschland praktiziert wird. Die Studenten arbeiten in dem jeweiligen Fach eher in Kleingruppen von 10 bis 15 Studenten und unter Mithilfe eines Tutors an Problemen, wohingegen Vorlesungen nur zur Übersicht über spezielle Thematiken dienen. Zu den normalen Lehrveranstaltungen während des Blockes (ein akademisches Jahr ist unterteilt in vier Blöcke mit jeweils 2 Klausuren am Ende des Blockes) kommen auch noch so genannte Skills Trainings dazu, die ebenfalls bestanden werden müssen. Skills Trainings sind unter anderem Seminare über praktische Themenfelder, wie Präsentationen, Projekt Management oder akademisches Schreiben. Eine andere Besonderheit des Studiums in den Niederlanden ist, dass es im Allgemeinen gesprochen eher schulisch geprägt ist, und dass durch die Regelmäßigkeit des Unterrichts in Form von Tutorials ein zügiges Studium gegeben ist. In Maastricht geht es durch das PBL System sogar so weit, dass Anwesenheitspflicht in allen Kursen besteht, und dass diese Anwesenheit sogar qualitativ und quantitativ bewertet wird. Das Verfahren ist demzufolge ähnlich der Benotung der mündlichen Mitarbeit in der Schule.

Die aktive Präsenz eines Studenten in der klausurfreien Zeit wird in die Note mit einbezogen und die Endnote basiert demzufolge nicht nur auf dem Klausurergebnis. Teilweise wird für die Benotung der Kurse sogar das zuvor erwähnte Skills Training mit herangezogen. Befürworter des PBL-Systems sind der Meinung, dass durch PBL eine bessere Lehre erreicht wird, da die Studenten nicht nur für die Klausuren lernen, sondern den Lehrstoff im täglichen Gebrauch anwenden müssen.


Leben in Maastricht

Doch nicht nur die Universität zieht junge Leute nach Holland, denn die Stadt des Maastrichter Vertrages von 1992 kommt als Kongress und Tagungsstadt sehr international daher und liegt mit der Euregio (Aachen, Lüttich, Maastricht) in bester Lage. Das kulturelle Angebot ist sehr gut und bis nach Belgien und Deutschland ist es auch nicht weit. So ist es z.B. auch ein leichtes, Sprachen wie Niederländisch oder Französisch nebenbei zu erlernen.

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