Infotronik-Programm mit Studienförderung (TU Hamburg-Harburg)
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Artikel zum Infotronik/Mechatronik-Programm der TU Hamburg-Harburg, einem dualen Studienprogramm, bei dem man aus zwei Studiengängen Informatik-Ingenieurwesen (Bachelor of Science) und Maschinenbau mit Vertiefungsrichtung Mechatronik (Bachelor of Science) wählen kann. Auch ein aufbauendes Master-Studium steht den geförderten Studierenden meist offen. Während der kompletten Studiendauer werden die Studierenden von NORDMETALL finanziell und durch exklusive Seminare gefördert.
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[Bearbeiten] Kernidee
Klassische duale Studiengänge in Kooperation mit Unternehmen wurden bislang nur an Fachhochschulen angeboten. Im Rahmen des Infotronik/Mechatronik-Programms mit Studienförderung bietet die Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH) nun erstmals den Praxisbezug auch bei gleichzeitig vollwertiger ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung an einer Technischen Universität:
Im Vorlesungszeitraum erfolgt die theoretische Ausbildung unter anderem durch den Besuch von Vorlesungen an der TUHH. In der vorlesungsfreien Zeit wird das erlernte Wissen bei einem Unternehmen der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie in der Praxis anwendet. Damit sich die Studierenden vollständig auf das Hochschulstudium konzentrieren können, stellen die Unternehmen attraktive Stipendien zur Verfügung.
[Bearbeiten] Studium
Um den Anforderungen der modernen technischen Berufswelt gerecht zu werden, bietet die TUHH für das Infotronik/Mechatronik-Programm zwei innovative Studiengänge an, in denen Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Informatik, Elektrotechnik und bei Mechatronik zusätzlich Maschinenbau integrativ vermittelt werden sollen:
- Informatik-Ingenieurwesen (international anerkannter Bachelor/Master-Studiengang, 6 bzw. 10 Semester)
- Maschinenbau (Mechatronik) (international anerkannter Bachelor/Master-Studiengang, 6 bzw. 10 Semester)
[Bearbeiten] Informatik-Ingenieurwesen
Der Studiengang "Informationstechnologie" ist unterteilt in ein viersemestriges Grundstudium und ein zweisemestriges Vertiefungsstudium. Das Grundstudium vermittelt neben Basisvorlesungen aus den Bereichen Mathematik und Informatik auch elektrotechnische Grundlagen der Informationstechnik sowie Betriebswirtschaftslehre. Um zum Vertiefungsstudium zugelassen zu werden, muss ein 10-wöchiges Industriepraktikum nachgewiesen werden. Das Vertiefungsstudium bietet bereits einige Wahlmöglichkeiten um die erworbenen Grundlagen mit Fachwissen ergänzen zu können. Bereits nach insgesamt sechs Semestern haben die Absolventen den international anerkannten Abschluss eines "Bachelor of Science" und können entscheiden, ob sie sofort ins Berufsleben eintreten wollen, oder in einem Master-Studiengang ihre Ausbildung fortsetzen möchten. Das Master-Studium gestaltet der Studierende dabei weitgehend selbst und es erfolgt eine Spezialisierung durch die Wahl von Studienmodellen, die jeweils ein breites Angebot an Lehrveranstaltungen aus unterschiedlichen technischen Disziplinen bieten.
[Bearbeiten] Maschinenbau (Mechatronik)
Auch der Maschinenbau (Mechatronik) Bachelor gliedert sich in ein viersemestriges Grundstudium mit zweisemestrigem Vertiefungsstudium. Im Grundstudium werden zusätzlich zu mathematischen und elektrotechnischen Grundlagen fundierte Kenntnisse im Bereich der Konstruktion und Berechnung von maschinenbaulichen Apparaten erworben. Im Vertiefungsstudium des Bachelors verschiebt sich der Fokus in Richtung von mechatronischen Systemen, welche zusätzlich zu maschinenbaulichen auch elektrische, informationstechnische und regelungstechnische Herausforderungen aufweisen. Während des viersemestrigen Masters kann dieses Wissen schließlich mit den Pflichtvorlesungen und nach Wahl des Studierenden in zwei der vier mechatronischen Teilbereiche vertieft werden. Die betriebswirtschaftlichen Vorlesungen während des Bachelors und des Masters runden das Studium ab. Wie bei allen Bachelor-Studiengängen steht es den Studierenden frei nach dem Bachelor-Abschluss ins Berufsleben einzutreten oder direkt einen Master-Studiengang anzutreten.
[Bearbeiten] Studienförderung
[Bearbeiten] Materielle Förderung
Die finanzielle Unterstützung wird für die Dauer der Regelstudienzeit gezahlt und steigert sich von anfangs etwa 800 € auf über 900 € monatlich. Die finanzielle Förderung muss zudem lediglich rückerstattet werden, wenn ein adäquates Weiterbeschäftigungsverhältnis ausgeschlagen wird. Diese Verpflichtung gegenüber dem Unternehmen gilt nach Absolvierung des Studiums für zwei Jahre, d.h. die während der Vorlesungszeit bezogene finanzielle Förderung wird mit jedem Monat zu 1/24 abgetragen.
[Bearbeiten] Ideelle Förderung
Zusätzlich zu den "normalen" Vorlesungen werden exklusiv für Infotroniker/innen regelmäßig Sozialkompetenz-Seminare wie z.B. "Selbst- und Projektmanagement", "Präsentieren und Visualisieren" oder "Führungskompetenz" angeboten und stets von professionellen Trainern moderiert.
[Bearbeiten] Auslandsaufenthalt
Nach Interesse können beide Studiengänge auch durch Auslandsaufenthalte ergänzt werden. Die TUHH fördert ausdrücklich Auslandsaufenthalte und es existieren vielseitige Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen, die neben gemeinsamen Forschungsvorhaben auch Austauschprogramme vorsehen. Ebenso bieten die fördernden Unternehmen in der Regel die Möglichkeit, an einem ausländischen Standort das Industriepraktikum zu absolvieren.
[Bearbeiten] Arbeitsmarkt
Die deutsche Informationstechnologie nimmt eine starke Position im weltweiten Export elektrotechnischer Produkte wie auch in der Nutzung und Entwicklung hochkomplexer Softwaresysteme ein. Um die Studierenden rechtzeitig auf diese Anforderungen einzustellen, wurde das Infotronik-Programm entwickelt. Durch die Doppelbelastung in der vorlesungsfreien Zeit wird den Infotroniker/innen zwar einiges abverlangt (neben den Praktika muss die Prüfungsvorbereitung erfolgen), aber unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass dieses Pensum bewältigt werden kann: Alle Infotronikerinnen und Infotroniker gehören zu den besten Studierenden der TUHH und einige wurden daher schon mit dem Philips-Vordiplompreis ausgezeichnet. Ein wesentlicher Grund dafür ist mit Sicherheit der von Anfang an hergestellte Praxisbezug. Durch die Beteiligung des zukünftigen Arbeitgebers bei der Ausbildung lernen die Infotroniker/innen modernste Technologien kennen und können innerhalb des Unternehmens von Beginn an wichtige Kontakte knüpfen. Damit ergeben sich in diesem spannenden Berufsfeld glänzende Zukunftsperspektiven mit ausgezeichneten Karrierechancen!
[Bearbeiten] Bewerbung
Wer im Rahmen des Infotronik/Mechatronik-Programms gefördert werden möchte, bewirbt sich am besten bei der
Koordinierungsstelle Infotronik/Mechatronik
Dr.-Ing. Sven-Ole Voigt
Institut für Zuverlässiges Rechnen
Schwarzenbergstraße 95
21073 Hamburg
Telefon: 040 / 428 78 - 43 62
E-Mail: s.voigt@tu-harburg.de
oder direkt bei einem der nachfolgenden Unternehmen:
- Airbus Deutschland GmbH, Buxtehude
- Dräger Medical AG & Co.KGaA, Lübeck
- Hauni Maschinenbau AG, Hamburg (Bergedorf)
- Jungheinrich AG, Hamburg
- Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH & Co.KG, Lübeck
- Philips Medical Systems, Hamburg (Fuhlsbüttel)
- Rheinmetall Landsysteme GmbH, Kiel
- Röders GmbH, Soltau
- ThyssenKrupp Marine Systems (Blohm + Voss), Hamburger Freihafen
- Weinmann Geräte für Medizin GmbH & Co., Hamburg (Schnelsen)
Nähere Informationen dazu findet man auf der Homepage des Infotronik/Mechatronik-Programms. Die Bewerbungsunterlagen sollte man bereits im Herbst des Vorjahres vor dem Studienbeginn einsenden, da die meisten Unternehmen bereits bis zum 30. Juni ihr Auswahlverfahren abgeschlossen haben. Wurde man bei einem Unternehmen als Infotroniker/in oder Mechatroniker/in angenommen, muss man sich noch an der TUHH immatrikulieren. Die für das Zulassungsverfahren der TUHH notwendigen Unterlagen können durchaus von Jahr zu Jahr variieren, man sollte sich deshalb am besten rechtzeitig auf der TUHH-Homepage. Die Anmeldungsfrist endet stets am 15. Juli, da man mit dem Ingenieurstudium an der TUHH immer nur zum Wintersemester beginnen kann!
[Bearbeiten] Studiengänge bei e-fellows.net
Ausführliche Porträts von Studiengängen aller Fachrichtungen gibt es auf der Website von e-fellows.net.
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