Informatik B.Sc./M.Sc (TU München)
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Die Technische Universität München bot bereits 1967 erste Vorlesungen im Bereich der Informatik an. Seither hat die Fakultät für Informatik sich zu einer der größten ihres Fachgebiets innnerhalb Deutschlands entwickelt. Mehr als 35 Professoren unterrichten und forschen an über 20 Lehrstühlen. Die Informatik-Ausbildung an der TU München genießt einen guten Ruf und belegt regelmäßig Spitzenplätze in Hochschulrankings.
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[Bearbeiten] Allgemeines zum Studienfach Informatik
Der Begriff Informatik wird an mancher Stelle als Wortschöpfung aus den beiden Worten "Information" und "Mathematik", an anderer Stelle wiederum als Ableitung von "Information" und "Automatik" eingeordnet. Alle drei Begriffe sind Kernkonzepte der wissenschaftlichen Informatikausbildung. Die Informatik beschäftigt sich mit der automatischen Erfassung/Verarbeitung/Verwaltung von Informationen und bedient sich der Mathematik als wesentliches Werkzeug.
Ziel des Informatikstudiums ist nicht die Aneignung einer konkreten Programmiersprache. Vielmehr sollen Informatik-Absolventen in der Lage sein, für jedes Problem die geeignete Lösung zu finden. Die Informatik versucht sich also daran, Probleme aus der realen Welt (Bsp.: Konstruktion eines komplexen Fahrzeugs) geeignet zu modellieren bzw. abstrahieren und mit Hilfe von Rechensystemen Lösungen zu berechnen. Computer bzw. Rechensysteme sind dabei als Hilfsmittel und nicht als Selbstzweck zu verstehen. Die Informatik-Ausbildung bildet daher nicht in der Benutzung von Computern aus, sondern in der analytischen Problem-Lösung mit Hilfe von Rechensystemen. Dabei wird ein möglichst allgemeiner Ansatz verfolgt, so dass der Lehrinhalt problemlos auf sich ändernde Hard- und Softwareumgebungen anwenden lässt.
Das Fachgebiet baut auf den folgenden vier Säulen auf:
- Praktische Informatik
Die Praktische Informatik beschäftigt sich mit Algorithmen, Programmiersprachen usw.
- Angewandte Informatik
Die Angewandte Informatik untersucht den Einsatz von Informatik in ihren zahlreichen Anwendungsgebieten.
- Technische Informatik
Die Technische Informatik thematisiert die technischen Aspekte von Rechensystemen wie zum Beispiel den Schaltungsentwurf und Rechnerarchitekturen.
- Theoretische Informatik
Die Theoretische Informatik erforscht die Bereiche Entscheidbarkeit, Berechenbarkeit und Komplexität sowie formale Sprachen und Automatenmodelle.
[Bearbeiten] Anforderungen an Informatik-Studenten
Informatik-Studenten sollten über eine hohe Abstraktionsfähigkeit verfügen und Interesse an Mathematik mitbringen. Darüber hinaus ist vor allem Team-Work und eine analytische Arbeitsweise gefragt. Social Skills und Englischkenntnisse werden für nahezu alle Berufsfelder der Informatik verlangt.
Programmierkenntnisse werden ausdrücklich nicht vorausgesetzt!
Bewerber durchlaufen ein Einstellungsverfahren, in dessen Rahmen die Motivation und Eignung für das Studienfach geprüft wird. Wenn nach Sichtung der schrifltichen Bewerbung noch Zweifel seitens der Fakultät vorhanden sind, können Bewerber in einem Auswahl-Gespräch ihre Motivation und Eignung darstellen.
[Bearbeiten] Studienangebot an der TU München
Das Studienangebot der TU München im Bereich Informatik hat sich im Zuge der Einführung des Bachelor/Master-Systems vergrößert. Derzeit werden folgende Studiengänge angeboten (Stand: 03.08.2009):
- Bachelor of Science
- Informatik
- Wirtschaftsinformatik
- Bioinformatik
- Informatik-Lehramt
- Master of Science
- Informatik
- Wirtschaftsinformatik
- Bioinformatik
- Biomedical Computing
- Robotics, Cognition, Intelligence
- Automotive Software Engineering
- Computational Science & Engineering
- Sports Engineering
- Zusatzstudium Technologiemanagement (Elitestudiengang in Kooperation mit LMU München)
- Finance & Information Management (Elitestudiengang in Kooperation mit Universität Augsburg und LMU München)
- Software Engineering (Elitestudiengang in Kooperation mit Universität Augsburg und LMU München)
[Bearbeiten] Informatik B.Sc.
Das Bachelor-Studium der Informatik an der TU München zielt auf eine fundierte Grundausbildung in allen vier Teildisziplinen der Informatik und einem Anwendungsfach ab.
Die Prüfungsordnung (2007) sieht folgende Pflichtveranstaltungen vor:
- Mathematik
- Diskrete Strukturen
- Lineare Algebra für Informatiker
- Analysis für Informatiker
- Diskrete Wahrscheinlichkeitsrechnung
- Praktische Informatik
- Einführung in die Informatik 1
- Einführung in die Informatik 2
- Praktikum: Grundlagen der Programmierung
- Einführung in die Softwaretechnik
- Grundlagen Datenstrukturen und Algorithmen
- Grundlagen Rechnernetze und Verteilte Systeme
- Grundlagen Betriebssysteme und Systemsoftware
- Grundlagen Datenbanken
- Angewandte Informatik
- Numerisches Programmieren
- Technische Informatik
- Einführung in die Technische Informatik
- Praktikum: Technische Informatik
- Theoretische Informatik
- Einführung in die Theoretische Informatik
Darüber hinaus sind Wahlveranstaltungen in geringerem Umfang, ein Proseminar, ein Hauptseminar und eine Bachelorarbeit in frei wählbaren Themengebieten zu erbringen. Außerdem ist ein gewisser Umfang an Veranstaltungen im Anwendungsfach zu absolvieren.
Prinzipiell sind auf Antrag beliebige Anwendungsfächer wählbar. Für Wirtschaftswissenschaften, Maschinenwesen, Medizin, Elektrotechnik sowie Mathematik ist allerdings keine Genehmigung durch den Prüfungsausschuss notwendig.
Absolventen wird der Grad "Bachelor of Science" verliehen. Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester. Ein Praxissemester/Praktikum ist weder Voraussetzung noch Gegenstand des Lehrplans.
Die Abschlussnote ergibt sich aus dem gewichteten Mittel der Einzelnoten und Credit Points.
[Bearbeiten] Informatik M.Sc.
Bachelor-Absolventen können ihre Kenntnisse in einem Master-Studiengang vertiefen. Der Master-Studiengang sieht keine Pflichtveranstaltungen vor. Die Prüfungsordnung gibt lediglich Module vor, in deren Rahmen Veranstaltungen besucht werden müssen. Der Schwerpunkt ist jedoch weitestgehend frei wählbar und dank der Lehrstuhlvielfalt sollten die meisten Studierenden ihren Präferenzen entsprechend studieren können.
Absolventen wird der Grad "Master of Science" verliehen. Die Regelstudienzeit beträgt 4 Semester. Ein Praxissemester/Praktikum ist weder VOraussetzung noch Gegenstand des Lehrplans.
