Graduiertenkolleg "Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit" der Universität Bayreuth
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Artikel zum DFG-Graduiertenkolleg "Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit" an der Universität Bayreith.
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Das Programm
Im April 2006 wurde an der Universität Bayreuth das Graduiertenkolleg "Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit" mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingerichtet. Das Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs hat die Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen den Rechten des Geistigen Eigentums einerseits und den Interessen der Allgemeinheit am Nichtbestehen solcher Rechte (Gemeinfreiheit) andererseits zum Ziel. Das Arbeitsfeld des Kollegs ist in sechs Schwerpunkte aufgeschlüsselt: Erstens soll die historische Dimension des Themas erarbeitet und für gegenwärtige Diskussionen nutzbar gemacht werden. Zweitens wird die leitende Forschungsfrage als Grundproblem eines bisher nicht vorhandenen „Allgemeinen Teils“ des Rechts des Geistigen Eigentums gesehen, insbesondere drittens als Problem der Berechtigung, Ausweitung und Überlagerung von Schutzrechten, viertens als Problem der internen und externen Schrankenziehung, fünftens als zivil- und strafrechtliches Sanktionsproblem und sechstens als europa- und welthandelsrechtliches Problem.
Akademisches Lehrprogramm
Um die Qualität der Dissertationen zu erhöhen und gleichzeitig die Promotionszeit zu verkürzen, bietet das Graduiertenkolleg ein akademisches Lehrprogramm an. Dieses besteht aus sog. Promotionskursen, die einen Überblick über das untersuchte Rechtsgebiet sowie eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten geben, Doktorandenseminaren, in denen die Kollegiaten ihre Fragestellung und Ergebnisse präsentieren können, und Ringvorlesungen mit auswärtigen Wissenschaftlern. Auf wissenschaftlichem Gebiet betätigt sich das Graduiertenkolleg darüber hinaus als Veranstalter von Tagungen, die allen Interessierten offenstehen. Im Frühjahr 2008 veranstaltete das Kolleg beispielsweise ein Symposium zur Geschichte des Patentrechts in Deutschland sowie eine internationale Tagung mit dem Titel "Intellectual Property and Private International Law". Die Ergebnisse der Tagungen und Ringvorlesungen werden als Sammelbände veröffentlicht. Internationalität gewährleistet das Graduiertenkolleg zum einen dadurch, daß regelmäßig ausländische Wissenschaftler zu Vorträgen und Seminaren nach Bayreuth kommen, zum anderen durch eine Kooperation mit dem finnischen Graduiertenkolleg "Innovation Incentives and the Regulatory Infrastructure (INNOCENT)".
Beteiligte Professoren
Beteiligte Hochschullehrer sind die Professoren Dres. Klippel (Sprecher), Ohly (stv. Sprecher), Emmerich, Heermann, Leible und Lepsius. Jedem Kollegiaten werden zwei dieser Hochschullehrer als Mentoren zur Seite gestellt, die die Dissertation begleiten sollen. Das Kolleg nimmt laufend neue Kollegiatinnen und Kollegiaten auf. In begrenztem Umfang vergibt das Graduiertenkolleg auch Promotionsstipendien für maximal drei Jahre sowie ein Postdoktorandenstipendium für maximal zwei Jahre.
Bewerbung
Bewerbungen um die Aufnahme als Kollegiat/-in mit oder ohne Stipendium sind jederzeit möglich, da laufend Mitglieder des Kollegs ihre Dissertation abschließen und aus dem Graduiertenkolleg ausscheiden. Voraussetzung für die Aufnahme ist ein mit mindestens "vollbefriedigend" bestandenes erstes juristisches Staatsexamen oder ein vergleichbarer ausländischer Abschluß. Daneben müssen die Kollegiaten gewährleisten können, am akademischen Programm während der Vorlesungszeit sowie den Blockseminaren und Tagungen teilzunehmen (sog. Residenzpflicht in Bayreuth). Der Bewerbung sollte ein Exposé mit dem geplanten Forschungsvorhaben beiliegen.
Kontakt
Auskunft zum Graduiertenkolleg und zur Bewerbung gibt die Geschäftsstelle des Kollegs unter Tel. 0921-552831 oder E-Mail gkrw(a)uni-bayreuth.de. Vollständige Bewerbungen sind zu richten an den Sprecher des Graduiertenkollegs, Herrn Prof. Dr. Diethelm Klippel.
