Graduiertenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung
Im Folgenden wird die Deutsche Graduiertenförderung der KAS beschrieben, welche Stipendien an deutsche Staatsbürger vergibt, aber auch an Doktoranden aus anderen EU-Ländern, die in Deutschland promovieren.
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Stipendiumsleistungen
Finanzielle Förderung
In der Graduiertenförderung erhalten Stipendiaten maximal 1.050 Euro Stipendium plus 100 Euro Forschungspauschale im Monat. Bei der Prüfung des Bedarfs wird das eigene Einkommen und das des Ehegatten angerechnet, nicht aber das der Eltern.
Ideelle Förderung
Die Stipendiaten der Graduiertenförderung werden in die Stipendiatengruppen der KAS vor Ort eingebunden und nehmen am Seminarprogramm der KAS teil.
Auswahlverfahren
Schriftliche Bewerbung
In jedem Jahr gibt es zwei oder drei Bewerbungsschlusstermine. Die nächsten sind am 15. Dezember 2008 und am 15. Juli 2009. Bewerbungsunterlagen, Hinweise zur Antragstellung und die Richtlinien für die Vergabe von Graduiertenstipendien findet ihr auf der Homepage der Deutschen Graduiertenförderung.
Bestandteile des Antrags sind:
- ein achtseitiger Bewerbungsbogen
- ausformulierter Lebenslauf
- tabellarischer Lebenslauf
- beglaubigte Kopie des Examenszeugnisses (gibt es normalerweise in der Studentenkanzlei)
- Kopie des Abiturzeugnisses
- fünf- bis zehnseitiges Exposé (eineinhalb Zeilen Abstand, 11 bis 12 Schriftgröße)
- zwei Gutachten - eines vom Doktorvater und eines von einem anderen habilitierten Hochschullehrer
- unterschriebene Einverständniserklärung
Auswahltagung
Die Auswahltagung dauert zwei Tage - von Freitagnachmittag bis Samstagmittag. Meistens findet sie in der Nähe von Köln statt. Übernachtung und Verpflegung sind kostenlos, die Fahrkosten werden aber nicht erstattet.
Anders als auf dem Auswahlseminar für Studenten müssen die Bewerber um die Graduiertenförderung weder schriftliche Tests noch eine Gruppendiskussion absolvieren. Einziger Bestandteil des Auswahlverfahrens ist ein Einzelgespräch,mit einer dreiköpfigen Jury. Diese besteht aus einem habilitierten und zwei promovierten Mitgliedern, zumeist Alt-Stipendiaten der KAS. Bei jeder Auswahltagung gibt es mehrere solcher Jurys (ungefähr elf bis zwölf). Jeder Bewerber wird der Jury zugeteilt, deren fachlichen Qualifikation am ehesten seinem Dissertationsprojekt entspricht. Einzelgespräch dauert eine halben bis eine volle Stunde (bei manchen Jurys auch etwas länger) und findet irgendwann am Freitagnachmittag (17 Uhr bis 21 Uhr) oder am Samstagvormittag (9 Uhr bis 12 Uhr) statt. Grundsätzlich kann man danach sofort nach Hause fahren, verpasst dann aber vielleicht interessante Gespräche mit den Mitbewerbern. Bewerber aus der Umgebung von Köln erhalten bevorzugt Termine am Freitag, damit sie danach sofort nach Hause fahren können.
Der Inhalt der Einzelgespräche ist von Jury zu Jury, von Fall zu Fall verschieden. Auf der Auswahltagung, die ich besucht habe, lief es allerdings für die meisten Bewerber folgendermaßen ab: 80 Prozent der Zeit lang wurden sie zu ihrem Dissertationsprojekt befragt. Ihr könnt erwarten, dass sich die Jury sehr sorgfältig in euer Projekt eingearbeitet hat. Ihr solltet euch auch auf kritische Fragen gefasst machen. Diese müssen allerdings auf keinen Fall ein schlechtes Zeichen sein. Die restlichen 20 Prozent des Interviews bestehen aus Fragen zum ehrenamtlichen Engagement und manchmal auch zur politischen Gesinnung. Ehrenamtliches Engagement wird gerade bei denen abgeprüft, die darin vielleicht nicht allzu sehr glänzen. Wer hingegen sehr viel aufzuweisen hat, wird manchmal gar nicht danach gefragt. Fragen zur politischen Gesinnung sind meist recht allgemein:
- Warum möchten Sie ausgerechnet zur KAS und nicht zur Friedrich-Ebert-Stiftung?
- Was verbinden Sie mit Konrad Adenauer, was bewundern Sie persönlich an ihm?
- (bei Ausländern) Mit welchem Politiker Ihres Landes wäre Konrad Adenauer am ehesten zu vergleichen?
- ...
Nach tagespolitischem Wissen wurden nur wenige Bewerber gefragt. Dies hatte meist einen Bezug zum Dissertationsprojekt oder zum Lebenslauf, konnte dann aber durchaus auch ins Detail gehen.
Weblinks
Homepage der Deutschen Graduiertenförderung