European Economic Studies B.A./M.A. (Universität Bamberg)
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[Bearbeiten] Versuchskaninchen im Wunderland
Wer sich noch an die Geschichte von Alice im Wunderland erinnern kann, weiß, dass nicht alles golden ist was glänzt und dass auch in einem vermeintlichen Wunderland so mancher Fallstrick lauert. Ähnlich erging es auch den ersten Jahrgängen des Bachelorstudienganges "European Economic Studies" (EES), der zum Wintersemester 2000/01 zum ersten Mal an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg seine Pforte zum "Kaninchenbau" des B.A. in Volkswirtschaftslehre öffnete. Und die ersten wagemutigen EES-Kaninchen hatten einiges zu knabbern:
[Bearbeiten] Die nackte Realität
Die Tierversuche im 21. Jahrhundert nahmen bei EES dann folgende Gestalt an. Angefangen von zwei Wirtschaftsfremdsprachen, die in Wort und Schrift gelernt und in einer zweistündigen schriftlichen und einer halbstündigen mündlichen Prüfungen abgenommen werden mussten, wurde das normale Vordiplomsprogramm noch um zwei Hauptstudiumsfächer im Bereich VWL und einen Wahlkorb mit zwei weiteren Modulen erweitert. Natürlich darf man dazu nicht länger als vier Semester brauchen, und es wurde in der Studienordnung nahe gelegt, doch in einem Semester keine Prüfungen zu schreiben und dafür lieber ein Praktikum zu machen. Hätte es noch einen Beweis für die Realitätsferne der Initiatoren von EES gebraucht, dieser Rat war es. Nach dem Rückkehr aus dem obligatorischem Auslandsjahr während des 5. und 6. Semester sollte dann in 6 Wochen (!) eine Bachelorabschlussarbeit geschrieben werden, die spätestens zum 1. August angemeldet werden musste. Die zu erbringende Anzahl an ECTS von 243, davon 177 in zwei Jahren in Bamberg, wollte mir ein bekannter Professor der Wirtschaftsinformatik gar nicht glauben - normaler Workload sind 120 ECTS in vier Semestern.
Nur ganz wenige schafften ihren Abschluss in 6 Semestern mit einer halbwegs vernünftigen Note von 2,5 oder besser. Und diese Wenigen hatten zumeist für nichts anderes mehr Zeit.
[Bearbeiten] Wunder gibt es immer wieder
Die nicht erfolgte Akkreditierung war nur folgerichtig, was zwar zur Desillusionierung der bereits Studierenden beitrug aber bei den zuständigen Verantwortlichen endlich ein Umdenken einläutete - es blieb ihnen ja auch nichts Anderes übrig. Die Studienordnung wurde (radikal) geändert und aus dem hässlichen Entlein wurde ein bildhübscher Schwan. Seine Schönheitsmerkmale reichen von der Reduzierung der ECTS um ein Drittel (!) über die Einführung eines Pflichtpraktikums, das wahlweise als Teil des Auslandsstudiums erbracht werden kann, zu einer klaren Ausrichtung auf die Kerngebiet Volkswirtschaftslehre mit weiteren Wahlmöglichkeiten zur Spezialisierung bereits in den ersten Semestern. Für derzeit anstehende Neubesetzung vakant gewordener Lehrstühle wird die Meinung der Studierenden eingeholt, die weiterhin über ein "Programmkommitee" ständig mit den Professoren und Vertretern des Mittelbaus über Änderungen und Verbesserungen von EES beraten.
[Bearbeiten] Warum EES studieren?
Abschließend lässt sich sagen, dass es wie so oft im Leben war: Wer zuerst kommt, zahlt zuerst - und zwar Lehrgeld. Nach fünf Jahren Probezeit mit Versuchskaninchen ist es allerdings gelungen, ein Studienprogramm zusammenzuzimmern, das sich sehen lassen kann, international ausgerichtet ist (zwei Fremdsprachen plus ganzjähriger Auslandsaufenthalt), sich um Praxisnähe bemüht (Pflichtpraktikum) und für all diejenigen interessant ist, die sich schon in erster Linie mit VWL beschäftigen wollen, aber darüber hinaus in einem machbaren Ausmaß Schwerpunkte nach eigenem Interesse setzen wollen. Zu diesem Zweck wird der B.A. mit einer Bachelorarbeit abgeschlossen, bei eine große Freiheit bei der Wahl des Themas gegeben ist und die erste wissenschaftliche Kompetenz des Absolventen verbrieft.
Gewürdigt wurde das neue Programm dann im September 2005 durch ein Akkreditierungs-Siegel von ACQUIN - eines der größten Akkreditierungsinstitute in Deutschland (www.acquin.org)
Mit gutem Gewissen kann man NUN den Bachelor in "European Economic Studies" empfehlen, auch weil zwei Lehrstühle für Wirtschaftspolitik und Internationale Wirtschaftsbeziehungen mit neuen (jungen) Professoren besetzt werden und Bamberg mit seiner malerischen Altstadt (Weltkulturerbe der UNESCO) ein inspirierendes Ambiente für die freieste und schönste Zeit des Lebens bereit hält.
[Bearbeiten] Bewerbungsfrist
Bewerbungsfrist ist der 15. Juli für das Masterprogramm in EES, welches ebenfalls akkreditiert ist. Für den Bachelor ist keine Bewerbung notwendig.
[Bearbeiten] Weblinks
Weitere (offizielle) Infos gibt es unter http://www.uni-bamberg.de/index.php?id=1681
sowie auf der Seite der Studierenden und Ehemaligen EESler http://www.ees-bamberg.de/
