Erfahrungsbericht - Vivaldi Partners, Senior Consultant

aus e-fellows.net wiki, dem Wissensspeicher von e-fellows für e-fellows
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Erfahrungsbericht von Dr. Kristina Strödter

Senior Consultant

Vivaldi Partners

Inhaltsverzeichnis

Mein Weg in die Unternehmensberatung

Erfahrungsberichte aus der Unternehmensberatung
Neu00.png

Wie ist es wirklich in der Unternehmensberatung? Und wie komme ich da rein? Praktikanten, Jobeinsteiger und Berufserfahrene berichten in der neuen Rubrik "Unternehmensberatung" von ihren Erfahrungen.

Dieser Erfahrungsbericht stammt aus dem Buch "Perspektive Unternehmensberatung".

Schon während meines BWL-Studiums konnte ich erste Erfahrungen als Werksstudent in einer Markenberatung sammeln und diese durch meine Freelancer-Tätigkeit in meiner Promotionszeit ausbauen. In dieser Zeit habe ich an der Beratertätigkeit insbesondere geschätzt, in unterschiedliche Unternehmen und Branchen hineinschauen zu können. Ich hatte somit die Möglichkeit, über den Tellerrand hinweg einen Einblick in andere Branchen zu bekommen und lernte Hidden Champions außerhalb der von vielen Absolventen präferierten Konsumgüter- und Automobilbranche kennen. Zudem wurde mir bewusst, wie ich als Unternehmensberater durch eine unvoreingenommene und unternehmensübergreifende Perspektive einen Mehrwert für Unternehmen schaffen kann. Ich freue mich, wenn ich im Alltag die Ergebnisse meiner Arbeit sehen kann.

Geprägt durch diese Erfahrungen, wusste ich, dass ich auch nach meiner Promotion als Unternehmensberater arbeiten möchte. Da der Schwerpunkt meines Studiums und meiner Promotion auf dem Thema Marke lag, wollte ich dieses Thema auch in Zukunft als einen Schwerpunkt beibehalten. Ich habe an diesem Thema geschätzt, dass meine Projektinhalte sich nicht um Rationalisierungen oder Cost-Cutting drehten, sondern immer einen positiven Inhalt hatten, durch den etwas geschaffen wurde.

Als internationale Strategieberatung mit den Schwerpunkten Marketing, Markenmanagement und Innovation stellte Vivaldi Partners für mich einen interessanten Arbeitgeber dar. Zudem ist der international renommierte Markenexperte Erich Joachimsthaler, den ich zu diesem Zeitpunkt schon als Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu den Themen Markenmanagement und Innovation kennengelernt hatte, Gründer und CEO von Vivaldi Partners. Darüber hinaus reizte mich die Möglichkeit, je nach Projekt mit verschiedenen Büros in Europa oder New York zusammenzuarbeiten.

Mein „Alltag“

Ein weiterer Entscheidungsgrund für eine Karriere in der Beratungsbranche war mein Wunsch nach einer abwechslungsreichen Tätigkeit. Ein Job, bei dem ich schon heute genau weiß, was ich in zwei Monaten machen werde, schien mir zu monoton. Dieser Wunsch hat sich erfüllt: Meine Projekte umfassten u. a. Touristik-, Finanzdienstleistungs- und Energieversorgungsunternehmen. Das Themenspektrum reichte von der Entwicklung von Markenpositionierungen über die Optimierung von Servicekonzepten bis hin zur Marketingplanung und Ableitung von Vermarktungsstrategien.

Aufgrund der Themen- und Branchenvielfalt fällt es mir schwer, von einem „Arbeitsalltag“ zu sprechen. Die einzige Routine, die aufkommt, ist der montagmorgendliche Weg zum Flughafen, um zum Klienten zu reisen, sowie der Rückflug am Donnerstag, um am Freitag im Büro die Kollegen wiederzutreffen. Aus diesem Grund möchte ich unseren Demand First™-Ansatz vorstellen, um einen Einblick in unsere Arbeitsweise zu bieten.

Demand First™ bei Vivaldi Partners

Der Demand First™-Ansatz zur Identifikation von Innovations- und Positionierungsideen und zur Ableitung von Wachstums- und Marketingstrategien stellt ein zentrales Element unserer Beratungstätigkeit dar. Anstatt Zielgruppen für bereits existierende Produkte, Dienstleistungen oder Marken zu finden, wählen wir bei Vivaldi Partners einen umgekehrten Prozessansatz, mit dem Ziel, neue Produkte, Dienstleistungen, Marken und Erlebnisse zu entwickeln. Ein solcher Prozess umfasst sowohl branchen- und länderübergreifende Best-in-class-Analysen sowie die Planung, Durchführung und Interpretation von tiefenpsychologischen Interviews. Zudem werden in Kreativworkshops innovative Ideen weiter ausgearbeitet, die schließlich durch quantitative Marktforschung mithilfe multivariater Statistiken validiert werden. Auch an diesem „typischen“ Vivaldi-Partners-Ansatz zeigt sich, dass unsere Tätigkeit viele verschiedene Facetten umfasst. Dies erfordert auch einen entsprechenden Facettenreichtum der Berater. Neben analytischen Fähigkeiten wird ein hohes Maß an Kreativität verlangt. Aber gerade diese Mischung aus Analytik und Kreativität macht den Arbeitsalltag so spannend und abwechslungsreich.

Wie man den Einstieg meistert

Meine Kollegen in der Vivaldi-Partners-Familie haben in der Regel ein betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt auf den Themen Marketing, Markenmanagement und Innovation absolviert. Zudem sollten die Bewerber ausgeprägte analytische und konzeptionelle Fähigkeiten haben. Da unsere deutschsprachigen Büros eng mit New York und London zusammenarbeiten und wir viele internationale Klienten betreuen, sind hervorragende Englischkenntnisse ein Muss. Wenn man fest in diese Branche der Unternehmensberatung einsteigen will, ist es ratsam, vorher Praktika bei Markenartiklern und Beratungsunternehmen zu absolvieren.

Ein kleiner Tipp: Bei den Bewerbungsinterviews zählen nicht nur die fachlichen Fähigkeiten, sondern man sollte auch zu vermitteln versuchen, dass man sich für verschiedene Themen interessiert, offen für neue Eindrücke ist und man einen weiten Horizont hat. Zudem ist eine richtige Erwartungshaltung an den Job eines Beraters wichtig. Man sollte kein Problem damit haben, dass es sich nicht um einen 9-to-5-Job handelt. Daher ist die Begeisterung für die zu bearbeitenden Themen und Projektinhalte eine essenzielle Voraussetzung. Als Gegenleistung erhält man einen sehr spannenden Arbeitsalltag.

Meine Werkzeuge