Erfahrungsbericht - Kurt Salmon Associates, Manager

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Ein Erfahrungsbericht von Daniel Eisele

Manager bei Kurt Salmon Associates

Quereinstieg in die Unternehmensberatung mit Fokus auf Handel und Konsumgüterindustrie

Erfahrungsberichte aus der Unternehmensberatung
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Wie ist es wirklich in der Unternehmensberatung? Und wie komme ich da rein? Praktikanten, Jobeinsteiger und Berufserfahrene berichten in der neuen Rubrik "Unternehmensberatung" von ihren Erfahrungen.

Dieser Erfahrungsbericht stammt aus dem Buch "Perspektive Unternehmensberatung".

Auch wenn die meisten Berater ihre Karriere direkt nach dem Universitätsabschluss beginnen, stellen Unternehmensberatungen sehr gerne Young Professionals ein. Quereinsteiger haben oft durch ihre Arbeit in der Industrie Erfahrungen, die sowohl für die Beratung als auch für sie selbst vorteilhaft sind. Sie kennen die Branche und Prozesse nicht nur im Detail, sondern waren selbst aktiv und haben dabei viele Fakten, Feinheiten und Verbesserungsmöglichkeiten kennen gelernt, die ein externer Berater durch seine analytische Perspektive manchmal auch nach einigen Projekten nicht erlebt hat. Doch nicht nur dieses Fachwissen, auch die branchenspezifi sche Kultur und Sprache sind wertvoll, um persönliche Beziehungen und Vertrauen beim Kunden aufzubauen.

Nach Abschluss meines Studiums an der Handelshochschule Leipzig habe ich mich zunächst für einen Einstieg bei Peek & Cloppenburg entschieden, weil mich die spannende und schnelle Modeindustrie mit ihren speziellen Herausforderungen faszinierte. Nach einigen Jahren bei P&C wechselte ich zu Kurt Salmon Associates (KSA), der weltweit führenden Beratung mit Fokus auf Handel und Konsumgüterindustrie. Mich reizte vor allem, das erworbene Know-how in anderen Unternehmen anzuwenden und entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu beraten. In den internationalen Projekten warten bei regelmäßig wechselnden Kunden immer neue Herausforderungen. Dadurch kommt nie Routine auf und es bleibt spannend.

In der Beratung lernt man durch die enge Zusammenarbeit in Projektteams von in den jeweils relevanten Bereichen fachlich starken und hochmotivierten Kollegen. Innovatives Denken ist erlaubt und Leistung wird gesehen und belohnt. Dies wird durch ein Bewertungssystem gewährleistet, in dem nach jedem Projekt die erbrachten Leistungen mit den Erwartungen vor dem Projekt verglichen und bewertet werden und am Ende des Jahres bonus- und beförderungsrelevant werden.

Klassische Berater haben oft Akzeptanzprobleme bei den Mitarbeitern des Kunden. Wenn diese allerdings merken, dass der Berater nicht nur hübsche Powerpoint-Präsentationen zaubern kann, sondern sich in der Branche auskennt und sogar selbst in ähnlicher Position gearbeitet hat, ist eine andere Ebene der Zusammenarbeit möglich. Bei der Vorstellung des Teams zum Projektstart entspannen sich die Gesprächspartner merklich, sobald ich erwähne, dass ich vor meinem Wechsel zu KSA in der Unternehmensentwicklung von Peek & Cloppenburg gearbeitet habe, und ich werde als Kollege und Fachmann akzeptiert. Auch intern ist man für Kollegen bei Projekten in den Bereichen, in denen man gearbeitet hat, begehrter Diskussionspartner, um praxisnahe Ideen zu entwickeln und neue Ansätze zu prüfen.

Natürlich kann man diese Vorteile nur dann vollständig nutzen, wenn man auch bei Projekten in der Konsumgüterindustrie oder im Handel eingesetzt wird. Daher empfi ehlt es sich, eine Beratung mit eigenständigem Retail/Consumer Goods Competence Center oder besser noch eine spezialisierte Beratung wie KSA zu wählen.

Quereinsteiger aus dem Handel haben normalerweise ein anderes Spektrum an Kompetenzen als Kollegen, die eine ähnlich lange Karriere in der Beratung vorweisen können, daher sind die Erwartungen an Quereinsteiger ohne Beratungserfahrung auch andere. Die Beratungsarbeit mit schnellem Einarbeiten in Kundenunternehmen, Strukturierung und Lösung von Kundenproblemen, Projektmanagement, Modellierung, Vorbereiten und Durchführen von Präsentationen etc. erfordert eine gewisse Umstellung und Lernen. Bei KSA ist das den Kollegen bewusst und wird angesichts der beschriebenen Vorteile gerne in Kauf genommen. Methoden und Tools werden während der Projekte intensiver erklärt und Manager planen Zeit ein, um Fragen zu beantworten und bei Problemen zu unterstützen, wie sie es sonst bei jüngeren Direkteinsteigern machen.

Für mich persönlich hat sich der Wechsel in die Beratung gelohnt. Ich habe auf vielseitigen, spannenden Projekten gearbeitet, dabei mehr gelernt, als im Handel möglich gewesen wäre, und bin, auch aufgrund meiner Praxiserfahrung, zügig aufgestiegen.

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