DAAD Jahresstipendien für Studierende aller Fächer

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Infos zu über 700 Stipendien: die Stipendiendatenbank von e-fellows.net

Der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) ist einer der flexibelsten Stipendiengeber, wenn es um die Förderung von Auslandsaufenthalten für Studierende geht. Im Rahmen der "Jahresstipendien für Studierende aller Fächer" besteht ein Programm zur Förderung von einjährigen Studienaufenthalten auf allen Kontinenten.

Inhaltsverzeichnis

Voraussetzungen

  • Die Stipendien werden zum Studium an einer anerkannten Hochschule im Ausland vergeben; reine Feldforschungen in Übersee ohne Anbindung an eine dortige Hochschule können nicht gefördert werden.
  • Wenn eine Bewerberin oder ein Bewerber als Studienabschluss die Promotion ohne vorheriges Abschlussexamen anstrebt und zum Zeitpunkt der Bewerbung eine größere Zahl von Semestern studiert hat, als in der Prüfungsordnung für das jeweilige Studienfach als Mindestdauer vorgeschrieben ist, wird über den Antrag nach den Richtlinien für Doktorandenstipendien entschieden.
  • Die Vergabe eines Jahres– und/oder Semesterstipendiums ist auf ein Mal pro Ausbildungsabschnitt (der jeweils mit dem Ablegen der Abschlüsse Bachelor, Master, Diplom und Staatsexamen endet) beschränkt.

Stipendienleistungen

Die Jahresstipendien bieten Studierenden Unterstützung zur Begleichung der Lebenshaltungskosten, sowie — abhängig von den Details des jeweiligen Landes — Unterstützung für die Bezahlung von Studiengebühren und Reisekosten. Die Stipendienraten variieren je nach Zielland und entsprechen der jeweils gültigen Teilstipendienhöhe des DAAD.

Landesbezogene Details

Je nach gewünschtem Zielland unterscheiden sich die detaillierten Regelungen zur Stipendienvergabe, insbesondere im Hinblick auf die Zuteilung eines eventuellen Gegenstipendiums an einer ausländischen Hochschule. Die genauen Vorgehensweisen hierzu sind vom DAAD jedoch nicht transparent veröffentlicht, daher lebt dieser Artikel von den Erfahungen ehemaliger Stipendiaten — die enthaltenen Informationen sind also mit Vorsicht zu genießen.

USA

Gegenstipendien

Für die USA bietet der DAAD Gegenstipendien an circa 50 amerikanischen Universitäten, die ein gebührenfreies Studium für ein akademisches Jahr ermöglichen. Die Anzahl der verfügbaren Plätze an jeder Universität ist im Rahmen des Gegenstipendienabkommens, welches der DAAD mit der jeweiligen Universität geschlossen hat, festgelegt und kann bei dem zuständigen DAAD-Referat erfragt werden.

Alle angenommenen Bewerber erhalten mit der Stipendienzusage die Liste der verfügbaren Gegenstipendien und teilen daraufhin dem DAAD ihr persönliches Ranking für die fünf favorisierten Universitäten mit. Die Vergabe der Gegenstipendien erfolgt dann basierend auf dem Ranking der Bewerber, welches der DAAD im Rahmen der Stipendiatenauswahl erstellt hat. Je höher ein Stipendiat im Vergleich aller Bewerber eingeschätzt wurde, desto besser sind die Chancen für die erste Wunschuniversität nominiert zu werden.

Ist die Nominierungsphase abgeschlossen, so muss noch eine formale Bewerbung des Nominierten bei der zugeteilten Universität erfolgen. Diese Bewerbung bezieht sich dann explizit auf das zugewiesene ("non-degree seeking") Gegenstipendium und ist meist an weniger Voraussetzungen als eine generelle Bewerbung auf einen ("degree seeking") Studiengang gebunden. Es ist somit die Regel, dass die Nominierten von der zugewiesenen Universität akzeptiert werden — eine Garantie kann jedoch nicht gegeben werden.

Ein weiterer Vorteil im Zusammenhang mit den "non-degree"-Stipendien besteht darin, dass aufgrund der weniger strengen Bestimmungen eine Einschreibung für "graduate courses" an der Gastuni möglich ist, auch wenn man in Deutschland noch gar keinen Abschluß besitzt (sich aber bereits im Hauptstudium befindet). Auch hier gilt jedoch: eine Garantie besteht nicht und die Zulassung erfolgt unter Umständen nur über ein direktes Gespräch mit dem Dozenten.

Alternativen

Als Alternative zu den Gegenstipendien besteht noch die Möglichkeit, sich selbst um einen Studienplatz zu kümmern. In diesem Fall zahlt der DAAD eine pauschale Studiengebührenbeihilfe von zur Zeit (2007/08) 15.400 EUR; darüber hinausgehende Studiengebühren sind selbst zu tragen. Die Möglichkeit von dieser Alternative Gebrauch zu machen kann jedoch eingeschränkt werden, da diese Variante die Mittel des DAAD stärker belastet. Wurde die ausgesuchte Universität jedoch schon in den Top-3 der Wunschuniversitäten auf der ursprünglichen Bewerbung angegeben, so stehen die Chancen gut, dass auch diese Alternative genehmigt wird.

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