Chemiefonds-Stipendien
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Artikel zum Stipendium des Fonds der Chemischen Industrie
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Allgemeines
Der Fonds der Chemischen Industrie (Frankfurt am Main) ist das Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. für die Grundlagenforschung, den wissenschaftlichen Nachwuchs und den Chemieunterricht an Schulen. 1950 als "Hilfsfonds der Chemie" gegründet, erhält der Fonds der Chemischen Industrie 0,12 Promille des deutschen Chemieumsatzes der VCI-Mitgliedsunternehmen. Im Bereich Hochschulförderung vergibt er Forschungsmittel für Spitzen- und Nachwuchswissenschaftler an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. 2005 wurden 4,0 Millionen Euro für Stipendien für Nachwuchswissenschaftler aufgewendet.
Stipendium
Stipendientypen
Die Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie vergibt folgende Stipendien für Lehramtskandidaten, Doktoranden, Habilitanden und Nachwuchsdozenten:
- Chemiefonds-Stipendien
- Kekulé-Stipendium
- Liebig-Stipendium
- Stipendium für Lehramtskandidaten
Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren und Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch.
Entscheidungsgremium ist das Kuratorium. Ihm gehören 12 Forschungsleiter der chemischen Industrie und 6 Hochschullehrer der Chemie an.
An Doktoranden die an ihrer Heimatuniversität promovieren richtet sich das Chemiefonds-Stipendium, für Uniwechsler ist das Kekulé-Stipendium gedacht.
Voraussetzungen
Erwartet werden zügiger Studienabschluss (max. 10 Semester) und herausragender Studienerfolg. Um eines der Fonds-Stipendien zu beantragen, ist in der Regel die deutsche oder eine EU-Staatsbürgerschaft erforderlich.
Ausgezahlt werden die Stipendien in monatlichen Raten und steuerfrei.Sozialleistungen wie etwa Arbeitslosen- oder Krankenversicherung enthalten sie nicht. Die finanzielle Unterstützung beträgt 1250 Euro im Monat und zusätzlich 1000 Euro pro Jahr für Tagungsbesuche/Literatur oder ähnliches. Die Laufzeit beträgt maximal 2 Jahre.
Auswahlverfahren
Antragsteller ist der Doktorvater, einzureichen sind folgende Bewerbungsunterlagen:
- Thema und Arbeitsplan der Doktorarbeit [Zusammenfassung und Ziele (1 Seite), Einleitung mit Literaturstellen / Stand der Forschung, geplante Experimente (5-7 Seiten), Zeitplan (1 Seite)]; vom Doktoranden zu erstellen
- Zeugnis mit Einzelnoten über den Hochschulabschluss
- 3 Exemplare der Diplom- bzw. Staatsexamensarbeit oder Master Thesis (nach Begutachtung zurück)
- Ausgefüllter Personalfragebogen mit tabellarischem Lebenslauf
Über die Vergabe der Stipendien entscheidet der Wissenschaftliche Beirat der Stiftung.Jeder Antrag wird von drei Fachgutachtern unabhängig voneinander bewertet.
