Böhringer-Ingelheim-Fonds

aus e-fellows.net wiki, dem Wissensspeicher von e-fellows für e-fellows

Wechseln zu: Navigation, Suche
Infos zu über 700 Stipendien: die Stipendiendatenbank von e-fellows.net

Artikel über die Doktorandenstipendien des Böhringer-Ingelheim-Fonds.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Informationen

Die Böhringer-Ingelheim-Stiftung fördert Doktoranden, die Grundlagenforschung im Bereich der "Life Sciences" betreiben. Die 1983 gegründete Stiftung finanziert der deutsche Pharmakonzern Böhringer-Ingelheim. Biologen, vor allem Molekularbiologen und Biochemiker, haben die grösste Chancen auf ein Stipendium des BIFs. Aber auch Mathematiker oder Physiker, die sich in ihrer Promotion mit biomedizinischer Forschung beschäftigen, können sich um Unterstützung bewerben. Weiterhin vergibt die Stiftung Reisestipendium an Doktoranden. Seit 2006 werden Doktorarbeiten von deutschen Medizinstudenten gesondert gefördert. Das Stipendium trägt hohes Ansehen, da die Auswahlkriterien für eine Aufnahme in die Stiftung sehr stringend sind und im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaftsstipendien der Böhringer-Ingelheim-Fonds auch ideelle Förderung betreibt. Ein Drittel der geförderten Doktoranden werden nach Angaben der Stiftung später zu Professoren.

Stipendentypen

Doktorandenstipendien im Bereich der Life Sciences.

Stipendienhöhe

In Deutschland beträgt der Satz etwa 1400 Euro monatlich. In Ländern wie der Schweiz, den USA oder Grossbritannien wird ein Kaufkraftausgleich von zusätzlichen 500 € gezahlt. Weitere 100 € monatlich gibt es für Bücher oder Reisekosten. Zusätzlich können einmal pro Jahr Reisezuschüsse für eine Konferenz beantragt werden.

Bewerben

Dreimal im Jahr werden ca. 15 Stipendien vergeben. Bewerben können sich Europäer im In- und Ausland. Nicht-Europäer werden unterstützt, wenn sie in Europa arbeiten. Die Finanzierung der Doktorarbeit muss aber bereits sicher bestehen. Die Bewerbungstermine sind der 1.Februar, 1. Juni und der 1.Oktober des Jahres. Die Finanzierung läuft zunächst zwei Jahre und kann um ein Jahr verlängert werden. Wichtig! Die Bewerbung muss innerhalb des ersten halben Jahres nach Beginn der Doktorarbeit eingereicht worden sein. Bewerber dürfen höchstens 27 Jahre alt sein und müssen ein Diplom oder einen äquvalenten Abschluss haben. Pharmazeuten und Mediziner sollten die Staatsexamen beendet haben. Neben dem Stipendium dürfen die Stipendiaten keine anderen Einkünfte oder Zweitstipendien besitzen.

Auswahlverfahren

Von den 150 Bewerbern pro Term werden 60 zu einem Gespräch geladen. Ein Vertreter der Stiftung besucht die Doktoranden in den meisten Fällen im Labor. Das Gespräch soll die persönliche Motivation des Bewerbers durchleuchten und Softskills wie Teamfähigkeit erkennen lassen. Nur 10% der Bewerber bekommen die Zusage, der gesamte Vorgang dauert etwa 4 Monate. Ausschlaggebend für eine Aufnahme sind viele Kriterien. Die wichtigsten sind das Projekt, die Institution, an der die Doktorarbeit durchgeführt wird, das Renommé des Professors, die Noten des Universitätsabschlusses und das persönliche Engagment des Bewerbers in der Wissenschaft.

Seminare

Der Böhringer-Ingelheim-Fonds führt einmal im Jahr ein einwöchiges Seminar durch, bei dem alle aktuellen Kandidaten zusammen kommen. Dort stellen die Stipendiaten ihre Projekte vor. Weiterhin gibt es ein Seminar zum wissenschaftlichen Schreiben.

Weblinks

Persönliche Werkzeuge