Böhringer-Ingelheim-Fonds
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Artikel über die Doktorandenstipendien des Böhringer-Ingelheim-Fonds.
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[Bearbeiten] Allgemeine Informationen
Der Boehringer Ingelheim Fonds fördert DoktorandInnen, die Grundlagenforschung im Bereich Biomedizin betreiben. Die Stiftung wurde im Jahr 1983 gegründet und ist eine eigenständige, gemeinnützige Organisation. Außer den PhD-Stipendien vergibt die Stiftung auch Reisebeihilfen an DoktorandInnen und PostdoktorandInnen. Seit 2006 werden Doktorarbeiten von in Deutschland studierenden MedizinerInnen in einem eigenen Programm gefördert. Ein BIF-Stipendium trägt hohes Ansehen, da die Auswahlkriterien für eine Aufnahme in die Stiftung sehr stringent angewendet werden. Ein weiteres Plus ist die persönliche Betreuung der StipendiatInnen, die der Boehringer Ingelheim Fonds bietet. Ein Drittel der geförderten Doktoranden werden nach Angaben der Stiftung später zu Professoren.
[Bearbeiten] Stipendentypen
Doktorandenstipendien im Bereich der biomedizinischen Grundlagenforschung. Die Laufzeit der PhD-Stipendien beträgt in der Regel zwei Jahre, eine Verlängerung von bis zu 12 Monaten ist möglich.
[Bearbeiten] Stipendienhöhe
In Deutschland beträgt der Satz für die PhD-Stipendien etwa 1550 Euro monatlich. In Ländern wie der Schweiz, den USA oder Grossbritannien wird ein Kaufkraftausgleich von bis zu zusätzlichen 500 € gezahlt. Dazu kommt gg.falls eine Ehegattenzuschlag und/oder ein Zuschuss zu den Betreuungskosten für die Kinder. Weitere 150 € monatlich gibt es als Sachkostenzuschuss. Zusätzlich können einmal pro Jahr Reisezuschüsse für eine Konferenz beantragt werden.
[Bearbeiten] Bewerben
Dreimal im Jahr werden ca. 15 Stipendien vergeben. Bewerben können sich EuropäerInnen, die in Europa oder Übersee forschen. Nicht-EuropäerInnen werden unterstützt, wenn sie in Europa Forschung betreiben. Labor und Thema für die Doktorarbeit müssen bereits sicher feststehen. Die Bewerbungstermine sind der 1.Februar, 1. Juni und der 1.Oktober eines jeden Jahres. Das Stipendium läuft zunächst zwei Jahre und kann um ein Jahr verlängert werden. Die Bewerbung muss innerhalb des ersten halben Jahres nach Beginn der Doktorarbeit eingereicht worden sein. BewerberInnen dürfen höchstens 27 Jahre alt sein und müssen ein Diplom oder einen äquivalenten Abschluss haben. Neben dem Stipendium dürfen die StipendiatInnen keine anderen Einkünfte oder Zweitstipendien beziehen.
[Bearbeiten] Auswahlverfahren
Von den ca. 150 Bewerbern pro Sitzung werden ca. 60 nach der Vorauswahl zu einem Gespräch geladen. Ein/e Vertreter/in der Stiftung besucht die DoktorandInnen in den meisten Fällen im Labor. Nur etwa zehn Prozent der BewerberInnen um ein PhD-Stipendium bekommen eine Zusage; der gesamte Bewerbungsvorgang dauert etwa fünf Monate. Ausschlaggebend für eine Aufnahme sind die Qualität des Projekts und der Institution/des Labors, an der/dem die Doktorarbeit durchgeführt wird, sowie das Renommé des/r Betreuers/in. Auch die Noten des Universitätsabschlusses können in die Entscheidung einfließen.
[Bearbeiten] Seminare
Der Boehringer Ingelheim Fonds bietet mehrmals im Jahr Seminare für die StipendiatInnen an. So führt die Stiftung führt einmal im Jahr auf Schloss Lautrach ein einwöchiges Kommunikationstraining für WissenschaftlerInnen in Europa durch, das alle zwei Jahre für die in den USA ansässigen StipendiatInnen angeboten wird; es findet in Cold Spring Harbor statt. Zusätzlich bietet der B.I.F. ein Seminar in Hirschegg/Österreich an, bei dem alle aktuellen Fellows zusammen kommen und ihre Promotionsprojekte vorstellen. Die USA-basierten Fellows werden zu einem ähnlichen Seminar nach Woods Hole auf Cope Cod eingeladen. Einmal im Jahr bietet der B.I.F. darüber hinaus auch eine Veranstaltung für Alumni an; dieses dreitägige Seminar findet auf Schloss Gracht in Erfstadt/Liblar bei Köln statt und widmet sich jedes Jahr einem anderen, oft im weiteren Bereich der Biowissenschaften angesiedelten, Thema.
