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Karriere-Lexikon

M - N

MBA
"Mutter, ich werde meinen MBA machen." Noch bis vor kurzem hätte Mutter nicht gewusst, was ein MBA ist. Doch mittlerweile ist er in aller Munde. Seine Ausprägungsformen sind allerdings immer noch sehr vielfältig: Vollzeit oder Teilzeit? Junior-MBA oder Executive-MBA? Fernstudien-MBA oder doch lieber vor Ort büffeln? Für alle gilt: Thematisch geht es um wirtschaftliche Themen. Darum heißt er auch Master of Business Administration. Soll zu mehr Geld führen und einige Sprossen der Karriereleiter überspringen helfen.

Mentor/Mentoring/Mentee
Der griechische Gelehrte Mentor übernahm einst die Erziehung des Königssohns Telemachos, als dessen Vater Odysseus in den Krieg zog. Heute bezeichnet "Mentor" nicht mehr den Ersatzvater in Zeiten des Krieges, sondern eher einen betriebsinternen Coach, der Nachwuchskräften auf die Sprünge hilft. Oder Studierenden Tipps für den Berufseinstieg und die Bewerbung gibt. Die als "Mentees" bezeichneten Betreuten profitieren dabei von der Erfahrung und vom Netzwerk ihres Mentors. Auch e-fellows.net vermittelt Mentoren aus den Partnerunternehmen.

Mission Statement
Du bist Unternehmer und willst der Gesellschaft zeigen, welche Mission du für sie erfüllst? Denk kurz nicht ans große Geld und lass dir einen wohlklingenden Text einfallen. Im Idealfall beschreibt das Mission Statement die Werte und den Zweck des Unternehmens sowie die visionären Ziele. Damit ist das Mission-Statement die ausformulierte und handfeste Vision des Unternehmens. Bringt Pluspunkte fürs Image und macht die Mitarbeiter stolz auf ihren Arbeitgeber.

Mitarbeiter
Was früher die Untergebenen, sind heute die Mitarbeiter. Achtung: Wenn dein künftiger Chef beim Vorstellungsgespräch von seinen Untergebenen spricht, schnell alle Unterlagen zusammenraffen und rennen! Bei so einem Laden will heute keiner mehr arbeiten.

Mitarbeitergespräch
Von Zeit zu Zeit setzt sich dein Chef mit dir zusammen und bespricht deine Leistungen. Als Messlatte dienen zuvor vereinbarte Ziele. Alternativen dazu sind das 360°-Feedback (der Mitarbeiter wird von seinem Chef, seinen Kollegen, den Untergebenen sowie seinen Kunden beurteilt) und Leistungskataloge (dort sind Ziele für die verschiedenen Teams und Gesamtziele festgelegt) des Unternehmens. Wenn du gut warst, bekommst du einen Bonus. Sonst nur einen Rüffel.

Mittelstand
Von vielen verschmäht und doch voll im Trend - der Mittelstand. "Ich will am liebsten bei Daimler arbeiten", sagt der High Potential. "Beim Mittelstand sind nämlich die Chancen auf eine ganz große Karriere schlecht. Das ist bei einem Global Player anders." "Unterschätze mich nicht!", flüstert der Mittelstand. "Wir bieten gute Auf- und Einstiegschancen." Und wer will nicht bei einem Unternehmen arbeiten, das den OSKAR des Mittelstandes erhalten hat?

Mobbing
Ich will gemein sein zu dir. Ich tu dir gerne weh. Was in der Schule noch unter Streiche fiel, ist im Berufsleben schon Mobbing: vom permanenten Beschimpfen eines Mitarbeiters bis hin zu Reißzwecken auf dem Bürostuhl. Wichtig: Die Angriffe müssen relativ häufig und über einen längeren Zeitraum erfolgen. Nichts für schwache Nerven - aber etwas fürs Arbeitsgericht.

Motivation
Jetzt noch flugs die superinteressante Präsentation für morgen fertig geschrieben und dann mit Schwung und Freude an den Jahresabschlussbericht. Achtung: Entweder dein Chef hat dir Endorphine untergemischt, oder du stehst kurz davor, wahnsinnig zu werden. Denn deine Motivation hat einen beängstigend hohen Pegelstand erreicht.

New Economy
Die "IT- und Internet-Revolution der 90er Jahre" frisst ihre Kinder. Junge Wilde gründeten um die Jahrtausendwende hippe Internet-Unternehmen, hatten viel Spaß und noch mehr Arbeit. Die meisten von ihnen mussten dann Konkurs anmelden: Der freie Fall der Netzwirtschaft endete für viele mit einem harten Aufschlag. Und mit der Erkenntnis, dass eine Geldverbrennungsanlage noch kein Unternehmen ist.

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