|
|
 |
Fehlt ein wichtiger Begriff im Karriere-Lexikon? Dann sende eine E-Mail mit deinem Vorschlag und einer kurzen Definition an feedback(at)e-fellows.net.
Abfindung
Scheiden tut weh. In manchen Fällen aber rechnet es sich: Ein Arbeitgeber möchte sich von seinem Angestellten trennen, kann aber nicht. Grund: Kündigungsfristen oder jahrelange Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters verhindern einen schnellen Rauswurf. Dann kommt die Abfindung ins Spiel. Der Arbeitgeber zahlt eine bestimmte Summe an den Arbeitnehmer. Der geht dafür, obwohl er eigentlich bleiben dürfte. Die Höhe? Ist Verhandlungssache. Als Faustregel gilt: Jahre der Betriebszugehörigkeit multipliziert mit einem halben bis einem Bruttomonatsgehalt. Begleitet wird das Ganze von einem Aufhebungsvertrag.
Abmahnung
Ist dein Chef mit dir chronisch unzufrieden? Hast du Angst um deinen Job? Merke: ohne Abmahnung keine Kündigung. Bevor du fliegst, wirst du erst einmal abgemahnt. Damit setzt dich dein Chef auf den Schleudersitz. Beim nächsten Mal fliegst du dann raus. Abmahnungen sind immer schriftlich. Anlässe gibt es genug: Beleidigungen des Chefs, chronische Unpünktlichkeit und und und...
Arbeitsgericht
Wo kein Kläger, da kein Richter, heißt es so schön. Damit bei Stress mit Chef oder Kollegen jeder Kläger den passenden Richter findet, gibt es das Arbeitsgericht.
Arbeitszeugnis
Jeder Praktikant und Arbeitnehmer hat bei Beendigung einer Tätigkeit ein juristisch verbrieftes Recht auf ein Arbeitszeugnis. Darin enthalten ist neben einer Auflistung der Aufgaben auch eine Gesamtbewertung der Leistung. Länge und Ausführlichkeit eines Arbeitszeugnisses hängen von der Dauer der Tätigkeit in einem Unternehmen ab. Form und Sprache folgen meist einem standardisierten Schema. Mehr Infos findest du unter Arbeitszeugnisse.
Assessment Center
Hier wird ausgesiebt: Ein Arbeitgeber oder sein Dienstleister simuliert den Berufsalltag mithilfe von Rollenspielen und mehrere Bewerber spielen mit. Den ersehnten Job bekommt, wer alles kann - oder am besten schauspielert. Nicht ganz unumstrittene Ergänzung zum klassischen Bewerbungsgespräch. Erfunden hat sie die Deutsche Reichswehr. Offiziersanwärter sollten nach dem ersten Weltkrieg auf dem bestmöglichen Posten platziert werden. Mehr bei e-fellows.net: in unseren Bewerbungs-Tipps.
Attraktives Gehalt
Wenn ein Unternehmen in einer Stellenanzeige mit einem "attraktiven Gehalt" wirbt, ist das meist so zu bewerten wie die Behauptung eines Buch-Autors, er arbeite nach "streng wissenschaftlichen" Kriterien. Besser also: genau nachfragen.
Aufhebungsvertrag
Kündigung light. Arbeitgeber und Arbeitnehmer schließen einen Vertrag. Der Effekt: Der Arbeitnehmer verlässt das Unternehmen. Und bekommt vielleicht kein Arbeitslosengeld, weil er an seinem eigenen Stuhl mitgesägt hat. Dafür aber häufig Extra-Geld vom Arbeitgeber - in Form einer Abfindung.
Außertariflich (AT)
In der Berufswelt hat AT mit dem Alten Testament wenig zu tun. Es geht um Geld: Grundsätzlich tüten große Arbeitgeber ihre Mitarbeiter in Lohngruppen ein und bezahlen sie nach Tarifen. Die hören aber kurz vor der Führungsspitze auf. Dann verdienst du, was du herausholst. Und was dein Arbeitgeber bereit ist, für dich zu zahlen.
Außerordentliche Kündigung
Der Rausschmiss. Darf der Arbeitgeber nach vorheriger Abmahnung dann veranlassen, wenn sich ein Mitarbeiter schwerwiegend danebenbenommen hat. Diebstahl wäre so ein Fall, rohe Gewalt oder verbale Ausfälle gegenüber anderen weitere. Das Arbeitsgericht muss dem Arbeitgeber Recht geben, sonst gilt die normale Kündigungsfrist.
Betriebsänderung
Beschönigender Ausdruck für Einschnitte in die Betriebsstruktur, oft: die Stilllegung von Werken. Ausdrücke wie dieser gehören in Krisenzeiten zum Standardrepertoire des Management-Sprech.
Betriebsrat
Der natürliche Feind des Unternehmers. In ihm reden die Angestellten und dürfen über ihn auch ein bisschen mitbestimmen - in erster Linie, was soziale Belange angeht. Der Betriebsrat wird für vier Jahre gewählt.
Bewerbungsgespräch
Spannendes Theater, Hauptdarsteller bist du. Deine Rolle: Du spielst die Figur des interessierten und hochqualifizierten Bewerbers, dessen Interessen, Studien und praktische Erfahrungen zufällig genau zu der angebotenen Stelle passen. In größeren Firmen gibt es gleich mehrere Gesprächsrunden für eine Stelle: eines mit der Personal- und eines mit der Fachabteilung. Mehr bei e-fellows.net: in unseren Bewerbungstipps.
Blue Chips
"Zocker jedweder Coleur, vereinigt euch!" dachten sich einst die Börsianer und nannten ihre besonders wertvollen und ertragssicheren Anteilspapiere von globalen Großunternehmen Blue Chips. Denn für Pokerspieler bedeuten viele blaue Chips besonders viel Gewinn.
Bonus
Belohnung für gute Leistung. Kann von ein paar Euros extra über viele Euros extra bis zum Auto mit vielen Extras reichen. Nutzen für den Boss: Da plagt es sich viel lieber. In vielen Unternehmen ist er Bestandteil von Arbeitsverträgen und wird jährlich als variabler oder leistungsbezogener Gehaltsanteil gezahlt. Grundlage ist ein Mitarbeitergespräch.
Brainstorming
Für Wirbel im Kopf sorgen. Unterschied zum Drogenkonsum: Führt eher zu brauchbaren Ideen als zu Kater mit Brechreiz.
Business Plan
Zentrales Dokument kapitalistischen Planwirtschaftens. Jedes Unternehmen legt darin Konzept, Ziele und Wege für mehrere Jahre fest. Unterschied zum einst real existierenden Sozialismus: Nach nicht allzu langer Zeit sollten Gewinne stehen.
B2B (Business-to-Business)
Es geht auch ohne Verbraucher. Beim B2B bleiben Unternehmen unter sich und handeln miteinander.
B2C (Business-to-Consumer):
Der Klassiker: Haarwaschmittel gelangt vom Unternehmensfließband auf den Kopf des Verbrauchers.
|  |
|