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12.03.2010 von Carola Sonnet Wie schafft man es an die Top-Schule?Auswahlverfahren an den besten Business SchoolsDie Auswahlverfahren an den besten Business Schools sind hart. Wer sich richtig vorbereitet, hat trotzdem gute Chancen, einen Platz zu ergattern.Das Ziel muss klar sein, wenn man sich zwischen einem generalistischen MBA oder einem spezialisierten Master entscheidet. Wer Führungsverantwortung übernehmen möchte und dafür das passende Rüstzeug benötigt, sollte einen MBA machen. Gerade für all jene, die kein Wirtschaftsstudium, sondern vielleicht Geistes- oder Naturwissenschaften studiert haben, ist er gemacht. Wirtschaftswissenschaftler hingegen, die sich zum Beispiel in Finance oder Marketing spezialisieren wollen, sollten besser das inzwischen sehr umfangreiche Angebot der Masters of Science durchforsten und sich an den Schulen oder Universitäten beraten lassen. Die richtige Schule aussuchenAm Anfang sollten Kandidaten die wichtigsten Fragen beantworten: Wo will ich nach dem MBA arbeiten, in welcher Branche, in welcher Funktion, in welcher Region oder welchem Land? Nunzio Quacquarelli, Chef des World-MBA-Tour-Veranstalters QS, empfiehlt alle Kriterien, die für die Entscheidung eine Rolle spielen, auf ein Blatt Papier zu schreiben. So können Interessenten schnell herausfinden, inwiefern der MBA überhaupt das Richtige für sie ist. Dann geht es an die erste Recherche. Rankings, MBA-Seiten und die Internetauftritte der Business Schools helfen, sich einen Überblick zu verschaffen - auch über die Finanzierung. Diese Recherche sollte vor einem Messebesuch stehen, bei dem man zum ersten Mal persönlich Kontakt zu den Business Schools aufnimmt. Sich auf das Gespräch vorbereitenIm nächsten Schritt sollten Kandidaten dann eine Shortlist mit etwa fünf bis acht Schulen erstellen, die für sie infrage kommen. Die gilt es dann zu löchern, per Mail, am Telefon, auf einer Messe oder mit einem Besuch vor Ort. Allerdings sollte man es nicht bei den Vertretern der Schulen belassen, sondern auch Alumni, die das Wunsch-Programm besucht haben, ausführlich befragen. Die Business Schools vermitteln auf Anfrage Kontaktdaten von Alumni; in entspanntem Rahmen kann man sie in größeren Städten auch bei regelmäßigen Stammtischen treffen. Alumni haben den großen Vorteil, dass sie wissen, worauf die Schulen bei der Auswahl achten, welche Dozenten dort unterrichten und welche Atmosphäre auf dem Campus herrscht. Alles Details, die entscheidend dafür sind, ob das Programm zum Bewerber passt. Sie können auch davon berichten, wie gut der wichtige Karriereservice arbeitet und welche Unternehmen auf dem Campus rekrutieren. Ein bis zwei Jahre Vorlauf empfehlen die Experten für die Bewerbung. Zeugnisse und Empfehlungsschreiben von Professoren oder Vorgesetzten müssen erst einmal geschrieben und oft auch übersetzt werden, das kann länger dauern, als viele denken. An den meisten Business Schools kann man sich zwar das ganze Jahr über bewerben, es bietet sich jedoch an, den frühestmöglichen Zeitpunkt etwa ein Jahr vor Beginn zu wählen. Das erhöht die Chancen einer erfolgreichen Bewerbung, auch wenn die Schulen immer behaupten, es mache keinen Unterschied, wann man sich bewirbt. Der Einsendeschluss liegt oft recht kurz vor dem eigentlichen Beginn des Programms. Oft unterschätzen Bewerber zudem die Essays, die die meisten Schulen verlangen. Hier wollen die Schulen mehr über die Persönlichkeit des Bewerbers erfahren, seine sprachlichen und akademischen Fähigkeiten testen. Die Themen drehen sich meist um die Motivation des Bewerbers, seinen Beitrag zum MBA-Programm, den bisherigen Karriereweg und eine Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen. In den Zulassungsbüros merken die Verantwortlichen schnell, wer den Text nur runtergeschrieben und wer sich Gedanken über stringenten Aufbau und Sprache gemacht hat. So klappt der GMATFast alle Schulen verlangen, dass Kandidaten den Graduate Management Admissions Test (GMAT) absolvieren. Je besser die Schule, desto höher liegt die GMAT-Hürde. Die Studenten der Top-Schulen erreichen im Schnitt mehr als 700 der maximal 800 Punkte. Die gute Nachricht: Man kann sich sehr gut darauf vorbereiten und so seine Punktzahl steigern, denn der GMAT misst nicht die Intelligenz. Der standardisierte Test auf Englisch gibt vielmehr Auskunft über die sprachlichen und mathematisch-analytischen Fähigkeiten der Bewerber. Intensive Vorbereitung hilft, die Aufgabenstellungen zu verstehen und Kopfrechnen zu trainieren. Gutes Abschneiden ist eine Fleißfrage, 100 Stunden zur Vorbereitung sollten mindestens investiert werden. Ob die Bewerber allein mit entsprechenden Materialien üben oder Trainingskurse besuchen, spielt letztlich keine große Rolle. Es geht vor allem darum zu zeigen, wie gut man unter Zeitdruck komplizierte Aufgaben lösen kann - und das ist auch während des MBAs sehr oft die Herausforderung. © Handelsblatt GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Zum Erwerb weitergehender Rechte wenden Sie sich bitte an nutzungsrechte@vhb.de. |
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