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Humboldt-Viadrina School of Governance

Hauptfach: Gutes tun

Wer kann schon behaupten, dass im Aufsichtsrat seiner Universität Kofi Annan und Richard von Weizsäcker sitzen? Die Studenten der Humboldt-Viadrina School of Governance. Hier lernst du berufsbegleitend, politische Projekte erfolgreich umzusetzen.

Kontakt
Anna Haupt
Koordinatorin
Humboldt-Viadrina School of Governance
Wilhelmstraße 67
10117 Berlin
Tel: + 49 30 20 05 971 - 23
Fax: + 49 30 20 05 971 - 11
E-Mail: anna.haupt(at)governance-school.de
www.governance-school.de

"Der Master zeichnet sich aus durch die Konzentration auf das politische Projekt, durch die Interdisziplinarität und die Mehrheit der Aspekte und Erfahrungen, aus denen heraus das Projekt angegangen wird."

Gesine Schwan, Initiatorin des Studiengangs
"Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht" - leider gilt dies oft auch für politische oder soziale Projekte. Damit deine guten Ideen nicht am fehlenden Know-how scheitern, gibt es den berufsbegleitenden und praxisorientierten Master-Studiengang "Public Policy" der Humboldt-Viadrina School of Governance. Er wurde gemeinsam von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Humboldt-Universität zu Berlin ins Leben gerufen.

Erst denken, dann handeln


In diesem praktisch ausgerichteten Studium lernst du, wie du ein politisches Projekt konzipierst und erfolgreich umsetzt. Du bereitest die Veränderungen wissenschaftlich vor, die durch dein Projekt entstehen. Außerdem reflektierst du mögliche Auswirkungen, bevor es an die Konzeption und schließlich an die Umsetzung geht. Dabei profitierst du vom unterschiedlichen Hintergrundwissen deiner Kommilitonen und lernst, dein Thema aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

Inhalte des Studiums


Während der vier Semester besuchst du neun Module, die aus je drei Kursen bestehen. In diesen lernst du unter anderem,
  • wie Institutionen und Entscheidungswege funktionieren;
  • wie man finanzielle, humane und kreative Ressourcen nutzt;
  • wie man Strategien entwickelt und Rahmenbedingungen analysiert;
  • wie man Projekte und Wissen managt;
  • wie man Mitarbeiter führt.

Die komplette Kursübersicht findest du auf den Seiten des Studiengangs.

Herz des Studiengangs: das Praxisprojekt


Das Herz des Studiengangs ist das Praxisprojekt. Jeder Studierende bringt aus seiner Organisation ein reales Vorhaben mit und setzt dieses im Berufsalltag um. Dabei werden sie von den Lehrkräften und einem weltweitem Experten-Netzwerk unterstützt. Jedem Studierenden steht außerdem ein Projektcoach und ein Mentor zur Seite.

Praxisprojekte können beispielsweise sein:
  • Konzeption und Durchführung eines CSR-Konzepts für ein Unternehmen
  • Einführung eines effizienten Wissensmanagements in einer Organisation
  • Konzeption und Durchführung einer politischen Kampagne
  • Entwicklung eines Zertifizierungssystems gegen Kinderarbeit
  • Fundraising für eine NGO


Initiatoren und Beirat


Die Humboldt-Viadrina School of Governance wurde von vier Initiatoren ins Leben gerufen:
  • Prof. Dr. Alexander Blankenagel (Humboldt-Universität zu Berlin)
  • Prof. Dr. Stephan Breidenbach
    (Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder)
  • Prof. Dr. Jürgen Mlynek (ehemaliger Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft) und
  • Prof. Dr. Gesine Schwan, ehemalige Präsidentin der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).

Im Beirat sitzen unter anderem Kofi Annan, ehemaliger Generalsekretär der Vereinten Nationen, Pascal Lamy, Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO) und Dr. Richard von Weizsäcker, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland a.D.

Ablauf


Das Studium umfasst 1.800 Stunden, die auf zwei Jahre verteilt werden. Dabei sind 40 Präsenztage vorgesehen: eine Einführungswoche mit fünf Tagen, eine Summer School (beziehungsweise Winter School) mit fünf Tagen sowie zehn dreitägige Veranstaltungen. Die Präsenztage finden von Donnerstagmorgen bis Samstagabend statt.

Studienbeginn


Jedes Jahr im Oktober

Bewerbungsfrist


31. Mai 2010

Bewerbungsunterlagen


  • Ausgefüllter Bewerbungsbogen
  • Zeugnis über einen Hochschulabschluss
  • Nachweis zweijähriger Berufspraxis
  • Tabellarische Übersicht über einschlägige Tätigkeiten und Erfahrungen
  • Begründung des Studienvorhabens in Form eines dreiseitigen Exposés
  • Je eine Referenz eines Praktikers aus Politik, Zivilgesellschaft oder Wirtschaft und eines Wissenschaftlers
  • Entsprechende Nachweise der Berufserfahrung, Sprachkenntnisse und Studium durch Zeugnisse in beglaubigter Kopie
  • Projektskizze

Anforderungen


  • Ein hervorragend abgeschlossenes Hochschulstudium
  • Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung nach Studienabschluss
  • Englisch und Deutsch fließend, möglichst eine weitere Fremdsprache
  • Eine Idee für ein eigenes Praxisprojekt: konkrete Herausforderungen, Fragestellungen oder Vorhaben in der eigenen Institution oder Organisation, die während des Studiums bearbeitet werden

Auswahlverfahren


Eine Auswahlkommission prüft die Bewerbungsunterlagen. Im Anschluss werden die Bewerber zu einem Auswahlgespräch eingeladen.

Studiengebühr und Finanzierung


Die Studiengebühr beträgt 4.500 Euro pro Semester. Die Humboldt-Viadrina School of Governance bietet zinsgünstige Darlehen, individuelle Zahlungsvereinbarung, ein Stipendium über die Stiftung Governance sowie diverse Stipendien von Stiftungen als Finanzierungshilfe.


Im Porträt: Programmteilnehmer


Aldriane Franke-Thiemann (45) ist Bundesratsreferentin im Land Brandenburg und ehrenamtliche Kirchenälteste im Gemeinderat der Evangelischen Kirche Babelsberg. Seit November 2009 studiert sie den Master of Public Policy an der Humboldt-Viadrina School of Governance.

Sie stehen mitten im Berufsleben. Warum trotzdem die Entscheidung, noch mal zu studieren?
Das war genau der Grund. Ich bin seit zwanzig Jahren im öffentlichen Dienst in verschiedenen Positionen tätig. Anspruchsvoll, aber meist operatives Geschäft. Da zieht schnell Routine ein, die tödlich ist für die eigene Kreativität. Meine Kinder sind groß, da ist die Zeit gekommen, etwas Grundlegendes für die eigene Fortbildung zu machen. Außerdem möchte ich nach erfolgreichem Abschluss auf internationaler Ebene arbeiten.

Wie ist Ihr Eindruck vom Studiengang?
Ich bin begeistert. Wir haben neben den Online-Kursen Präsenztage, an denen die ganze Gruppe zusammenkommt. Da ist der ganze Raum voller Ideen und energiegeladen. Die Kreativität in dieser Gruppe ist unglaublich und es passt auch zwischenmenschlich: Wir ticken alle ähnlich, obwohl die Gruppe sehr heterogen ist: Medienwissenschaftler, Künstler, Journalisten, NGO-Mitarbeiter, alle mit 5 bis 20 Jahren Berufserfahrung und aus ganz Europa. Zwischen den Präsenzphasen kommunizieren wir über ein internes Netzwerk. Wenn man eine Frage stellt oder ein Problem erörtern will, entwickelt sich sofort ein reger Gedankenaustausch. Das ist sehr bereichernd.

Welches Praxisprojekt setzen Sie um?
Ich möchte eine Internetplattform aufbauen, über die sich EU-Bürger direkt an Gesetzgebungsprozessen beteiligen können. Die EU ist für viele eine Blackbox. Fragen sie jemanden auf der Straße, ob er weiß, dass er die Gesetzgebung in Brüssel beeinflussen kann. Die großen Verbände und die Lobbyisten bringen ihre Interessen gezielt ein. Die meisten Bürger wissen gar nicht, dass sie das können. Da geht es zum Beispiel um die Kennzeichnung von Lebensmitteln oder die Durchführung von Europäischen Bürgerinitiativen. Das scheinbar komplizierte Verfahren will ich transparent und verständlich für jedermann machen. Auf meiner Internetseite kann man seine Stellungsnahme mit einem Klick an der richtigen Stelle einbringen. Durchs Internet können sich so ganz schnell sehr viele Menschen beteiligen. Daran haben auch das EU-Parlament und die EU-Kommission ein Interesse.

In wieweit hilft Ihnen das Studium bei der Umsetzung?
Anders als in der öffentlichen Verwaltung stoßen sie hier nicht gleich an Grenzen. Drei Kommilitonen haben gleich gesagt: Wir finden dein Projekt so gut, wir helfen dir dabei. Da ist ein Techniker dabei, eine Andere hat mir ihre Hilfe für die Marketing-Strategie angeboten. In der Gruppe gibt es für alles Experten. Und hinter jedem Einzelnen steht wieder ein Netzwerk. Die Dozenten sind unglaublich gut. Der Kontakt ist sehr eng, sie sind streitbar, es gibt ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Gesine Schwan hört manchmal rein und diskutiert mit. Der Funken überträgt sich auf alle, das macht richtig Spaß und setzt neue Ideen frei.

Wem würden Sie das Programm weiterempfehlen?
Allen, die nicht stehenbleiben und sich mit neuen Lösungen beschäftigen wollen. Die beruflichen und familiären Umstände müssen natürlich passen und man muss sich einem strengen Zeitmanagement unterwerfen.

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    Bis zum 31. Mai kannst für du dich per E-Mail oder Post für den Studienstart im Oktober bewerben.
    Gesellschafter: Deutsche Telekom AG, McKinsey & Company Inc, Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH
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