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Lernen durch Geschichten [Quelle: pixelio. Autor: uwest]

16.04.2009

Mentor-Mentee-Tandem bei Accenture

Was machst du mit einem Mentor?

Mentoring hilft dir auf deinem Karriereweg und bei der persönlichen Entwicklung. Das hört sich schön und gut an in der Theorie. Doch wie sieht das Mentoring in der Praxis aus? Unsere neue Mentor-Mentee-Serie bringt Licht hinter die oft gestellte Frage: "Was macht man eigentlich so mit einem Mentor?". Den Auftakt machen Alexander Griller von Accenture und e-fellow Nicolas Burkhardt, vielen bekannt als Gründer der e-fellows.net Charity-Staffel.

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Mentor Alexander Griller (31) arbeitet seit 2006 für Accenture im Management Consulting Customer Relationship Management. Nach seiner Banklehre studierte er BWL und Publizistik, arbeitete nebenbei als Berater und machte im Anschluss seinen MBA in den USA. Als Mentor betreut er sechs e-fellows.
In drei Stichworten: Was gefällt Ihnen daran, Mentor für e-fellows.net-Stipendiaten zu sein?
  • Absolventen beim Einstieg ins Berufsleben mit Rat und Tat zu unterstützen
  • Gedankenaustausch mit meinen Mentees und anderen Mentoren
  • Hervorragende Möglichkeiten zum Networking

Sie haben sicher jede Menge Arbeit. Wieso wollten Sie trotzdem Mentor werden?
Ich hatte das Glück, während meines Studiums von verschiedenen Mentoren betreut zu werden. Das hat mir den Einstieg ins Berufsleben erleichtert. Deshalb möchte ich meine positiven Erfahrungen aus dem e-fellows.net-Programm gern an andere Mentees weitergeben.

Viele e-fellows fragen sich, wie eine Mentor-Mentee-Beziehung überhaupt aussieht. Wie oft und wo treffen Sie sich? Über welche Themen sprechen Sie?
Zu jedem meiner sechs Mentees sieht die Beziehung anders aus. Die Mentees absolvieren unterschiedliche Studiengänge, haben verschiedene Ziele und Erwartungen. Je nach dem in welchem Studienabschnitt sich der Mentee befindet, diskutieren wir über Praktika, Studienschwerpunkte, Auswahl eines Diplomarbeitsthemas oder mögliche Aufbaustudiengänge wie MBA-Programme oder Promotionen.

Was den Berufseinstieg angeht, wägen wir die Vor- und Nachteile verschiedener Berufsbilder ab und denken über alternative Einstiegsmöglichkeiten nach. Wir gehen zusammen die Bewerbungsunterlagen durch und klären Fragen zum Anforderungsprofil des Beraters.

Abhängig von der Studienphase des Mentee haben wir von einmal wöchentlich bis zu einmal im Quartal Kontakt, bei einem konkreten Anlass auch häufiger. Wir kommunizieren meistens telefonisch oder via E-Mail. Persönliche Treffen sind wegen der geografischen Distanz zu den meisten Mentees nur selten möglich.

Gibt es einen "Mentoring-Knigge"?


Einen "Mentoring-Knigge" gibt es aus meiner Sicht nicht. Man sollte aber zu Anfang die Erwartungen und Ziele beider Seiten klar definieren. Eine gute Mentor-Mentee-Beziehung beruht auf Vertrauen sowie einem regelmäßigen und - gerade bei konkreten Anliegen - auch zeitnahem Austausch.

Welche Ihrer Erfahrungen können für Ihre Mentees besonders hilfreich sein?
Mit meiner Berufserfahrung kann ich Fragen rund um den Berateralltag beantworten und Ratschläge zur Bewerbungsstrategie geben. Aus meiner eigenen Studienzeit sind mir viele Fragen vertraut, so dass ich konkrete Denkanstöße geben kann, die dem Mentee in seiner jeweiligen Situation weiterhelfen.

Haben Sie von Ihren Mentees auch etwas gelernt?
Durch den regelmäßigen Kontakt mit den Mentees bleibe ich über Aktuelles in der Wissenschaft informiert. Ich lerne immer wieder neue Sichtweisen und Aspekte rund um das Thema Karriere kennen.


e-fellow Nicolas Burkhardt ist Mentee von Alexander Griller (Quelle:efn)
Mentee Nicolas Burkhardt (28) hat Kommunikations- und Medienwissenschaften studiert und promoviert zur Zeit in Medientechnik. Nebenbei trainiert er für den nächsten Ironman und engagiert sich bei
e-fellows.net als Tutor und Projektleiter der Charity-Staffel.

In drei Stichworten: Was hast du davon, e-fellows.net-Mentee von Alexander Griller zu sein?



  • Anregungen und Hinweise zum eigenen Karriereplan
  • Einen sympathischen, direkten und immer verfügbaren "Draht" in ein potenzielles Arbeitsfeld nach meiner Promotion
  • Einblick in eine mögliche Zukunft durch den Austausch über Alexanders Karriereverlauf

Was hast du beruflich, aber auch privat von deinem Mentor gelernt?


Alexander hat vom Studium her eine ähnliche Grundlage wie ich. Daher ist es gerade aus beruflicher Perspektive sehr spannend, zu sehen, wie sich eine Karriere entwickeln kann, wenn man die gleiche Ausgangsposition hat, aber unterschiedliche "Bausteine" im Lebenslauf hinzufügt oder weglässt.

Ideal ist, dass Alexander auch privat ähnliche Interessen teilt, entsprechende Prioritätensetzungen vornimmt und mich dementsprechend versteht. Obwohl ich gerne intensiv an spannenden Projekten arbeite, darf für mich ab einem gewissen Zeitpunkt der Ausgleich nicht fehlen. Alexander scheint diesen Spagat in einem herausfordernden Arbeitsalltag zu bewältigen.

Inwiefern konnte dir dein Mentor konkret bei einem Praktikum oder gar beim Berufseinstieg weiterhelfen?
Die Frage nach einem Praktikum stellt sich in meiner aktuellen Karrierephase nicht. Derzeit ist für mich der Einstieg ins Berufsleben nach meiner Promotion wichtiger. Über dieses Thema tauschten Alexander und ich uns schon mehrfach aus und wogen verschiedene Ideen gegeneinander ab. Insbesondere der Input zur Entscheidung "Kombination MBA & Projektarbeit" oder "reiner Berufseinstieg" war sehr hilfreich.

Welcher Ratschlag deines Mentors hat dir am meisten geholfen?
Alexander konnte mir in verschiedenen Bereichen wertvolle Anregungen geben. Bei der Reflektion meines Dissertationsprojektes gab er mir beispielsweise nützliche Tipps zur Kooperation mit Praxispartnern. Die Ratschläge waren bisher immer sehr hilfreich, auch wenn es nur darum ging, eine Idee oder Meinung durch den objektiven und professionellen Blick von außen zu spiegeln.

Finde deinen Mentor
Unter "Freie Mentoren" kannst du dir einen Mentor unserer Partnerunternehmen aussuchen. Welcher wird deiner?

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