e-fellows.net - das Online-Stipendium und Netzwerk für Studium und Karriere
Home Suche Kontakt Hilfe About Partner Blog Neu anmelden
Karrierewissen Schüler Stipendium Studium Jobs & events Netzwerk Alumni
 
Zahnrad, Bosch, Trainee-Programm, Fertigung, Quelle: sxc.hu
25.03.2009
von Melanie Grell

Bosch

Partner im Profil:
Junior Managers Program Fertigung

Dass man sein Herz an einen Gegenstand hängt, kann passieren. Dass aber ein ambitionierter Absolvent fast sein ganzes Junior Managers Program einer Abgas-Pumpe widmet, scheint ungewöhnlich. So hat Moritz Biermann in der Fertigung dank einer Pumpe den ganzen Ablauf vom Kundenanruf bis zur Qualitätssicherung miterlebt - und mitgestaltet.

Seite 1: Junior Managers Program Fertigung
Seite 2: Junior Managers Program Einkauf
Seite 3: HR-Referentin Franziska Herold im Interview
Das Junior Managers Program bei Bosch ist ein individuell geplantes Programm, um Nachwuchskräfte ins Unternehmen einzuführen, sie fachlich vorzubereiten und sie für eine Führungslaufbahn zu rüsten. Du kannst dich dabei zwischen acht verschiedenen Schwerpunkten entscheiden:

  • Controlling/Logistik
  • Einkauf
  • Fertigung
  • Forschung und Entwicklung
  • Informationstechnik
  • Marketing/Vertrieb
  • Personal
  • Technischer Vertrieb


Bosch, Trainee-Programm, Fertigung
Moritz Biermann (27) hat Wirtschafts- ingenieurwesen an der Hochschule Bremen studiert. Nach seinem Abschluss stieg er bei Bosch im Junior Managers Program ein. Er entschied sich für den Schwerpunkt Fertigung.
Erste Beziehungen zu Bosch knüpfte Moritz schon im Studium. In Salzgitter absolvierte er ein Praktikum in der Steuergerätefertigung und schrieb dort anschließend auch seine Diplomarbeit. Danach war das Interesse für das Junior Managers Program geweckt. "Ich habe mich für den Einstieg als Teilnehmer am Junior Managers Program entschieden, weil man im Unterschied zum Direkteinstieg Einblicke in das ganze Unternehmen an unterschiedlichen Standorten im In- und Ausland bekommt und viele verschiedene Bereiche kennenlernt", begründet Moritz seine Entscheidung. "Wenn man frisch von der Uni kommt, hat man ja keinen so guten Überblick." Außerdem hat ihn gereizt, dass er im Junior Managers Program auf eine Führungslaufbahn vorbereitet wird. Dies geschieht durch anspruchsvolle Aufgaben und Ziele sowie über Mentoren aus dem oberen Management. Zusätzlich verfügt jeder Teilnehmer über ein bestimmtes Budget für Soft-Skill-Seminare, zum Beispiel zu Konfliktmanagement oder Mitarbeiterführung.

Fertigung, ich komme


Seine Studienschwerpunkte Produktion, Logistik und Controlling konnte Moritz im Junior Managers Program Fertigung bestens kombinieren. "Ich bin kein reiner Maschinenbauer, wirtschaftliche Aspekte und Zusammenhänge haben mich auch immer interessiert. Dennoch neige ich zum Ingenieurwesen. Daher passt die Fertigung sehr gut zu mir", erzählt er. Denn als Fertigungsplaner arbeitet man an der Schnittstelle von Entwicklung, Qualitätssicherung, Einkauf und Controlling.

Erste Begegnung mit der Pumpe


In seiner ersten Station erarbeitete Moritz ein Konzept für eine Fertigungsanlage in Waiblingen. Er sollte eine Produktionslinie für die Montage einer Pumpe für ein Abgasnachbehandlungssystem planen. Dabei ging es zunächst um die Frage, ob Bosch die Linie selbst baut oder sie bei einem Maschinenbauer beauftragt. Schon hier müssen wirtschaftliche und technische Aspekte verknüpft werden. "In diesem Fall haben wir uns entschieden, die Linie extern bauen zu lassen. Wir waren dafür viel beim Zulieferer vor Ort und haben eng mit diesem zusammen gearbeitet", erzählt Moritz.

Zweite Station: Serienhochlauf


Bevor die Fertigungslinie in Waiblingen in Betrieb genommen werden konnte, musste der Serienanlauf geplant und koordiniert werden. Damit war Moritz' zweite Station quasi vorprogrammiert. In Waiblingen wechselte er die Abteilung und bekam eine neue Aufgabe: Denn bevor die Anlage mit der Produktion der Pumpe beginnen kann, müssen unter anderem Logistik und Fertigungsabläufe geklärt werden, also wie und wann die einzelnen Teile zur Maschine kommen, wo die Mitarbeiter eingesetzt werden und wer was wann macht. "Dabei ging es um das komplette Spektrum der Fertigungsplanung", sagt Moritz.

Dritte Station: Budweis in Tschechien


Der Serienlauf funktionierte, die Pumpe wurde wunschgemäß produziert. Allein kann eine Pumpe aber wenig ausrichten, sie muss dazu auf einem Tank montiert werden. Das passiert im tschechischen Bosch-Werk in Budweis. Zeit für Moritz, die Koffer zu packen. "Ich reiste quasi der Pumpe hinterher", erklärt er die Wahl seiner Auslandsstation. "In Budweis habe ich im Qualitätsmanagement gearbeitet und die Kollegen bei der Kundenbetreuung unterstützt. Ich war vor allem Ansprech- partner für einen der ersten Denox-Kunden, einen deutschen Automobilhersteller. Denox ist ein System, um Stickstoffoxid aus den Abgasen zu entfernen." Außerdem bekam Moritz noch eine Sonderaufgabe: Er sollte ein Fehler-Kommunikations- system für den internationalen Fertigungsverbund aufbauen. Budweis ist das Leitwerk für die Herstellung des Denox-Systems, es gibt jedoch noch andere ausländische Fertigungsstandorte. Wenn an einem der Standorte ein Fehler festgestellt und behoben wird, müssen auch alle anderen Werke davon erfahren. So können sie den gleichen Fehler vermeiden.

Von der Pumpe zur Task Force


Manchmal braucht auch Moritz eine Pumpen-Pause. Da kam der Anruf von seinem Mentor gerade recht: "Meine vierte Station war eigentlich nicht geplant, denn ich wurde in Nürnberg spontan in eine Task Force berufen. Diese Teams werden immer dann zusammengestellt, wenn es irgendwo brennt." Moritz sollte sich zusammen mit seinen Kollegen um ein Kostenthema in der Benzindirekteinspritzung kümmern. Dazu wurden Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen ganz- oder teilweise freigestellt, um sich um die Probleme zu kümmern. "Dieses Projekt war sehr spannend. Eine interessante Erfahrung war auch, dass wir unsere Ergebnisse regelmäßig den Bereichsleitern und der Geschäftsführung präsentiert haben. Das ist natürlich eine tolle Möglichkeit für einen Teilnehmer am Junior Managers Program, die oberen Management-Ebenen kennenzulernen und sich dort bekannt zu machen."

Fünfte und letzte Station: international in Feuerbach


Nach dem aufregenden Zwischenspiel in Nürnberg ging es nach Stuttgart-Feuerbach in die Zentralabteilung für weltweite Fertigungskoordination. "Das Team, in dem ich dort gearbeitet habe, unterstützt die einzelnen Bosch-Werke bei der Planung und beim Aufbau neuer Fertigungslinien oder bei Verlagerungen." In einem internationalen Projektteam mit Mitarbeitern unterschiedlicher Bosch-Standorte, vor allem aus den USA, war Moritz an der Planung einer Injektorlinie für das Common-Rail-System beteiligt. Diese sollte in den USA aufgebaut werden. "Dazu haben wir Kollegen von anderen Common-Rail-Fertigungsstandorten in Deutschland und der Türkei hinzugezogen. Es war wahnsinnig international und hat viel Spaß gemacht", erinnert er sich an seine letzte Station im Junior Managers Program. Sein erster Job als fertiger Fertigungsplaner führte Moritz wieder zurück zu den Anfängen: nach Waiblingen.

e-fellows.net Login
Account:
Passwort:
Einloggen >>
Logindaten vergessen ?
Angebote von
Bosch
bei e-fellows.net:

Praktika
Dipl./Diss.
Junior Managers Program
Jobs
Community
Gesellschafter: Deutsche Telekom AG, McKinsey & Company Inc, Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH
Copyright · Impressum · Nutzungsbedingungen · Datenschutz · Stipendien-Datenbank
Karrierewissen · Schüler · Stipendium · Studium · Jobs & events · Netzwerk · Alumni
Home · Suche · Kontakt · Hilfe · About · Partner · Blog · Neu anmelden