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KPMG
Corporate Tax Services: Juristen
Unter "Corporate Tax Services" versteht KPMG die steuerrechtliche Beratung von Unternehmen. Was viele nicht wissen: Juristen haben hier gute Chancen. Wem die Welt der Wirtschaft während des Jurastudiums nicht völlig fremd geblieben ist, kann nach dem Staats- examen in das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungs- unternehmen einstiegen. | |||||||||||
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Service Lines Steuerliche Fragestellungen sind heute komplexer denn je. Deshalb bündelt KPMG sein Know-how in standortübergreifende Service Lines:
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Seit wann und in welchem Bereich arbeiten Sie bei KPMG? Wie sind Sie zum Unternehmen gekommen? Ich arbeite seit 1999 in der Steuerabteilung der KPMG, wobei ich zunächst in Köln gearbeitet habe und später in die Düsseldorfer Steuerabteilung gewechselt bin. Da ich durch einen Studienaufenthalt in den Niederlanden die niederländische Sprache beherrsche, bin ich Mitglied im "Dutch Desk", einem grenzüberschreitenden Zusammenschluss von niederländischen und deutschen Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern. Zum Unternehmen bin ich durch einen Referendarskollegen gekommen, der unmittelbar nach seinem 2. Staatsexamen bei KPMG angefangen hat. Da ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Rechtsanwältin den Fachanwaltskurs für Steuerrecht besucht und dabei meine "Liebe zum Steuerecht" entdeckt habe, habe ich mich nach erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs ebenfalls bei KPMG beworben. Warum haben Sie sich für KPMG entscheiden? Ich wollte gerne vertiefter im Steuerrecht arbeiten als dies bei der Anwaltskanzlei, in der ich tätig war, möglich gewesen wäre. Von daher war schon mal die Entscheidung für eine der "Big Five"-Gesellschaften (damals waren es noch fünf) gefallen. Über meinen Referendarskollegen hatte ich schon sehr viel Positives über KPMG gehört. Außerdem war ich über meine Tätigkeit als Rechtsanwältin Mitglied in einem Businessclub, in dem sich auch KPMG engagiert hat. Hierüber kam es zum gemeinsamen Besuch eines Fußballländerspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden mit dem damaligen Niederlassungsleiter von KPMG Düsseldorf und zwei Steuerpartnern aus den Niederlanden. Deren lockerer und sehr kollegialer Umgang miteinander hat mich damals sehr beeindruckt. Daher fiel meine Entscheidung dann sehr schnell zugunsten von KPMG. Ausschlaggebend war neben dem erkennbar guten Betriebsklima unter anderem die interne und auch externe Ausbildung, auf die hier sehr viel Wert gelegt wird, sowie die sehr großzügige Unterstützung beim Steuerberaterexamen. Wo sind die Schnittstellen zwischen Ihrem Studium und Ihrer jetzigen Tätigkeit? Eine Schnittstelle besteht sicherlich darin, dass man als Jurastudent gelernt hat, mit Gesetzen zu arbeiten und Urteile zu lesen. Auch strukturiertes Vorgehen wird Juristen ja allgemein gerne nachgesagt. Das alles sind Fähigkeiten, die ich bei meiner täglichen Arbeit benötige. Da ich weniger mit der Erstellung von Steuererklärungen beschäftigt bin, sondern im wesentlichen so genannte Sonderarbeiten mache, kommt es mir außerdem zugute, dass ich in meinem Studium gelernt habe, Gutachten zu erstellen. Was war bisher Ihr spannendster Fall/Ihr spannendstes Projekt? DEN spannendsten Fall/DAS spannendste Projekt fällt mir schwer zu benennen. Es gab aber eine Vielzahl interessanter Projekte. Spannend ist es zum Beispiel, einen Mandanten bei einer Betriebsprüfung zu unterstützen und in diesem Rahmen eine Verteidigungslinie gegen den Ansatz der Finanzverwaltung aufzubauen und durchzusetzen. Genauso spannend ist es aber auch, einen Mandanten von der Gründung einer Gesellschaft an steuerlich zu begleiten und mit ihm zu wachsen, insbesondere wenn es zum Erwerb anderer Gesellschaften kommt, die in den bestehenden Unternehmenskreis integriert werden müssen. Ich persönlich habe außerdem eine Vorliebe für das internationale Steuerrecht, wobei mir hier besonders die Zusammenarbeit mit ausländischen KPMG-Kollegen Spaß macht. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? Einen typischen Arbeitsalltag gibt es insoweit nicht als es immer darauf ankommt, an welchen Projekten ich gerade arbeite. Prinzipiell bin ich aber eher im Büro als unterwegs, was ein wesentlicher Unterschied zu unseren Kollegen aus den Bereichen Audit und Advisory ist, die einen Großteil ihrer Arbeitszeit vor Ort beim Mandanten sind. Grundsätzlich sieht mein Arbeitsalltag so aus, dass ich steuerliche Fragen, die entweder vom Mandanten, von Kollegen aus Audit und Advisory gestellt werden prüfe und beantworte. Hinzu kommt die Tätigkeit für ausländische KPMG Kollegen, deren Mandanten auf dem deutschen Markt tätig sind oder werden. In vielen Fällen, wie zum Beispiel im Fall von Gesetzesänderungen (Stichwort "Unternehmensteuerreform"), gehen wir auch aktiv auf die Mandanten zu, um zu untersuchen, welche Auswirkungen die Gesetzesänderung für das Unternehmen hat. Zwar gibt es natürlich auch einen Anteil von "Schreibarbeiten", wesentlicher Bestandteil meiner täglichen Arbeit ist aber der regelmäßige Kontakt mit dem Mandanten, sei es per E-Mail, telefonisch oder in persönlichen Gesprächen. Als Managerin sehe ich darüber hinaus die fachliche Anleitung und Diskussion mit den Kollegen vor Ort als prägendes Element meiner Tätigkeit. |
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Welche Position bekleiden Sie bei KPMG und welche Aufgaben sind mit dieser Position verbunden? Ich bin seit 2007 Geschäftsführer der neu gegründeten KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft mbH. Diese Gesellschaft hat ihren Sitz in Stuttgart und unterhält Zweigniederlassungen an allen größeren Standorten unserer Kooperationspartnerin, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Davor war ich Partner und Niederlassungsleiter für den Geschäftsbereich Tax der KPMG in Stuttgart. Als Geschäftsführer habe ich natürlich eine umfassende Leitungsfunktion, aber in der Anfangsphase des Aufbaus einer bundesweit tätigen Kanzlei liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit eindeutig auf dem Recruiting und auf dem Schaffen effizienter organisatorischer Strukturen. Insbesondere das Recruiting ist für ein Geschäft wichtig, bei dem die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter der nahezu alleinige Erfolgsfaktor ist. Hier kommt es – gerade in der Startphase – darauf an, Berufskolleg(inn)en zu gewinnen, die neben herausragender fachlicher Qualifikation vor allem über Teamfähigkeit und – wenn wir über Leitungspositionen in der Rechtsanwaltsgesellschaft reden – auch über Begeisterungs- bzw. Motivationsfähigkeit und Akquisitionsstärke verfügen, die sich insbesondere in einer starken Mandantenorientierung der Tätigkeit niederschlägt. In welchen Bereichen ist die KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft tätig bzw. welche Studien- bzw. Interessenschwerpunkte sollte ein Jurist/eine Juristin mitbringen? Die eindeutigen Beratungsschwerpunkte der KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft stellen die Bereiche Gesellschaftsrecht und M&A dar, und zwar mit den jeweiligen steuer- und bilanzrechtlich relevanten Bezügen. Gerade in diesen Bereichen, d.h. den Schnittstellen des Gesellschafts-, Steuer und Handelsbilanzrechts können wir unseren Mandanten einen signifikanten Mehrwert bieten. So ist es möglich, z.B. im Bereich Post-Merger-Integration oder bei Konzernumstrukturierungen den rechtlich risikoarmen Weg des Zusammenschlusses zugleich auch noch steuerlich und bilanziell zu beraten. Dies ist mit immensen Effizienzvorteilen für unsere Mandanten verbunden. Daneben wird unser Bereich Financial Services, der strukturierte Finanzierungen (Projekt-, Immobilien- und Akquisitionsfinanzierungen), die Konzeption, Strukturierung und den Vertrieb geschlossener Fonds sowie das Bank- und Versicherungsaufsichtsrecht einschließlich des Kapitalanlagerechts und Investmentrechts umfasst, einen Schwerpunkt bilden. Ferner haben das Arbeitsrecht sowie das Öffentliche Recht eine große Bedeutung. Sehr gute Ein- und Aufstiegschancen haben daher Kolleginnen und Kollegen mit den vorgenannten fachlichen Schwerpunkten. In der Regel kommt man in der Ausbildung mit Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht oder dem Öffentlichen Recht in Berührung. Seltener sind Rechtsanwälte, die auch über Grundkenntnisse im Steuerrecht oder Bilanzrecht verfügen. Dies ist in der Regel nur der Fall, wenn sie entweder ein Grundstudium der Betriebswirtschaftslehre oder während des Rechtsreferendariats eine Station z.B. beim Finanzamt oder einer Wirtschaftsprüfungs- oder Steuerberatungsgesellschaft absolviert haben. Solche Ausbildungsstationen oder auch einschlägige Praktika in Unternehmen schaden aber nie, wecken oder vertiefen diese doch das heute so wichtige und von unseren Mandanten auch eingeforderte wirtschaftliche Verständnis. Aufgrund unserer stark international ausgerichteten Tätigkeit wird man auch nicht auf verhandlungssichere Fremdsprachenkenntnisse, insb. in Englisch, verzichten können. Auslandspraktika, eine Auslandsstation im Rahmen des Referendariats oder – optimalerweise – ein LL.M.-Studium dokumentieren die sprachlichen Fähigkeiten in der Regel. Welches sind die Besonderheiten des Arbeitens in der KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft? Das Arbeiten in der KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft unterscheidet sich prinzipiell nicht vom Arbeiten in einer sonstigen Kanzlei internationalen Zuschnitts. Im Vordergrund steht für uns die herausragende Qualität der rechtlichen Beratung. Eine Besonderheit ergibt sich in der Praxis daraus, dass wir mit KPMG kooperieren. Dies bedeutet, dass unsere Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen häufig in Teams mit Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Unternehmensberatern arbeiten. Dies macht die Arbeit interessanter und öffnet neue Horizonte und auch Geschäftsfelder, setzt aber auch eine ausgeprägte Teamfähigkeit voraus. Mit der Zeit – so glaube ich – eignen sich diese Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen ein immenses Schnittstellenwissen oder – ganz allgemein gesprochen – ein breites wirtschaftliches Verständnis an, das sie in besonderem Maße in die Lage versetzt, geschätzter Ansprechpartner von Mandanten zu sein. Hinzu kommt meist eine bestimmte Branchenfokussierung. Ich denke, gerade für Juristen, die neben ihrem fundierten Fachwissen über eine solche Zusatzqualifikation verfügen, ergeben sich auf dem Arbeitsmarkt hervorragende Karrierechancen. Wie sind momentan die Einstiegschancen für Juristen bei der KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft? Die Einstiegschancen bei der KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft sind hervorragend. Obwohl wir schon für die meisten Standorte einen erfahrenen Standortleiter gefunden haben, suchen wir nach wie vor für alle unsere 15 Standorte Juristinnen und Juristen mit bis zu acht Jahren Berufserfahrung. Gerade wenn man in der Aufbauphase dabei ist, kann man sich persönlich sehr stark einbringen und die Praxis am jeweiligen Standort noch mit gestalten. Auch wird durch das erwartete überdurchschnittliche Wachstum in allen unseren definierten Schwerpunktbereichen eine ebenso überdurchschnittliche Karriere möglich sein. Wichtig für den Einstieg bei uns ist neben überdurchschnittlich guten Abschlüssen auch eine überzeugende Persönlichkeit. Deshalb legen wir auch auf das Bewerbungsgespräch viel Wert. Ab und zu habe ich Bewerber mit hervorragenden Noten, der Vorstellungstermin offenbart dann aber Defizite in der Persönlichkeit des Bewerbers, sei es, dass er sehr unsicher auftritt oder allgemein Kommunikationsdefizite hat. Hier kommt es natürlich immer auf den Einzelfall an, aber kommt es zur Einstellung, bieten wir ein sehr umfangreiches Programm zum Training der wichtigsten sog. Softskills. Insoweit wird eine Menge getan, um auch die Persönlichkeit der Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen weiter zu entwickeln. |
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