|
|
 |
von Heike Helfenstein
Bosch
Die Schwaben sind ja bekanntlich alle mit einem besonderen Tüftler-Gen ausgestattet. Auch Robert Bosch besaß dieses Gen: Vor mehr als hundert Jahren eröffnete er seine "Werkstätte für Feinmechanik und Elektrowerkzeuge". Bald entwickelte sich die Werkstatt zu einem wichtigen Partner der neu entstandenen Automobilindustrie.
Heute ist Bosch der weltweit größte Hersteller von Kraftfahr- zeugtechnik. Rund 242.000 Mitarbeiter arbeiten in den drei Unternehmensbereichen Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter- und Gebäudetechnik. Mit seinen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften ist das Unternehmen rund um den Globus in 50 Ländern präsent.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Inside Bosch Fragen an Bosch? Andere e-fellows treffen, die sich für Bosch interessieren? Einfach der Bosch-Gruppe in der Community beitreten. |
 |
 |
 |
 |
|
Die "Crème de la Crème" der Forschung
Schwieberdingen. Ein kleiner Ort gleich hinter Stuttgart, mitten im Schwabenland. Dort liegt der weltweit größte Entwicklungs- standort von Bosch. Was machen die Mitarbeiter dort, die von sich behaupten, die "Crème de la Crème" der Forschung zu sein? Die mit rund 2.800 Patentanmeldungen jährlich der zweitgrößte Anmelder in Deutschland sind? Sie arbeiten zum Beispiel an Multi-Layer-Hybriden, die zur Steuerelektronik des ABS gehören. Oder erfinden den Airbag, ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) oder auch Druckerköpfe für Tintenstrahl- drucker. Einige arbeiten an Projekten, die erst in fünf oder zehn Jahren auf dem Markt sein werden und daher noch einer strengen Geheimhaltung unterliegen. Alle scheinen hochmotiviert, engagiert und würden keine Sekunde zögern, den Satz "Wir gehören zur Spitze der Technologie-Entwicklung" zu unterschreiben.
"Sicher, sauber, sparsam"
Seit 1969 gilt das Bosch-Motto als oberste Prämisse aller Tätigkeiten im Unternehmen. Wobei die Sparsamkeit bei Bosch nicht nur von einer schwäbischen Tugend abgeleitet werden kann. Sie rührt auch von den besonderen Eigentumsverhält- nissen: Anteilseigner ist zu 92 Prozent die Robert Bosch Stiftung (acht Prozent gehören der Familie). Die Dividende der Bosch GmbH fließt anteilig in diese Stiftung zurück, die damit gemeinnützige Zwecke finanziert. So werden zum Beispiel Hochschulen, Stipendien und internationale Beziehungen gefördert. Das Unternehmen finanziert sich also aus sich selbst heraus - verschwenderisch mit Geld umzugehen war damit seit jeher unangebracht.
Prämien für Erfinder
"BeQIK" lautet ein weiteres Motto. Es heißt für die Boschler nicht nur: Sei flink, sondern steht auch für die Abkürzung "Qualität, Innovation und Kundenorientierung". Für Erfindungen und Verbesserungsvorschläge gibt es regelmäßig Prämien. Doch nicht nur die monetären Anreize sind es, die bei Bosch zu großen und kleinen Erfindungen führen: Alle Mitarbeiter betonten im Gespräch mit e-fellows.net, dass neue Ideen stets diskutiert werden und auf fruchtbaren Boden fallen.
Einige Fakten zum Technischen Zentrum in Schwieberdingen:- Der Standort Schwieberdingen ist weltweit Boschs größter Entwicklungsstandort: 5.000 Mitarbeiter arbeiten dort.
- Der Anteil der Naturwissenschaftler und Ingenieure unter den Mitarbeitern ist ausgesprochen hoch. So arbeiten rund 2.700 Ingenieure in Schwieberdingen. Den größten Anteil (fast die Hälfte) nehmen Maschinenbauer ein, dicht gefolgt von den E-Technikern.
- Fünf Geschäftsbereiche bietet der Standort: Benzin- systeme, Automobilelektronik, Energie- und Karosseriesysteme, Antriebs- und Steuerungstechnik sowie Forschung und Vorausentwicklung
- Den Arbeitsplatz wechseln und im Unternehmen bleiben: In Schwieberdingen nutzen rund 10 Prozent der Mitarbeiter jährlich diese Option.
 |
 |
 |
 |
Interview mit Uwe Korb, 45, Personal- leitung Geschäftsbereich Benzin- systeme und Leiter Personalabteilung Schwieberdingen
Von Haus aus ist Uwe Korb Kaufmann. Nach einer Lehre studierte er in Mannheim BWL. Seit 1987 arbeitet der gebürtige Pfälzer nun an verschiedenen Standorten für Bosch "im Dienste der Technik".
Gibt es den typischen Boschler? Korb: "Ja, den gibt es. Eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen und den Aufgaben ist typisch. Viele von uns sind stolz darauf, ein Boschler zu sein und zeigen dies auch außerhalb des Unternehmens." Und was fällt dem Hanseaten zum Klischee der schwäbischen Sparsamkeit ein? "Das bewahrheitet sich. Jedoch aus gutem Grund: Der Gedanke 'Wir müssen das Geld zusammenhalten' und mit strategischer Weitsicht gezielt für Zukunftsthemen einsetzen, prägt das Unternehmen bis heute." |
 |
 |
 |
 |
 |
e-fellows.net fragt, Uwe Korb antwortet:
Die Unternehmenskultur bei Bosch macht aus...
"... dass wir uns auf Spitzenleistungen weltweit verpflichtet haben."
"... dass wir zu unserem Wort stehen."
Ein Berufsanfänger sollte bei uns anfangen, weil...
"... strategische Weitsicht, Innovationskraft und effiziente Prozesse garantieren, dass wir auch künftig Spitzenleistungen erbringen und damit ein erfolgreicher Arbeitgeber sind."
"... weil unsere globale Präsenz sowie eine auf einer systematischen und konsequenten Personalarbeit beruhenden Mitarbeiterentwicklung hervorragende Karrieremöglichkeiten weltweit bietet."
An meinem Beruf mag ich besonders...
"... dass ich einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens leisten kann."
".. die Innovationskraft der Boschler auch in nicht echnischen Bereichen, wie zum Beispiel im Personalwesen, immer wieder beeindruckend ist und uns nach vorne bringt."
|  |

|