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Hertie School of Governance
Studierende der Hertie School of Governance; Foto: David Ausserhofer

Hertie School of Governance

Master of Public Policy (MPP)

Der zweijährige englischsprachige Master of Public Policy ist das Paradestück der Hertie School of Governance. Er richtet sich an Absolventen der Wirtschafts-, Rechts- und Politikwissenschaften. Teilnehmer lernen, sich sicher auf und zwischen dem öffentlichen, privatwirtschaftlichen und zivilen Sektor zu bewegen. Daher ist der MPP ein ausgezeichnetes Sprungbrett für Führungspositionen im öffentlichen Dienst und in internationalen oder Nichtregierungs- organisationen.

"Public Policy" ist ein interdisziplinäres staatswissenschaftliches Fach. Es behandelt Fragestellungen im Spannungsfeld von Wirtschaft, Gesellschaft und Recht. Der Master of Public Policy beschäftigt sich also mit Wirtschafts- und Ordnungspolitik im weiteren Sinne. Dabei vertritt der MPP einen so genannten "trisektoralen" Ansatz: Er bezieht neben dem öffentlichen und privatwirtschaftlichen auch den zivilen Sektor mit ein.

Wieso ein Master of Public Policy?
Um den großen makrostrukturellen Veränderungen erfolgreich zu begegnen, bedarf es nicht nur einer Reform der politischen Institutionen. Auch das Führungspersonal im öffentlichen Sektor braucht eine bessere und vor allem berufsspezifischere Ausbildung. Denn in der Ministerialbürokratie herrschen noch immer recht traditionelle Verhältnisse: Juristen sind deutlich in der Überzahl, wodurch Standpunkte anderer Disziplinen nur selten Berücksichtigung finden, und nach oben kommt oft leichter, wer das richtige Parteibuch besitzt. Dass dies ein Manko ist, haben die Ministerien mittlerweile verstanden und beginnen, sich auch für andere Karrierepfade zu öffnen.

Ein Studiengang, der eine wichtige Lücke schließt
Doch erstklassige universitäre Ausbildungsangebote für Nachwuchskräfte im öffentlichen Sektor waren bis vor wenigen Jahren in Deutschland noch Fehlanzeige - ganz im Gegensatz zum Ausland, wo Hochschulen wie die Sciences Po in Paris oder die John F. Kennedy School of Government in den USA längst als exzellente Schmieden für Führungskräfte im öffentlichen Bereich anerkannt sind. Der Master of Public Policy der Hertie School schließt nun auch in Deutschland diese Lücke.

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0 Grundzüge des Studiengangs 0
  1. Praxisorientiertes Studium: Die HSoG möchte Forschung und Anwendung sowie Wissenschaft und Politik verbinden. Die Lehre ist daher stark fallstudienorientiert ausgerichtet. Um den späteren beruflichen Alltag meistern zu können, wirst du außerdem in Verhandlungs- und Mediationstechniken geschult. Darüber hinaus sind ein Student Project im zweiten Studienjahr und ein Praktikum vorgesehen.

  2. Integrierte Workshops: Durch das ganze Studium hindurch nimmst du regelmäßig an so genannten "integrated workshops" teil. Dort machen dich Gastdozenten von potenziellen zukünftigen Arbeitgebern mit Problemstellungen aus dem Alltag ihrer Organisation vertraut und simulieren mit die Entscheidungssituationen.

  3. Trisektoraler Ansatz: MPP-Studenten sollen vor allem eines lernen: Über den Tellerrand der eigenen Disziplin und des eigenen Sektors hinauszublicken. Deshalb liegt ein besonderer Schwerpunkt auf sektorübergreifenden Problemlösungen wie Public-Private Partnerships oder Transnational Self-Governance.

  4. Renommierte Faculty: Die ersten elf ordentlichen Professoren und rund zehn Adjuncts sind zum größten Teil international angesehene Politik-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler. Ein unabhängiges Berufungsgremium hat die Mitglieder der Faculty aus über 700 Bewerbungen aus 52 Ländern ausgewählt.

  5. Hochkarätige akademische Partnerschaften: Das internationale Netzwerk der HSoG wächst. Doch es kann sich schon heute sehen lassen. Auslandssemester sind möglich an folgenden Hochschulen:
    • School of International & Public Affairs (SIPA) an der Columbia University (New York)
    • London School of Economics and Political Science (LSE)
    • Sciences Po (Paris)
    • Georgetown Public Policy Institute
    • Maxwell School of Syracuse University

  6. Institutionelle Partnerschaften: Die Hertie School unterhält Kooperationsprogramme mit vielen hochrangigen Institutionen, darunter das Auswärtige Amt oder andere Ressorts der Bundesregierung. Ein Teil der MPP-Studenten kann beispielsweise das Studium um ein Jahr aussetzen, um in dieser Zeit Arbeitserfahrung bei der Bundesregierung zu sammeln.

  7. Attraktive Stipendien: Die Hertie School wählt ihre Studenten ausschließlich nach ihren Qualifikationen aus. Wer finanziell nicht in der Lage ist, die Studiengebühren zu bezahlen, kann eine der zahlreichen Finanzierungshilfen in Anspruch nehmen.

  8. Internationale Studienatmosphäre: Die Hälfte der Studierenden stammen aus dem Ausland. Dazu kommt das Flair von Berlin, einer internationalen Metropole.

  9. Career Service: Ein professioneller Karriereberatungs-, Job- und Praktikavermittlungs- service unterstützt dich bei Praktikumsauswahl und Berufsplanung.

  10. Alumni-Netzwerk: Absolventen können über die Alumni-Plattform in Kontakt bleiben und ihr berufliches Netzwerk stärken.


Studieninhalte und Ablauf

Erstes Jahr: Fünf "U-" und drei "C-Courses", wobei U für "understanding" und C für "changing" steht:
  • U1: The Development of Governance
  • U2: Applied Qualitative & Quantitative Methods
  • U3: Applied Economic Analysis
  • U4: States and Markets
  • U5: Governance and Law
  • C1: Governance in the 21st Century
  • C2: Negotiation/Mediation/Political Communication
  • C3: Political & Financial Management
In der Sommerpause nach dem ersten Jahr absolvierst du ein mindestens sechswöchiges Praktikum.

Zweites Jahr: Du spezialisierst dich in insgesamt acht Kursen deiner Wahl. Daneben kümmerst du dich in erster Linie um dein "Student Project", das die Grundlage für deine Abschlussarbeit (Thesis) bildet. Diese soll auf deinen Erfahrungen bei der Institution aufbauen, wo du dein Praktikum absolviert hast. Dort reichst du die Abschlussarbeit am Ende auch ein.


Studienvoraussetzungen

Erster Studienabschluss, idealerweise in den Rechts-, Politik- oder Wirtschaftswissenschaften sowie nachgewiesene Englischkenntnisse. Anerkannt werden: Cambridge ESOL: CPE (C), CAE (B), IELTS (7.0), oder TOEFL (PBT 600, CBT 250, IBT 100).


Bewerbung

Für den Studienstart im September 2009 kannst du dich bis zum 2. März 2009 bewerben. Zulassungskriterien sind dabei ausschließlich deine akademischen und persönlichen Qualifikationen. Das Auswahlverfahren umfasst zwei Stufen:

Online-Bewerbung:
Neben den üblichen Bildungs-, Arbeits- und Sprachnachweisen reichst du folgende Unterlagen in jeweils englischer Sprache ein:
  • tabellarischer Lebenslauf (nicht länger als zwei Seiten)
  • Motivationsschreiben (500-800 Wörter)
  • zwei akademische Schreibproben (jeweils etwa 1.000 Wörter)
  • zwei oder drei Empfehlungsschreiben (nach einer Vorlage im Anmeldeformular
Interview:
Das Interview findet am Telefon oder vor Ort in Berlin statt und dauert etwa 30 Minuten.

Studiengebühren und Finanzierung

Bestehst du das Bewerbungsverfahren, erhältst du den Zulassungsbescheid. Erst dann erteilst du Auskunft über deine finanziellen Möglichkeiten, wenn du an einem Teilerlass der Studiengebühren oder einem Stipendium interessiert bist. Je nach finanzieller Lage kannst du unterschiedliche
Finanzierungshilfen bekommen. Die Studiengebühren betragen 5.000 Euro pro Semester.


Kontakt

Katharina Hauser
Hertie School of Governance gGmbH
Schlossplatz 1
10178 Berlin
Telefon: +49 (0)30 21 23 12 -111
Fax: +49 (0)30 21 23 12 -999
E-Mail: hauser@hertie-school.org
www.hertie-school.org


Im Porträt: Programmteilnehmer


Joachim Schmitz
Joachim Schmitz (Jahrgang 1978) studiert zurzeit den Master of Public Policy im zweiten Jahr. Davor absolvierte er einen Master in International Economics an der Universität Maastricht und arbeitete daraufhin zwei Jahre lang in Genf bei der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO), einer Sonderinstitution der Vereinten Nationen.

"So nah dran am Dozenten war ich noch nie."

Du hast bei einer Organisation der Vereinten Nationen gearbeitet. Da sind viele mit ihren Träumen doch eigentlich bereits am Ziel. Warum also die Entscheidung für den MPP?
Ich wollte schon nach meinem Master in Holland eigentlich einen Aufbaustudiengang im Bereich Public Policy machen. Aber in die USA gehen wollte ich nicht, und hierzulande gab es schlichtweg nichts, was meinen Präferenzen entsprochen hätte. Auch während der Arbeit in Genf habe ich fortwährend die Augen offen gehalten und mich sogar bei einigen Programmen beworben, schließlich aber doch dagegen entschieden. Nur die Hertie School of Governance hat es letztlich geschafft, mich zu überzeugen.

Du hast ja bereits interessante Berufserfahrungen gesammelt. Wie sieht es mit den Kommilitonen aus?
Unsere Gruppe ist sehr heterogen und vor allem sehr international. Da kommen die unterschiedlichsten Berufserfahrungen zusammen: internationale Organisationen, Parteien, Wirtschaft oder Ministerien, alles ist dabei. Deshalb macht der Austausch mit den anderen Studierenden den Studiengang für mich besonders interessant.

Was ist das Besondere am Studium an der Hertie School?
Wie gesagt, die Qualität der Kommilitonen beeindruckt mich jeden Tag aufs Neue. Bemerkenswert finde ich außerdem das Betreuungsverhältnis von Professoren zu Studierenden - so nah dran am Dozenten war ich noch nie. Weiter zu nennen sind die Qualität der Dozenten, die vielen Spezialisierungsmöglichkeiten im zweiten Jahr und vor allem die Verbindung von akademischer Exzellenz und Anwendungsbezogenheit.

Viele Programme behaupten ja mittlerweile von sich, dass sie Theorie und Praxis verbinden. Inwiefern ist der MPP da eine Ausnahme?
Das kann ich wohl am besten mit einem Gegenbeispiel belegen: Während meines ersten Master-Studiengangs in Maastricht habe ich auch ein Jahr an einer Elitehochschule in Paris verbracht. Dort war die akademische Exzellenz zwar gegeben, die Dozenten allerdings sehr distanziert und der Unterricht eher frontal. Hier ist die Hertie School bereits jetzt besser. Zuletzt haben wir die Frage behandelt, warum sich liberale Wirtschaftsreformen meistens einfacher von linken Regierungen denn von konservativen durchsetzen lassen. Der Dozent zeichnet sich dabei dadurch aus, dass er sowohl über außergewöhnliche fachliche Qualifikationen verfügt, als auch Erfahrung in der praktischen Anwendung hat. Gleichzeitig referiert er jedoch nicht nur, sondern entwickelt das Thema mit uns zusammen.

Kannst du interessierten e-fellows Tipps für das Bewerberinterview geben?
Das Interview ist vom Inhalt her ähnlich wie ein normales, von der Atmosphäre her aber ein sehr angenehmes Bewerbungsgespräch. Genau so sollte man sich auch vorbereiten. Zum Beispiel sollte man ein klares Bild davon haben, was man vom Studium an der Hertie School erwartet. Interviewt wurde ich von zwei Professoren und der Leiterin für studentische Angelegenheiten.

Welche Richtung möchtest nach dem MPP einschlagen, und inwiefern glaubst du, dass der Studiengang dir dabei hilft?
Das ist noch lange nicht entschieden, da ich ja noch ein Jahr vor mir habe. Ich könnte mir vorstellen, mich auf soziale Sicherung zu spezialisieren und später etwas in dieser Richtung zu machen. Die Erfahrungen, die ich jüngst bei meinem Praktikum im Bundesfinanzministerium gesammelt habe, werden mir sicher dabei helfen. Angst, nicht das Richtige zu finden, habe ich aber nicht. Da vertraue ich dem sehr guten Career Center und den Professoren mit ihren vielfältigen Kontakten. Die Bereitschaft, unseren ersten Absolventenjahrgang positiv aufzunehmen, ist meiner Meinung nach sehr hoch. Zum Beispiel war letzte Woche Thomas de Maizière, der Chef des Bundeskanzleramtes, hier. Auch er hat uns Mut gemacht und meinte, dass HSoG-Absolventen sehr gute Berufschancen haben werden.
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    "So nah dran am Dozenten war ich noch nie"

    Joachim erzählt, was er am Master of Public Policy besonders findet und gibt Tipps für interessierte e-fellows.
    Hochkarätige Weiterbildung für Führungskräfte: Die Executive Education an der Hertie School of Governance.
    Gesellschafter: Deutsche Telekom AG, McKinsey & Company Inc, Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH
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