EBS Universität für Wirtschaft und Recht
Führungsnachwuchs für die Automobilwirtschaft
Porsche, BMW, Audi - fragt man deutsche Studenten nach ihren Wunsch-Arbeitgebern, steht die Automobil-Branche seit Jahren unangefochten an Platz eins. Doch Studiengänge mit Schwerpunkt Automobilwirtschaft suchte man an deutschen Universitäten vergebens - bis jetzt.
Kontakt
EBS Universität für Wirtschaft und Recht
Gustav-Stresemann-Ring 3
65189 Wiesbaden
Daniel Kagel
Business Development Manager
Telefon:+49 (0)611 7102-1574
E-Mail: daniel.kagel(at)ebs.edu
Internet: www.ebs.edu/master
"Die Automobilindustrie steht vor durchgreifenden Veränderungen und einem großen Innovationsschub. Dazu braucht sie fundiert ausgebildete Fach- und Führungskräfte. Innovative Hochschulen, die Wissen über unsere Branche in neuen Studiengängen anbieten, werden sehr gefragt sein - von den Studierenden ebenso wie von den Unternehmen."
Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung Robert Bosch GmbH
Mit dem "Master in Automotive Management (M.Sc.)" hat die EBS Universität für Wirtschaft und Recht das erste Master-Programm in Deutschland ins Leben gerufen, das Nachwuchsführungskräfte für die Automobilwirtschaft auf universitärem Niveau ausbildet. Dafür kooperiert die EBS eng mit der Automobilindustrie, Verbänden und Politik. Der Master startete zum ersten Mal im September 2010 am neuen Automotive Institute for Management (AIM).
Die Branche steht vor großen Veränderungen
Die Automobilindustrie ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in Deutschland: 330 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete sie 2008. Sie ist einer der größten Arbeitgeber mit rund 750.000 Beschäftigten und ein wesentlicher Innovations-Treiber. Doch die Automobil-Branche steht vor tiefgreifenden Veränderungen: Emissionsschutz, Rohstoffverknappung und gesättigte Absatzmärkte sind nur einige der Schwierigkeiten. Wer sich diesen Herausforderungen stellen will, braucht genaue Branchenkenntnisse und eine fundierte wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung.
Fragen zur EBS in der Community
Inhaltliche Schwerpunkte des Studiengangs
- Einfluss von politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen auf Strategien
- Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung
- Innovative Infrastrukturen für künftige Mobilitätsanforderungen
- Umsetzung von Innovationskraft in Markterfolg
- Mobilitätskonzepte und Technologien der Zukunft
- Anforderungen an Marketing und Brand Management
- Erfolgreiches Gestalten und Management von Distributionskanälen
- Design und Koordination komplexer automobiler Wertschöpfungsketten
Rund 200 Partneruniversitäten
Fester Bestandteil des Programms ist ein Auslandssemester an einer der rund 200 Partnerhochschulen der EBS. Die EBS bietet außerdem die Möglichkeit, einen Doppelabschluss an ausgewählten Partneruniversitäten in den USA, Neuseeland, Australien, Spanien oder Frankreich zu erwerben. Dadurch verlängert sich der Auslandsaufenthalt um ein weiteres Semester.
Besonderheiten
- Spezialisierung in Automotive Management
- enge und aktive Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie, in Form von Workshops, Field Trips, Fallstudienarbeit und Vorträgen
- hohe Lernqualität in kleinen Gruppen
- persönliches Coaching mit Einzelgesprächen
- EBS Career Service Center (Praktika, Messen, EBS Leaders Dialogue)
- starkes Netzwerk mit rund 200 Partneruniversitäten weltweit
- ein Semester Auslandsaufenthalt an einer renommierten Partnerhochschule
- integriertes Pflichtpraktikum
- interessante Jobangebote und Zugang zu EBS-Unternehmenspartnern
Im Profil: Master in Automotive Management
Titel
Master of Science (M.Sc.)
Unterrichtssprache
Englisch
Programmtyp
Vollzeit-Programm
Programmdauer
18 Monate
Akkreditierung
Seit April 2012 ist die EBS EQUIS-akkreditiert.
Studienbeginn
September
Module
- Modul 1: Strategie, Strategische Frühaufklärung und Finanzierung in der Automobilindustrie
- Modul 2: Brand Management und Kundenverhalten
- Modul 3: Mobility Innovation, Forschung & Entwicklung und Technologie Management
- Modul 4: Sourcing und Supply Chain Management in der Automobilindustrie
- Modul 5: Nachhaltigkeit und regulatorische Strategien
- Modul 6: Geschäftsprozesse und Informationsmanagement in globalen Wertschöpfungsketten
- Modul 7: Vertriebskanäle und Vertriebsmanagement
Partner
ADAC, Audi, BMW Group, Bosch, Daimler, Deutsche Post, Land Hessen, MAN, Stadt Frankfurt, Verband der Automobilindustrie, Volkswagen
Studienvoraussetzungen
- ein Bachelor-Abschluss mit 180 ECTS-Punkten
- 10 Wochen Praktika
- TOEFL, IELTS oder vergleichbarer Einstufungstest
- GMAT oder GRE
Bewerbungsunterlagen
Die EBS bietet eine Online-Bewerbung an. Folgende Unterlagen musst du einreichen:
- den vollständig ausgefüllten Bewerbungsbogen
- Zeugnis des zum Master-Studium qualifizierenden Abschlusses
- Auflistung und Beschreibung der Studieninhalte des Erststudiums sowie, sofern vorhanden, Diploma Supplement
- Lebenslauf mit Bild
- Motivationsschreiben
- Praktikumsnachweis
- Nachweis fortgeschrittener Englischkenntnisse (TOEFL, IELTS oder vergleichbarer Einstufungstest)
- GMAT, GRE oder EBScore (internal admissions test)
Studiengebühren
Die Studiengebühren betragen 6.950 Euro pro Semester.
Finanzierung
Erklärtes Ziel der EBS ist es, allen Interessenten unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Situation den Zugang zum Studium zu ermöglichen. Daher unterstützt die Hochschule verschiedene Förderungsmöglichkeiten:
Im Porträt: Managing Director
Dr. Fridtjof Langenhan ist Managing Director am Automotive Institute for Management (AIM). Gemeinsam mit dem akademischen Leiter Prof. Dr. Ronald Gleich baut er seit Frühjahr 2009 Jahr das neue Institut auf.
Die Automobil-Branche steckt derzeit in der Krise. Warum sollte ich dennoch einen Master in Automotive Management beginnen?
Die Krise ist nicht allein eine Krise der Automobilindustrie, außerdem wird sie vorbeigehen. Die Frage ist: Vor welchen dauerhaften, strukturellen Herausforderungen steht die Branche? Das sind ökonomische Herausforderungen, weniger technische. Gutes Management ist darum mehr denn je notwendig. Die Automobilindustrie ist traditionell technikgeprägt. Es besteht die Notwendigkeit, ein größeres Gewicht auf die ökonomischen Fragen zu legen.
Aber es werden doch Arbeitsplätze abgebaut?
Ja, aber qualifizierte Kandidaten mit hohem Entwicklungspotenzial und innovativen Zukunftsideen werden nach wie vor gesucht und eingestellt. In der Automobilbranche wird derzeit auch für nicht rein technische Fragestellungen Ingenieurnachwuchs gesucht, und der ist knapp. Aus unserer Sicht gibt es durchaus Aufgaben, die genauso gut oder besser mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund gemeistert werden können.
Wo gibt es denn noch Wachstumschancen?
Wir haben Wachstumsmärkte wie Indien, China, Osteuropa. Im Moment wird über Elektromobilität diskutiert. In diesem Wandel liegen auch wieder Wachstumschancen. Man muss nicht darauf warten, dass die Krise sich im klassischen Bereich legt, es gibt Felder, die heute schon Wachstumsmärkte sind.
Wie sind die Reaktionen der Industrie auf den neuen Master?
Die Notwendigkeit, Nachwuchs mit profunder Branchenkenntnis auszubilden, wird gesehen. Wir haben das Programm in Zusammenarbeit mit Unternehmen und Personalverantwortlichen der Branche entwickelt, so dass sichergestellt ist, dass wir bedarfsgerecht ausbilden.
Wie engagiert sich die Industrie im Studiengang?
Unsere elf Partner fördern den Studiengang finanziell und durch aktive Kooperationen. Es gibt ein Advisory Board, das uns berät. Es wird Gastdozenten geben, nicht nur aus den Reihen unserer Sponsoren. Wir legen Wert darauf, dass die Studenten mit Leuten aus der Praxis diskutieren, darum organisieren wir Case Studys und Fieldtrips vor Ort. Parallel dazu haben wir einen "Executive Dialog" aufgesetzt, mit vier bis fünf Vorträgen pro Jahr. Die Redner sind auf Vorstandsebene oder eine Ebene drunter. Herr Fehrenbach, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Bosch, macht den Auftakt. Wir erleichtern außerdem den Zugang zu Praktikumsplätzen.
Wieso speziell ein Master für die Automobilwirtschaft – ist nicht vieles, was ich in einem generellen Management-Master lerne, übertragbar?
Selbstverständlich ist ein Teil übertragbar, Marketing, Vertrieb, Logistik brauchen Sie überall. Es geht aber darum, speziell den Branchenfokus reinzubringen. Nehmen wir den Vertrieb: Man operiert in der Triade, in stark wachsenden Märkten wie Indien muss man Vertriebsnetze aufbauen. Und dann natürlich die Zukunftsthemen: Was sind die wesentlichen Zukunftstrends? Rohstoffe etwa, welche gibt es, in welchen Ländern, welche Auswirkungen hat das auf die Branche? Es geht auch darum, die Inhalte mit konkreten Beispielen zu verknüpfen: Wer sind die Player? Auch die Fachsprache der Branche lernen die Studenten.
Wie viele Studenten wird es im ersten Jahrgang geben?
Wir legen Wert auf ein enges Betreuungsverhältnis, schließlich zahlen die Studenten auch Geld für das Studium. Wir gehen davon aus, dass der Master mit knapp 20 Studenten starten wird.
Wem würden Sie den Studiengang empfehlen?
Allen Studierenden, die ein wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt im Bachelor hatten. Sie sollten sich vorstellen können, direkt in der Branche zu arbeiten oder bei einem Serviceunternehmen, zum Beispiel aus der Technologie- und Softwarebranche, für die die Automobilbranche ein wichtiger Kunde ist. Oder auch im Bereich Consulting mit Schwerpunkt Automobil. Wer ein Faible für Auto und Mobilität hat, ist hier richtig. Deutschland ist ein Autoland und die deutschen Premiumhersteller haben einen guten Ruf. Und das Produkt hat eben auch eine besondere Faszination.
