Bosch Rexroth

Führungsnachwuchs im Gespräch

Beim zweijährigen Junior Managers Program von Bosch Rexroth kannst du zwischen sieben verschiedenen Schwerpunkten wählen. Du lernst viele Abteilungen im Unternehmen kennen und bereitest dich auf eine Führungsposition vor. Es gibt viele gute Gründe für diesen Einstieg: individuelle Förderung, ein Budget für Fortbildungsseminare, einen unbefristeten Arbeits- vertrag und die Unterstützung durch einen erfahrenen Mentor.

 

Bosch Rexroth, Trainee-Programm

Özcan Ögut (28) hat bis 2007 Maschinenbau an der Uni Karlsruhe studiert und arbeitete auch als studentische Hilfskraft am Forschungszentrum in Karlsruhe. Nach dem Vordiplom machte er ein Praktikum bei der Robert Bosch GmbH in der ABS-Entwicklung - und wurde danach in das students@Bosch-Förderprogramm aufgenommen. Und weil er und Bosch so gut zusammenpassten, ging er danach noch für ein halbes Jahr nach Japan und arbeitete anschließend als Werkstudent im Marketing bei Bosch in Karlsruhe. Seine Diplomarbeit schrieb er in Charleston, South Carolina, in den USA.

Wieso haben Sie sich für das Junior Managers Program bei Bosch Rexroth entschieden? Wäre auch ein Direkteinstieg in Frage gekommen?
Nach meinem Praktikum bei der Robert Bosch GmbH wurde ich in das students@Bosch-Programm aufgenommen. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass ich dort viele Doktoranden und Teilnehmer des Junior Managers Programs, auch von Bosch Rexroth, kennengelernt habe. Sie haben mir einiges über die verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten erzählt. Auch mit meinem Mentor habe ich darüber gesprochen und überlegt, welche am besten zu mir passt. Dadurch wurde mir klar, dass ich nicht den Direkteinstieg wählen, sondern lieber viele Bereiche im Unternehmen kennenlernen will. Ich habe mich dann bei Bosch Rexroth beworben, weil das fachlich am besten gepasst hat.

 

Bewirb dich für das Junior Managers Program bei Bosch Rexroth.

 

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?

Dadurch, dass ich schon länger im Unternehmen war und mehrere Stationen durchlaufen hatte, konnte ich mir das Assessment-Center sparen. Bosch Rexroth wusste, dass sie mit mir nicht falsch liegen würden. Dafür habe ich in Lohr ein Vorstellungsgespräch mit dem Personalverantwortlichen für das Junior Managers Program geführt. In Elchingen folgte ein weiteres Vorstellungsgespräch mit meinem neuen Mentor und einem Mitarbeiter aus der Personalabteilung. Alle Gespräche mit den Personalern waren darauf ausgelegt, herauszufinden, wie ausgeprägt mein Führungsanspruch ist und was ich mir für meine Karriere vorstelle. Mit dem Mentor unterhielt ich mich mehr über Fachliches, und ob ich ins Team passe.
 

Wie werden Sie auf eine Führungsposition vorbereitet?

Im Junior Managers Program gibt es dazu eine Menge Optionen on und off the job. Ich nehme beispielsweise an Führungsworkshops teil. Dort geht es viel um Selbstreflexion und Führungsstile. Wir agieren wie Schauspieler, schlüpfen in verschiedene Rollen und spielen verschiedene Szenarien durch. Das geht meist über mehrere Tage. Wir bekommen viel Feedback vom Trainer und lernen, uns in verschiedene Sichtweisen reinzudenken.
 

Solche Seminare sind ja recht verbreitet. Gibt es auch noch andere Angebote von Bosch Rexroth?

Ja, zum Beispiel nehmen wir an einem Unternehmensplanspiel teil. Da kommen vier bis sechs Teilnehmer in einer Gruppe zusammen und bilden ein virtuelles Unternehmen. Jedes Team muss gegen andere, auch aus anderen Unternehmen, antreten. Es gibt Vor- und Endrunden. Bei uns lief es bis jetzt ganz gut, wir waren lange auf dem zweiten Platz von 100 Unternehmen. Im Viertelfinale sind wir allerdings "ausgestiegen" - wir waren einfach zu nachlässig. Außerdem finden regelmäßig Treffen statt. Sie sind auch immer eine gute Gelegenheit zum Netzwerken.
 

Und on the job?

Als Teilnehmer am Junior Managers Program ist man ja alle paar Monate in einem neuen Umfeld, muss sich in neue Themen einarbeiten und schnell produktiv sein. Das bringt einen schnell weiter, man lernt eine Menge - über sich und auch fachlich. Und dadurch, dass man bei jeder neuen Station auch einen neuen Chef hat, kann man dessen Führungsstil studieren, sich anschauen, wie er in welcher Situation reagiert und handelt. Was mir persönlich auch viel gebracht hat, ist, dass man immer als vollwertiger Kollege und Mitarbeiter angesehen wird, auch wenn man nur ein paar Monate in der Abteilung oder im Werk ist.
 

Welche Stationen haben Sie in Ihrem Programm durchlaufen?

Angefangen habe ich im Mai 2007 in Ulm-Elchingen. Da war ich sieben Monate in der Entwicklung hydraulischer Hybridsysteme. Danach war ich für sechs Monate in Detroit im Marketing und Vertrieb. Anschließend ging es für vier Monate nach Witten in die Getriebeentwicklung und danach zu einem Joint-Venture von Samsung und Bosch nach Stuttgart, in dem wir uns mit der Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien für Hybridantriebe beschäftigten. Meine letzte und jetzige Station ist in Horb am Neckar. Ich assistiere dem Projektleiter bei der Entwicklung einer Axialkolbenpumpe.
 

Ist es nicht schwierig, alle paar Monate woanders zu leben?

Jein. Diese ständigen Wechsel sind natürlich nicht einfach. Schön ist aber, dass man überall, wo man hinkommt, schon Freunde hat. Zum einen kennt man ein paar Kollegen schon aus anderen Stationen oder gemeinsamen Seminaren und Workshops, und zum anderen sind die Kollegen wirklich nett und offen. Sie laden einen abends zum Bier ein, zeigen einem die Stadt und geben Tipps.
 

Bosch Rexroth legt viel Wert auf ein angenehmes Arbeitsklima - können Sie das bestätigen?

Ja, das kann ich auf jeden Fall bestätigen, und das merke ich vor allem auch als Teilnehmer am Junior Managers Program. Es gibt zahlreiche Mitarbeiter-Clubs zum Sporteln, für Hobbys und so weiter. Da fällt es leicht, schnell Anschluss zu finden.
 

Was planen Sie nach dem Junior Managers Program?

Ich werde wahrscheinlich zurück in die Entwicklung gehen. Was ich aber genau machen werde, weiß ich noch nicht. Dazu kann ich mich aber noch mal mit meinem Mentor zusammensetzen. Er hat schon oft mit mir meine Situation analysiert und wertvolle Tipps gegeben. Daher bin ich sehr zuversichtlich, dass wir auch dieses Mal das Richtige für mich finden werden.


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