Ins kalte Verhandlungswasser

Richard Röder (25)

Richard (25) studiert Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School in Hamburg. Clifford Chance kannte er bisher nur durch einen Stand auf einer Absolventenmesse. Beim Workshop "Real Estate Finance" konnte er die Anwälte, die Arbeit als Anwalt und die Unternehmenskultur näher kennen lernen.


Titel und Thema der Veranstaltung
Young Lawyers Event, Workshop: Real Estate Finance

Wo und wann die Veranstaltung stattfand
14./15. Juni 2007, Büro in Frankfurt am Main

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
23 Studierende als Teilnehmer
Kanzleivertreter: Partner: Arne Klüwer, Oliver Kronat, Beda Wortmann, Jörn Stobbe. Counsel: Elisabeth Wagner. Associates: Ralf Verwiebe, Christian Trenkel, Frank Schwem, Stefan Schramm, Kerstin Schaepersmann, Johannes Richtberg, Thomas Reischauer, Katja Lennig, Kristina Dudde, Melissa Bach. Human Resources: Wolf Kahles, Annette Maaßen, Herbert Weiß, Karin Wenz.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Clifford Chance war mir bis zu diesem Zeitpunkt nur durch einen Stand auf einer Absolventenmesse bekannt. Von der Teilnahme am Workshop hatte ich mir versprochen, die Anwälte, das Arbeitsumfeld und die Stimmung im Unternehmen näher kennen zu lernen. Außerdem war die Chance, einen mir noch unbekannten Bereich juristischer Tätigkeit - dem der internationalen Immobilientransaktionen - in einer Case-Study zu erleben, sehr reizvoll.

Wie die Veranstaltung abgelaufen ist
Der Workshop war insgesamt in zwei große Blöcke eingeteilt. In jedem Block gab es zu Beginn eine kompakte Einführung in das jeweilige Thema und anschließend eine simulierte Verhandlungssituation, bei der sich die Teilnehmer in die Verhandlungspositionen eindenken und diese vertreten mussten.

Der Immobilienkaufvertrag
Der erste Block beschäftigte sich mit der Ausarbeitung und Verhandlung eines Immobilienkaufvertrages für eine fiktive Gewerbeimmobilie in Frankfurt. Dazu gab es für alle Teilnehmer Informationen über Beschaffenheit der Immobilie und zum Zustand des Gesamtmarktes für Gewerbeimmobilien. Darüber hinaus hatte jede Seite nur für sie bestimmte Zusatzinformationen, die wir bei der Verhandlung des Kaufvertrages berücksichtigen mussten.

Heikle Punkte beim Verhandeln
Im zweiten Block stand das Treffen der Käuferseite mit der finanzierenden Bank an. Dabei gestalteten sich die Verhandlungen für uns einfacher als beim Kaufvertrag. Denn die Interessen lagen beim Finanzierungsvertrag näher zusammen als beim Kaufvertrag. Nach den Verhandlungen der einzelnen Verträge präsentierten wir unsere Ergebnisse. Dabei erklärten uns die anwesenden Anwälte die besonders neuralgischen Punkte.

Ins kalte Wasser
Der Lerneffekt war für uns vor allem dadurch groß, dass wir buchstäblich in das kalte Wasser einer Verhandlungssituation geworfen wurden. Dadurch war das Aufmerksamkeitslevel natürlich stark erhöht und wir konnten uns in die Situation eines Wirtschaftsanwalts hineinfühlen.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Allen angehenden Juristen, die Spaß am Zivilrecht haben und sich für die Tätigkeit in einer internationalen Anwaltskanzlei interessieren.

Mein persönliches Fazit
Insgesamt war ich von der Veranstaltung begeistert. Statt aus drögen Vorträgen bestand ein Großteil der Veranstaltung aus intensiven simulierten Verhandlungen mit Kommilitonen und Anwälten, die durch interessante, kompakte und praxisnahe Erläuterungen vorbereitet waren. Auch das großzügig gestaltete Rahmenprogramm trug zu einem gelungenen Workshop bei, der den Titel Top-Event verdient.

 

 

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