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Auf Hawaii anderen Wissenschaftlern begegnen

Hawaii, Regenbogen, Ausland [Quelle: freeimages.com, Autor: chrismo52]

Quelle: freeimages.com, chrismo52

Wie optimiert man das Zusammenspiel von Unternehmensprozessen und IT-Systemen? Bei einem Forschungsaufenthalt entdeckte e-fellow Matheus sein Interesse für die Wissenschaft und promoviert seitdem an der TU München. Vor allem die Konferenz in Hawaii in seinem ersten Promotionsjahr ist ihm im Gedächtnis geblieben.

Wann und warum hast du dich für eine Promotion entschieden?

Zu Beginn meines Studiums war eine Promotion kein Thema, da ich vorhatte, in der Industrie zu arbeiten. Erst bei einem Forschungsaufenthalt während meiner Master-Arbeit habe ich gemerkt, wie interessant und vielfältig wissenschaftliches Arbeiten sein kann. Das gab mir die Motivation, mich tief in ein Themengebiet einzuarbeiten. Von Anfang an war für mich jedoch klar, dass ich praxisnah in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen promovieren wollte. Diese Voraussetzungen sind an meinem jetzigen Lehrstuhl gegeben.

Wie bist du auf deinen Professor und deine Uni gestoßen?

Ich bin am Lehrstuhl für Software Engineering betrieblicher Informationssysteme (sebis) an der TU München bei Professor Matthes. Auf den Lehrstuhl wurde ich erst aufmerksam, nachdem ich mich bereits für eine Promotion entschieden hatte. Mich hat die enge Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen gereizt. Außerdem befasst sich der Lehrstuhl, neben Themen der Wirtschaftsinformatik, auch mit technischen Fragen. Diese Kombination interessiert mich besonders.

Wie hast du dich beworben?

Auf der Seite des Lehrstuhls bin ich auf eine Stellenausschreibung gestoßen. Vor meiner Bewerbung habe ich einige wissenschaftliche Mitarbeiter kontaktiert, um weitere Informationen zu erhalten. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch im Ausland gearbeitet habe, fand das initiale Bewerbungsgespräch mit Professor Matthes per Telefon statt.

Kannst du dein Thema in ein paar laientauglichen Sätzen erläutern?

Wir analysieren, planen und steuern das Zusammenspiel von komplexen Unternehmensprozessen und den unterstützenden IT-Systemen. Hierfür verwenden wir Architekturmodelle, die diese Zusammenhänge darstellen. Ausgehend von dem aktuellen Zustand wird die schrittweise Weiterentwicklung der Unternehmensarchitektur geplant. Dieses Zielbild orientiert sich an den langfristigen Leitlinien und der IT-Strategie des Unternehmens.

In meiner Forschungsarbeit geht es darum, wie innovative Werkzeuge für das Management der Architekturmodelle verwendet werden können. Ziel ist dabei die inkrementelle Entwicklung und Pflege dieser Architekturmodell besser zu unterstützen und die damit verbunden Aufgaben geeignet zu koordinieren.

Wie bist du zu diesem Thema gekommen?

Aufgrund der Erfahrungen aus verschiedenen Praktika und meiner Master-Arbeit hat mich das Thema schon im Vorfeld interessiert. In meinem Fall passte das sehr gut zu der bisherigen Arbeit am Lehrstuhl. Neue Mitarbeiter können das erste Jahr der Promotion zur Orientierung und Themenfindung nutzen. So kann man sich in laufende Industrie- und Forschungsprojekte einbringen und dort mögliche Themengebiete näher kennenlernen. Ich habe beispielsweise eine Konferenz in Hawaii besucht und mich dort mit anderen Wissenschaftlern ausgetauscht. Es ist also nicht zwingend erforderlich, bereits zu Beginn der Promotion ein konkretes Thema zu haben.

Was ist für dich an deinem Promotionsmodell besonders positiv oder negativ?

Positiv hervorzuheben ist die Praxisnähe und die Kooperation mit Industrieunternehmen. Dadurch kann ich neben der Promotion erste praktische Erfahrungen sammeln und bekomme Einblicke in verschiedene Bereiche. Diese Kombination ist aus meiner Sicht einmalig.

Neben der Forschung gibt es allerdings noch den Lehrbetrieb, eine weitere Anforderung während der Promotion. So kann es vorkommen, dass beispielweise im Prüfungszeitraum weniger Zeit für die eigene Forschungsarbeit bleibt.   

Was planst du nach deiner Promotion?

Grundsätzlich kann ich mir mehrere Möglichkeiten vorstellen. Eine anschließende Tätigkeit als Wissenschaftler an der Universität oder einer Forschungseinrichtung ist für mich ebenso interessant wie die Arbeit in einem Unternehmen.

Welche Tipps kannst du anderen (künftigen) Doktoranden mit auf den Weg geben?

Es ist wichtig, sich vorab genau über die künftigen Aufgaben eines Doktoranden an dem jeweiligen Lehrstuhl zu informieren. Neben der Forschungsarbeit fallen meist weitere Aufgaben in der Lehre und in Projekten an. Eine gute Möglichkeit ist es, als wissenschaftliche Hilfskraft oder im Rahmen einer Abschlussarbeit an dem Lehrstuhl einzusteigen.

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