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Promotionsbericht, Hendrik, Rydberg-Atome, Stuttgart

Promotionsbericht, Hendrik, Rydberg-Atome, Stuttgart

Wann und warum hast du dich für eine Promotion entschieden?
 Schon während des Studiums war mir klar, dass ich im Anschluss promovieren möchte. Eine langfristige Wissenschaftskarriere hat mich seit Längerem fasziniert, und auch bei einem Wechsel in die freie Wirtschaft schienen mir die Aufgabenfelder für promovierte Physiker reizvoller zu sein.
 

Wie bist du auf deine Professoren gestoßen?
 Nach meinem Diplom-Studium wollte ich Stuttgart eigentlich den Rücken kehren, da keine der bestehenden Arbeitsgruppen in der theoretischen Physik meinen Vorstellungen entsprach. Auch in der Arbeitsgruppe meiner Diplomarbeit wollte ich nicht weitermachen, obwohl mir die Zeit dort sehr gut gefallen hat. Glücklicherweise erhielt Hans Peter Büchler, Professor für Theoretische Physik, Anfang 2007 einen Ruf an die Universität Stuttgart. Meine Stelle wurde letztlich vermittelt von Tilman Pfau, Professor für Experimentalphysik und Sprecher des Sonderforschungsbereichs (SFB) Transregio 21 "Control of quantum correlations in tailored matter". Ich kannte Professor Pfau schon aus meinem Studium und hatte ihn auch in der Vergangenheit schon mehrmals um Rat gebeten. Im Rahmen einer Kooperation zwischen Prof. Pfaus bestehender experimentellen Gruppe und der neugegründeten Theorie-Gruppe um Prof. Büchler war dann eine Doktorandenstelle zu besetzen.
 

Wie hast du dich beworben?

 Rein mündlich – nach ein paar kurzen Gesprächen mit Prof. Büchler und Prof. Pfau war die Entscheidung gefallen.
 

Erläutere die "Theorie stark wechselwirkender Rydberg-Atome" in ein paar laientauglichen Sätzen.
 In Rydberg-Atomen ist ein Elektron besonders stark angeregt. Das führt zu einigen einzigartigen Eigenschaften - zum Beispiel einem für atomare Verhältnisse riesigen Durchmesser, der bis zu einem Zehntel eines menschlichen Haares betragen kann. Ich beschäftige mich mit den starken Wechselwirkungen, die zwischen mehreren Rydberg-Atomen auftreten. Konkret erforsche ich, wie sich Systeme mit vielen Rydberg-Atomen verhalten. Dabei suche ich auch nach Anwendungsmöglichkeiten, beispielsweise für die Realisierung eines Quantencomputers.
 

Wie bist du auf die Rydberg-Atome gekommen?

 Die mysteriöse Welt der Quantenphysik hat mich schon vor Beginn meines Studiums begeistert. Letztlich war sie für mich ein wichtiger Grund, überhaupt Physik zu studieren. Da Quanteneffekte umso stärker sind, je stärker die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Teilchen sind, bieten Rydberg-Atome ein spannendes Forschungsfeld. Das konkrete Thema legte ich dann letztlich in enger Kooperation mit den bereits bestehenden Experimenten am SFB fest.
 

Was ist für dich an deinem Promotionsmodell besonders bemerkenswert?
 Die Promotion im Rahmen des SFBs bietet mehrere Vorzüge. Ein attraktives Plus ist insbesondere die Möglichkeit, internationale Konferenzen zu besuchen. Zudem finden im SFB regelmäßig interessante Seminare und Kolloquien statt.
 

Auf welche unerwarteten Hindernisse bist du gestoßen, und wie hast du sie bewältigt?
 Als Physiker ist eine gewisse Frustrationstoleranz nicht verkehrt. Auch in der Theorie funktionieren die Dinge oftmals nicht so, wie ich es gerne hätte. Mit etwas Ausdauervermögen und vor allem Kreativität habe ich die Probleme immer in den Griff bekommen.
 

Wie gut betreut dich dein Professor?

 Es könnte nicht besser sein. Als momentan einziger Doktorand in unserer Arbeitsgruppe kann ich mich nicht beschweren.
 

Was planst du nach deiner Promotion?

 Da mir die Arbeit in der Wissenschaft sehr gut gefällt, plane ich nach Abschluss meiner Promotion einen Postdoc-Aufenthalt im Ausland. Langfristig sehe ich meine Zukunft aber in Deutschland.
 

Welche Tipps kannst du anderen Doktoranden mit auf den Weg geben?
 Das Wichtigste ist, dass das Thema euch interessiert und Spaß macht. Dann könnt ihr auch in schwierigen Phasen genügend Motivation aufbringen, um euren Weg erfolgreich zu gehen.

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