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e-fellow gewinnt E-Rallye

Bosch Leidenschaft fürs Auto (Autor: Frank Boston, Quelle: Fotolia.com)

© Frank Boston - Fotolia.com

Unglaublich, was die e-fellows alles machen! Zum Beispiel Alumnus Tim Ruhoff: Der siegte bei der ersten transalpinen Elektroauto-Rallye 'e-miglia' zwischen München und Rovereto, Italien. Vom 3. bis 6. August hat er sich im Team 'Energiebau' mit Teilnehmern aus ganz Europa gemessen und bewiesen, dass echter Fahrspass kein Motorengeheule braucht.

Wie sind Sie darauf gekommen, bei der e-miglia mitzumachen?

Dieses Jahr habe ich die Firma Next Generation Mobility gegründet, die sich damit beschäftigt, Mobilitätskonzepte zu entwerfen und umzusetzen. Bereits als Berater bei Barkawi Management Consultants habe ich mich länger mit E-Mobilität befasst, und nun mit Unterstützung der Beratung das neue Unternehmen gegründet. Ich denke, dass viele in meiner Generation, also auch einige von den e-fellows, das Auto nicht mehr als zwingend notwendig betrachten. Das liegt zum einen daran, dass sich die Infrastruktur verändert hat. Zum anderen hat auch ein Umdenken stattgefunden, das Prestigeobjekt Auto ist längst überholt. 

Wir glauben an diesen Wandel, und uns geht es deshalb darum, den sinnvollsten Einsatz für das E-Auto zu finden. Bei der e-miglia ging es darum, zu zeigen, dass E-Mobilität funktioniert und auch Herausforderungen wie eine Alpenüberquerung meistert. 

Die Vision unserer Firma ist außerdem ein Mobilitätspass, mit dem jeder alle möglichen Verkehrsmittel von Fahrrad bis Flugzeug ohne großen bürokratischen Aufwand nutzen kann. Nutzkomfort und Barrierefreiheit sind das Ziel, dazu müssen die bestehenden Verkehrssysteme sinnvoll vernetzt werden.

Wie lief die Rallye ab?

Wir sind in München gestartet, erster Stop war Füssen. Pro Tag galt es zwei Etappen von je 80 Kilometern zu bewältigen, danach ging es für die Autos an die Ladestation. Das klingt ja an sich nicht beeindruckend, allerdings ging es bei der Rallye auch nicht über eine gerade Autobahnstrecke, sondern über steile Bergpässe. 

Da war man teilweise schon sehr froh über den Gurt. Hier war nicht Geschwindigkeit gefragt. Was zählte, waren Genauigkeit und Gleichmäßigkeit. Wir mussten die Strecken auf eine bestimmte Zeit fahren und möglichst auf die Sekunde genau durch das Ziel kommen. 

Es ging im Prinzip darum, mit seinem Auto eins zu sein. Und die Fahrzeuge waren nicht alles nur Öko-Kisten, unser Tesla Roadster zum Beispiel ist ein sexy Sportwagen.

Was war anders als bei einem gewöhnlichen Autorennen?

Ein großer Unterschied war mit Sicherheit, dass unsere Rallye absolut leise abgelaufen ist. Das ist uns besonders im Hindernisparcours aufgefallen: Als plötzlich ein paar Leute ihre Go-Karts angeschmissen haben, hat uns das fast in den Wahnsinn getrieben. Wir mussten uns ja konzentrieren, um die vorgegebene Fahrzeit exakt einzuhalten.

Was war Ihr persönliches Highlight?

Eine witzige Anekdote war sicher ein kleines Wettrennen, das am dritten Tag von einem Privatsender initiiert wurde. Ein Rennradfahrer sollte gegen unseren Tesla antreten, um den Energieverbrauch zu vergleichen, und das Ganze bei Regen und eisigen Temperaturen auf dem Jaufenpass. 

Der junge Mann auf dem Rad hat ein Höllentempo hingelegt, während einem E-Motorradfahrer dreimal die Batterie versagt hat. Schließlich hat der Rennradfahrer ihn den Rest des Passes auf 2.100 Meter hochziehen müssen, das war schon beeindruckend. Insgesamt hat das Rennen einfach Spaß gemacht, weil es so bunt gemischt und unkommerziell war, da waren Hobby-Bastler genauso vertreten wie Teams, die sich professionell mit Elektroautos befassen. Ehrgeiz und alternative Fortbewegung war hier absolut im Zentrum.

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