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Vom Popstar zum Juristen

Waage, Recht, Gesetz, Jura [Quelle: freeimages.com, Autor: darktaco]

Quelle: freeimages.com, darktaco

Von Gesang zu Gesetz: Guy war Sänger der "Band ohne Namen" - weil ihn das Sängerdasein aber nicht erfüllt hat, ist er schließlich Jurist geworden - und glänzt auch noch in diesem Fach!

Was macht ein ehemaliger Popstar, wenn ihn das Musikerdasein zu langweilen beginnt? Er wird Jurist, ganz klar!
Nun ja, ganz so klar war das dann doch nicht für Guy Gross, aber es ist dennoch so gekommen. Angefangen hat alles so, wie früher Musikkarrieren begannen, vor den Zeiten von "No Angels" und "Deutschland sucht den Superstar": Guy und sein Freund Claus machten schon im Kinderzimmer Musik. Irgendwann bewarben sie sich bei einer Plattenfirma: "Wir haben gedrängelt, gemacht, getan." Zu Recht, denn es kam der große Erfolg - mit der "Band ohne Namen".

"Mein Leben als Popstar"

Guy genoss das Popstar-Leben in vollen Zügen: "Das erste Mal vor 20.000 Leuten auf der Bühne ist geil." Nach einiger Zeit trat aber der Gewöhnungseffekt ein: "Man denkt, dass man eigentlich glücklich sein sollte, denn man lebt seinen Traum." Aber Ruhm ist auch anstrengend. Claus und Guy kamen an einen Punkt, an dem das Bandleben seinen Reiz verloren hatte. "Als alles losging, haben wir uns gesagt: Wenn es uns keinen Spaß mehr macht, dann hören wir auf." Und genau das taten sie dann auch. Wenn man Guy fragt, ob er ab und zu an ein Comeback denkt, antwortet er: "Ich weiß nicht, ob das noch mal sein muss."

Was kommt danach?

Was macht man, wenn man noch jung ist, aber schon eine große Karriere hinter sich hat? Guy probierte vieles aus: Er dachte daran, eine Event-Agentur zu gründen. Aber wenn das Partymachen zum Beruf wird, dann artet es ganz schnell in Arbeit aus. Nach seiner Musikerlaufbahn hatte Guy Bedenken, erneut ein Hobby zum Job zu machen. Die nächste Idee war, eine Bar zu eröffnen. Ein Freund von Guy hat das inzwischen verwirklicht. Guy aber war immer öfter in der Uni und hörte Vorlesungen. Einfach so, ohne richtig angemeldet zu sein. "Irgendwann habe ich mir dann die Frage gestellt: Willst du Freizeitstudent sein oder doch mal ein paar Klausuren schreiben?" Guy hat sich für Letzteres entschieden, und schreibt in einem ordentlichen Tempo: Nach drei Jahren Studium steht er jetzt kurz vor dem ersten Staatsexamen. Und das mit super Noten.

Wieso Jura?

Guy interessiert sich für vieles. Aus diesem Grund hat er Jura als Studienfach gewählt: "Damit kann man sich verschiedene Wege offen halten." Er könnte sich vorstellen, später sein juristisches Fachwissen mit seinen Erfahrungen aus der Musikbranche zu kombinieren. So ganz läßt ihn die Musik nämlich doch nicht los: "Wenn ich heute Radio höre und etwas gut finde, dann denke ich sofort über Platzierungen in den Charts nach."

"Ich will alles wissen!"

Aber: Juristen müssen lernen. Viel lernen! Guy hat dafür seine ganz eigene Methode entwickelt. Er paukt nicht ein ganzes Fachbuch von vorne bis hinten mit allen Details durch. Statt dessen verschafft er sich zunächst einen groben Überblick, um dann Einzelthemen zu vertiefen, die ihn besonders interessieren. Von diesen Themen ausgehend arbeitet er sich dann langsam voran. Und immer, wenn ihm etwas Unbekanntes unterkommt, schlägt er es online oder in Lexika nach. So bilden sich Verknüpfungen, die das Erinnern erleichtern. Bei allem, was Guy tut, ist es ihm eins wichtig: "Entweder man macht etwas richtig, oder gar nicht." Das galt für die Musik, und so ist es heute auch mit Jura.

Die Erholung vom Studienstress: Weltenbummeln

Guy hat schon ungefähr 30 Länder bereist. Der schönste Urlaub bisher war aber wohl die Reise nach Australien, die er sich kurz vor dem Staatsexamen noch mal gegönnt hat: "Ich wollte noch mal ganz weit weg, bevor es losgeht." Auch das Internationale wurde ihm in die Wiege gelegt: Sein Vater ist US-Amerikaner. Für ein Jahr hat auch Guy in den USA gelebt, als die Mutter, die Lehrerin ist, dort ein Austauschjahr verbrachte. Nur mit dem Aufenthaltsort war ihr Sohn nicht so ganz einverstanden: "Ich hatte ein bisschen gehofft Hawaii oder Florida – und was ist es geworden: Oglesby, Illinois." Ein Ort im Nirgendwo, aber die Zeit in den USA möchte Guy dennoch nicht missen.

Berühmtsein zum Anknipsen

Erkennen ihn die Studenten an der Uni eigentlich? Was sagen sie, wenn sie merken, dass sie einen ehemaligen Popstar in ihrer Mitte haben? Guy hat festgestellt, dass die meisten "total cool" reagieren, nur fünf Leute hätten ihn während seiner Studienzeit auf die "Band ohne Namen" angesprochen. Generell ist er nicht begeistert, wenn ihn Menschen erkennen. Denn das passiert dann meistens zum falschen Zeitpunkt, wenn man nur schnell einkaufen gehen und seine Ruhe haben will. "Cool wäre, wenn man berühmt ist und sich die Momente, in denen man erkannt wird, aussuchen könnte."

e-fellow Guy über sich

Ich bin e-fellow, weil...

... mein Studi-Freund Marten mir von der Seite erzählt hat. Zuerst standen die kostenlosen Zeitungsabos und der juris-Zugang für Zuhause im Vordergrund. Mittlerweile interessieren mich besonders die Newsletter und Aktuelles auf der Seite.

Experte bin ich in...

... darin, mich für beliebige Themen zu begeistern. Wenn ich irgendetwas nicht kenne, sei es ein Wort, ein Thema oder irgendwas, dann google ich es gleich oder schaue bei Wikipedia nach. Ist das Thema halbwegs interessant, bin ich auch für jede Diskussion begeisterungsfähig.

Gar nicht geeignet bin ich für...

... Einkäufe, besonders Kleidung! Nichts schlimmer als das. Ich würde lieber drei Tage durchbüffeln als eine Stunde einkaufen! Nichts lässt mich zerschundener zurück als eine Einkaufsto(rt)ur. Zum Glück habe ich mit meiner Freundin eine kompetente Beraterin zur Seite, die die Qual auf ein Minimum reduziert.

Wenn ich nicht studiere, dann...

... sitze ich mit meinem Freundeskreis im Café "Goldapfel" in Berlin, das ein Kumpel Anfang Juli eröffnet hat und wo das Essen schmeckt, als ob Gedichte auf der Zunge zergehen.

Wenn ich etwas Grundlegendes ändern könnte in Deutschland, dann...

... den zielstrebigen Egoismus, der viele antreibt, die glauben, dass es wichtig ist, sich gegen andere durchzusetzen. Meiner Meinung nach ist es viel wichtiger, mit anderen gemeinsam etwas zu erreichen, das über die Verfolgung materieller Werte hinausgeht. Wie schade, dass viele erst mit 50 erfolgreich sind, um dann zu merken, dass der Weg zu einsam war. Freundschaft und Liebe, alles andere ist Schall und Rauch.

Mein größter Traum ist es,...

... eine Familie mit meiner Freundin zu gründen. Sie war vor unserer Beziehung meine beste Freundin und wird immer meine beste Freundin bleiben.

In zehn Jahren...

... bringe ich meine neun Jahre alte Tochter und meinen sieben Jahre alten Sohn zur Schule! :-)

Auf der e-fellows.net Website und in der Community gefällt mir besonders...

... dass so viel Wert auf Kontaktmöglichkeiten und Kontaktfreude gelegt wird. Ich bin erst seit Kurzem dabei, kann aber bereits heute sagen, dass mir die ganze e-fellows-Atmosphäre sehr gut gefällt!

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