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Multi-linguale Daumensammlerin

Stipendiat des Monats Mai 2011 Julia 1 174x100

Stipendiat des Monats Mai 2011 Julia 1 174x100

Als erste hat es Stipendiatin des Monats Julia geschafft, 1.000 Community-Daumen in 30 Tagen zu sammeln. Damit hat sie alle bisherigen Rekorde geschlagen. Beziehungen sind ihr Spezialgebiet. Ob sie deshalb schon mit 19 geheiratet hat?

1.000 Daumen in 30 Tagen – das hatte vor ihr noch keiner geschafft. Damit hat Julia Mastouri sogar Jacqueline Merkle in der Hall of F&Ame der letzten 30 Tage überrundet. Kein Wunder, dass sie einerseits zur Kultfigur aufsteigt, sich andererseits Verschwörungstheorien um sie ranken: Kann es Zufall sein, dass zwei Frauen mit den Initialen J. M. die ersten beiden Daumenplätze belegen? Hat Julia etwa nur der Initialien wegen den Namen ihres Mannes angenommen?

Dr. Sommer in der Community

"Davor hieß ich Müller", räumt sie mit den Gerüchten auf. Außerdem sei sie keineswegs fünf Stunden täglich in der Community unterwegs, wie man denken könnte. Meistens nutzt sie die Zeit zwischen zwei Vorlesungen oder die Langeweile in einer Vorlesung, um über ihr Smartphone in Fragen & Antworten zu posten. Am liebsten hilft sie anderen e-fellows in Liebes- und Beziehungsfragen.

Beziehungscoach der kleinen Schwester

Doch woher kommt diese besondere Kompetenz? Die hat sie wohl ihrer 17-jährigen Schwester zu verdanken, die gerade ihren ersten Freund hat und ständig den Rat ihrer großen Schwester sucht. Bei diesem großen Interesse an Zwischenmenschlichem: Würde da ein Soziologie- oder Psychologie-Studium nicht besser passen als Biochemie? "Mir ist handfeste Forschung lieber als die Geisteswissenschaften", sagt Julia. Und vielleicht spezialisiere sie sich in ihrem Studium ja mal auf Liebe aus neurobiologischer Sicht.

Italienisch-Kenntnisse dank Eros Ramazotti

Wenn Julia nicht gerade Daumen sammelt, geht sie ihrem zweitliebsten Hobby nach: Sprachen lernen. Woher sie diese Leidenschaft hat, ist ihr selbst nicht ganz klar; das Meiste hat sie sich selbst beigebracht. Aus Langeweile hat sie irgendwann in den Osterferien begonnen, Chinesisch zu lernen. Die Grundkenntnisse ihrer anderen Fremdsprachen hat sie ähnlich beiläufig erworben: Italienisch lernte sie beispielsweise aus Liebe zum Italo-Pop. Weil sie wissen wollte, was Eros Ramazotti eigentlich singt, lieh sie sich ein Italienisch-Wörterbuch von ihrer Oma aus, und schlug komplette Songtexte nach.

Arabisch-Kenntnisse dank tunesischer Schimpfwörter

Niederländisch hat sie eigentlich nur gelernt, "weil die Niederländer so einen süßen Akzent haben, wenn sie Deutsch sprechen". Und ihre Russisch-Kenntnisse wollte sie vertiefen, weil ihre Mutter ihr als Kind immer das Alphabet auf Russisch vorgesungen hat. Arabisch zählt mittlerweile ebenfalls zu ihrem Repertoire: Julias Mann ist aus Tunesien; vom Zuhören bei Gesprächen mit dessen Freunden und Familie hat sie ein paar Grundkenntnisse mitbekommen – "das meiste davon sind Schimpfwörter", behauptet sie selbst.

Fünf Sitze = drei Kinder

Sollen bei diesem geballten Sprachwissen ihre Kinder denn mal mehrsprachig aufwachsen? "Ja. Allerdings ist Tunesisch nicht so wichtig. Besser sie fangen früh mit Englisch oder Französisch an." Dass sie Kinder will, weiß Julia übrigens schon ganz sicher. "Am besten wären drei. Bei vier wird’s schon wieder kritisch wegen der Sitzplätze im Auto". Gut, dass sie sich beim Daumensammeln keine solchen Limits setzt.

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Kommentar (1)

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  1. Anonym

    Fragwürdige Ansichten einer Akademikerin

    Ich bin durch Zufall über diesen Beitrag gestolpert, wobei mich eine Aussage dieser "Super-Stipendiatin" doch etwas stört: "Würde da ein Soziologie- oder Psychologie-Studium nicht besser passen als Biochemie? "Mir ist handfeste Forschung lieber als die Geisteswissenschaften", sagt Julia". Zum einen finde ich es mehr als, naja, nennen wir es einmal ungeschickt, Soziologie und Psychologie als "nicht-handfeste-Forschung" zu bezeichnen. Zum anderen würde ich gerne darauf hinweisen, dass an vielen Unis Psychologie ausdrücklich als NATURwissenschaft gilt. Die Psychologie ist eine der wenigen Wissenschaften die mehr als viele andere ausdrücklich versucht ihre Aussagen mit fundierten Daten und Erkenntnissen zu unterfüttern. Mindestens 1/3 meines Studiums bestand aus Statistik, Methodenlehre und Erkenntnistheorie. Ebenso findet man Methodenlehre im Soziologie-Studium. Ich hoffe, das trägt ein wenig zum "Weitblick" dieser Stipendiatin bei.

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