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(K)eine Standard-Psychologin

Quelle: e-fellows.net

Die meisten orientieren sich bei der Wahl ihrer Studienstadt an Einwohnerzahl, Wohnungspreisen und Freunden. Nicht so Andrea. Für sie hat neben einem guten Psychologie-Institut vor allem eines gezählt: dass es einen Tanzsportclub gibt.

Beim Gedanken an einen typischen Psychologen haben viele zuerst den Psychotherapeuten mit Brille, Notizblock und Tintenklecksbildern vor Augen. Auf Andrea trifft dieses Klischee nicht zu: Nach ihrem Studium entschied sie sich für die Forschung.

Forschung aus Leidenschaft

Derzeit promoviert Andrea in Nürnberg am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpsychologie, wo sie sich mit psychologischer Arbeitslosigkeitsforschung auseinandersetzt. "Soziale Gruppen, die in unserer Gesellschaft benachteiligt werden, haben mich schon immer interessiert", sagt sie. Außerdem war es ihr wichtig, mit ihrer Arbeit etwas zu bewegen: Sie will nicht nur mehr über Menschen in schwierigen Situationen erfahren, sondern auch dazu beitragen, dass Arbeitslose schneller wieder erwerbstätig werden und weniger oft psychisch erkranken. Denn häufig fehlen arbeitslosen Menschen ein geregelter Alltag, kollektive Ziele und soziale Kontakte.  Das führt im Vergleich zu Erwerbstätigen zu einer doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit, depressiv zu werden. Deswegen hat Andreas Forschungsgruppe eine Längsschnittstudie mit einer Stichprobe von über 1.000 Personen auf die Beine gestellt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen zielgerichtete Handlungsempfehlungen liefern.

Standard tanzen als Ausgleich

Standard tanzen wollte Andrea schon immer - doch weil sie auf dem Land, weit weg vom nächsten Tanzclub, aufgewachsen ist, konnte sie ihre Leidenschaft erst mit Beginn des Studiums ausleben. Für sie war ganz klar: Studiert wird dort, wo es einen Tanzclub gibt. Letztlich hat sie sich für Nürnberg entschieden, wo sie seit mittlerweile fünf Jahren tanzt. Vier Mal die Woche zwei Stunden Tanztraining, zusätzlich Laufen und Fitnesstraining, um Stabilität, Beweglichkeit und Regenerationsfähigkeit zu verbessern, sind für Andrea der optimale Ausgleich zur Bürotätigkeit.

Das harte Training wird belohnt: Andrea und ihr Tanzpartner nehmen an internationalen Turnieren teil. Das Niveau dort motiviert sie, spornt an und zeigt den beiden, dass es noch Luft nach oben gibt. Bis zu sechs Turniere tanzen sie pro Wochenende. "Das ist zwar körperlich fordernd, aber schließlich braucht ein gesunder Geist auch einen gesunden Körper", meint Andrea. Was sie am Turniertanz noch liebt: Bei großen Turnieren kann sie auch die Weltspitze des Tanzsports beobachten und anfeuern.

Botschafterin, Mentorin und Mentee in Einem

Neben ihrer Promotion und dem Standard-Tanzen ist Andrea für e-fellows.net als Botschafterin an der FAU Erlangen-Nürnberg unterwegs. Dort hält sie Kontakt zur Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Fachschaften. Für Studenten ist sie als Ansprechpartnerin vor Ort und hat auch immer ein paar Flyer in der Tasche. Vor allem den Erstis erklärt sie, welche Vorteile e-fellows.net für sie bringt und wie sie zu ihrer City Group finden.

Außerdem berät Andrea Kinder aus Nicht-Akademiker-Familien als Mentorin bei arbeiterkind.de. Im Online-Portal beantwortet sie Fragen zu BAföG, Uni-Start und Stundenplänen.

Andrea ist aber nicht nur Mentorin, sondern auch Mentee: Im ARIADNE-ReWi-Programm, einem Programm zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen, wird sie selbst durch Mentoring bei ihrer wissenschaftlichen Karriere unterstützt. Im Rahmen des Programms kann sie an Workshops teilnehmen, zum Beispiel zur Karriereplanung, und sich mit den anderen Mentees im Netzwerk austauschen.

Ich bin e-fellow, weil...

... ich nach meinem Abitur als e-fellows.net-Stipendiatin empfohlen wurde. Seitdem bin ich von diesem Netzwerk aus aktiven, vielfältig engagierten und aufgeschlossenen Menschen begeistert.

Ich studiere mein Fach, weil...

... mich die Beweggründe menschlichen Denkens, Fühlens und Verhaltens schon immer fasziniert haben, ich mich nicht mit oberflächlichen Erklärungen zufrieden gebe und den Dingen gerne auf den Grund gehe. Außerdem besteht Psychologie aus zahlreichen Facetten und ist somit eine super Ausgangsbasis für verschiedenste berufliche Tätigkeitsfelder.

Experte bin ich...

... vor allem in den Bereichen Wirtschafts- und Sozialpsychologie, klinische Psychologie und im leistungssportlichen Standardtanz.

Gar nicht geeignet bin ich für...

... Routinetätigkeiten, tagelanges Zuhause sitzen und ein Leben ohne (Tanz-)Sport.

Meine Buchempfehlung für die e-fellows...

... "Die Arbeitslosen von Marienthal" von Jahoda, Lazarsfeld und Zeisel, weil die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit darin eindrücklich dargestellt sind und begreifbar werden, "The Picture of Dorian Gray" von Oscar Wilde, weil darin die Abgründe der menschlichen Seele deutlich werden und alles von Gabriel García Márquez.

Mein größter Traum ist es,...

... dass meine Forschungsarbeiten international sichtbar werden und langfristig ein Stück weit zur Verbesserung sozialer Probleme beitragen.

In zehn Jahren...

... will ich meine Expertise optimal weiter entwickelt haben, eine beruflich verantwortliche Position innehaben, schon lange in der S-Klasse tanzen und die vielen lieben Menschen um mich herum nicht missen.

Bei e-fellows.net gefällt mir besonders...

... dass wir e-fellows exklusiv die Möglichkeit haben, bereits früh Kontakte zu spannenden Unternehmen aufbauen zu können.

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