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Die Ingenieurin, die Medizin und Management verknüpft

Theresa in Afrika [Quelle: e-fellows.net]

Quelle: e-fellows.net

Eine Solaranlage in Ruanda bauen, in Singapur Medizintechnik studieren und in Cambridge in der Nanowissenschaft forschen – Theresa ist begeisterte Ingenieurin. Mit ihrem Beruf möchte sie die Lebensbedingungen von Menschen in Entwicklungsländern verbessern. Um das zu erreichen, bildet sie sich in Wirtschafts- und Managementthemen weiter.

Theresa zog es nach dem Abi ins Ausland. Ihr war wichtig, sich nach der Schule ausreichend Zeit zu nehmen, um interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und um ihre Studienwahl treffen zu können. Ihr Auslandsjahr verbrachte sie in Ruanda, wo sie zunächst Chemie und Biologie an einer Schule unterrichtete.

Zehn Monate ihres Aufenthalts war Theresa in einem Waisenhaus, in dem sie rund 130 Kinder betreute und Englisch unterrichtete. "Das jüngste Kind war zwei Tage alt, der älteste Schützling 20 Jahre", erzählt Theresa. Entsprechend vielfältig und herausfordernd waren ihre Aufgaben: Sie wickelte die Kleinsten, kochte mit den anderen Helfern, unterrichtete und tanzte mit den Kindern.

Arbeiten mit den "Ingenieuren ohne Grenzen"

Das Waisenhaus war sehr abgelegen. Als Theresa ankam, gab es weder Strom noch fließendes Wasser. Während ihres Aufenthaltes baute eine Gruppe von "Engineers Without Borders", in Deutschland unter dem Namen "Ingenieure ohne Grenzen" bekannt, ein Regenauffangbecken für die Einrichtung. Theresa packte mit an – und war von dieser Art, Menschen zu helfen, fasziniert.

"Ich habe lange mit einem Medizinstudium geliebäugelt und interessiere mich nach wie vor sehr für die Medizintechnik. Als ich mit den Ingenieuren in Ruanda zusammengearbeitet habe, wusste ich aber, dass ich mich als Ingenieurin für Menschen in Entwicklungsländern engagieren möchte."

Fundraising für eine Solaranlage

Zurück in Deutschland schrieb sich Theresa in Karlsruhe für den Studiengang "Bioingenieurwesen" ein, der an der Schnittstelle von Medizin und Ingenieurwesen ansetzt. In der Karlsruher Hochschulgruppe der "Ingenieure ohne Grenzen" stellte sie auch prompt ihr Waisenhaus in Ruanda als Projekt vor. Erklärtes Ziel: eine Solaranlage für das Waisenhaus zu bauen, die eine langfristige Stromversorgung sichert. Das Projekt wurde angenommen, Theresa übernahm die Leitung und koordinierte die Logistik, das Fundraising und die Technik. Innerhalb von drei Jahren kamen dank vieler Sponsoren 20.000 Euro zusammen.

Medizin, Ingenieurwissenschaft und Management verknüpfen

Um ihr Wissen in der Medizintechnik weiter zu vertiefen und ihre Mandarin-Kenntnisse aus der Schulzeit aufzufrischen, entschied sich Theresa, das dritte Studienjahr im asiatischen Kulturraum zu verbringen – und brach nach Singapur auf.  "Die internationale College-Atmosphäre habe ich sehr genossen. Es gab so viele interessante Vorträge, erfahrene Referenten und immer nette Gesprächspartner." 

Masterstudium an der TU München

Ihren Master wird Theresa im Studiengang "Maschinenbau und Management" in München studieren. Daran reizt sie besonders, ihre bisherigen Erfahrungen im Management theoretisch zu untermauern und gleichzeitig ihre Kenntnisse im Maschinenbau zu vertiefen.

McKinsey unterstützt bei der Berufsfindung

Für ihren zukünftigen Job kann sich Theresa vieles vorstellen, daher probiert sie sich schon jetzt in vielen Gebieten aus. Bei der Berufsfindung  wird sie unter anderem von McKinsey im Firsthand-Programm unterstützt. "Durch das Programm kann ich an Webseminaren teilnehmen, erhalte Nachrichten zu exklusiven Veranstaltungen und bin Teil des Netzwerks. Der wirtschaftliche Bereich ist neu und sehr spannend für mich – und die Kontakte sind vielseitig." Auch in Zukunft möchte Theresa sich für Menschen in Entwicklungsländern engagieren und somit ihr Interesse an anderen Kulturen mit ihrem Ingenieur-Wissen verbinden.

e-fellow Theresa über sich

Ich bin e-fellow, weil ...

… mir der interdisziplinäre Austausch mit Stipendiaten sehr wichtig ist. Außerdem überzeugt das e-fellows.net-Netzwerk mit tollen Angeboten für Praktika, Workshops und Berufseinstieg.

Ich werde Ingenieurin, weil ...

… ich in Ruanda erlebt habe, wie Ingenieure das Leben von Menschen zum Guten verändern können. Mich beeindruckt wie Ingenieure Neues konstruieren, Zukunft schaffen und Entwicklung ermöglichen können.

Experte bin ich ...

... im Bewältigen neuer Herausforderungen, im Zeitmanagement und Multi-Tasking.

Gar nicht geeignet bin ich für ...

…das Nichtstun, Langeweile und Engstirnigkeit.

Meine Buchempfehlung für die e-fellows ...

… ist der Roman "The Picture of Dorian Gray" von Oscar Wilde.

Mein größter Traum ist es, ...

… mit meinem Wirken etwas auf dieser Welt zu verbessern. Außerdem wünsche ich mir, mit Freunden und Familie zufrieden und glücklich auf ein erfülltes Leben zurückblicken zu können.

In zehn Jahren ...

… werde ich mich noch immer voller Begeisterung und Freude als Ingenieurin für Menschen in Entwicklungsländern einsetzen.

Bei e-fellows.net gefällt mir besonders ...

… der lebendige Austausch der Stipendiaten in der e-fellows-net community.

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