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Second Life in Bern

Uni Bern

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Stipendiat des Monats Mai 2007

Seine Unternehmerkarriere begann noch zu Schulzeiten. 1999 gründete Guido zusammen mit zwei Freunden 1ZWO, eine Agentur für neue Medien. 1ZWO kümmerte sich um Beratung und Realisation von E-Commerce Lösungen, Webapplikationen sowie Datenbankdesign. Mit 1ZWO gründeten Guido und seine zwei Freunde auch ein Webportal für die Biotechnologie Branche ( BioSpace.de) und ein Finanzportal für institutionelle Anleger. Guido: "Es war eine verrückte Zeit, man konnte viel im Netz machen. Wir hatten viele neue Ideen und es gab viele Entwicklungsmöglichkeiten im Internet. Anfangs ging alles sehr gut, wir konnten Erfahrungen im Projektmanagement und der Mitarbeiterführung sammeln ohne theoretische Vorkenntnisse zu haben. Neben den positiven Erfahrungen, lernten wir vor allem, wie man es nicht macht. So ging ich mit praktischer Erfahrung in mein Studium. Dort erfuhr ich dann im Nachhinein von theoretischen Modellen, die uns damals – wenn wir sie gekannt hätten – wirklich geholfen hätten."
 

Von der Knochenmarkspende bis zur Zeitspende
 Mit 1ZWO initiierte Guido auch das Spendenportal SpendenWelt.de, ein Internet-Portal, das objektive Informationen rund das Thema "Spenden" weltweit liefert - von der Knochenmarkspende über die Geldspende bis hin zur Zeitspende. Das Spendenportal wurde vom Fundraising Magazin im März 2001 als drittbestes deutsches Spendenportal bewertet. "2004 haben wir 1ZWO dann abgegeben, da ich ein Auslandsstudium in den Staaten aufgenommen habe. SpendenWelt.de haben wir aber privat weitergeführt. Dabei handelt es sich allerdings um eine Unternehmung ohne wirtschaftlichen Umsatz. Obwohl wir die Website nicht mehr aktiv gestalten, ist sie mit etwa 5.000 Visits im Monat aber immer noch gut besucht", erklärt Guido.
 

Untersuchungsobjekt Second Life
 Seit Anfang 2006 ist Guido wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschaftsinformatik der Uni Bern. Zur Zeit beschäftigt er sich mit der Forschung und Publikationen zu Business in Virtual Worlds. Das ist auch das Thema seiner Master Thesis sowie des geplanten Promotionsstudiums. Guido:"Im Rahmen meiner Master Arbeit und eventuell auch erweitert in meiner Dissertation behandle ich die Plattform "Second Life". Hierzu befasse ich mich mit Adaptionsforschung und entwickle unter anderem ein Modell zum "Pricing of Virtual Goods". Ich untersuche, was Organisationen und Firmen in Second Life treiben, warum Sie überhaupt da sind und wie sie davon profitieren." Mit Professor Marc Fetscherin aus Florida, der auch in Bern promoviert hat und einem weiteren Professor aus den Staaten hat Guido ein Blog dazu eingestellt. Man findet ihn unter SecondLifeResearch.blogspot.com.
 

Bern gewinnt gegen New York
 Er lehnte das Angebot für ein Promotionsprogramm in New York ab und entschied sich stattdessen dazu dem schweizer Institut für Wirtschaftsinformatik treu zu bleiben. "Ab Juli 2007 übernehme ich im Rahmen meines Doktorats die Geschäftsführung des Technologiezentrum Wirtschaftsinformatik. Dabei handelt es sich um einen Think Tank zur Erforschung des Einsatzes von IT im schweizer Tourismus. In Bern habe ich Mitarbeiterverantwortung, meine Promotion ist nicht so studentisch wie in den Staaten und ich kann viel verändern", so Guido.
 

Wieder etwas Eigenes starten
 Sein langfristiger Berufswunsch ist es, eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen. Den Umweg der Habilitation in Deutschland möchte er aber vermeiden. Daher würde er gerne eine Postdoc-Stelle in den Staaten antreten und dort seine erste Professur machen. "Dann könnte ich mir durchaus vorstellen wieder nach Europa zurückzukehren. Aber wahrscheinlich nicht nach Deutschland. In der Schweiz ist es für junge Wissenschaftler viel entspannter als junger Wissenschaftler, man kann sich freier entwickeln", sagt Guido. "Gerne würde ich später auch wieder etwas Eigenes starten. Ich denke, als Wissenschaftler hat man gute Voraussetzungen, sich selbständig zu machen. Man muss sehen was sich ergibt und auf welche Ideen man kommt. Mit den richtigen Partnern - eventuell mit anderen Doktoranden oder Studenten – würde es mich auf jeden Fall reizen."

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