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Der Herr der Roboter

Stipendiat des Monats Januar 2011 Nikolas Marathon 174x100

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2.289 Daumen krönen momentan sein Profil und zeugen von seinem großen Engagement in der e-fellows.net community. Mindestens genauso viel Begeisterung steckt Stipendiat des Monats Nikolas in sein Informatik-Studium. Mit seiner Forschung will er dazu beitragen, das tägliche Leben der Menschen durch Robotik zu verbessern.

Becks oder Augustiner?

"Hol mir ein Bier." Hinter diesem simpel klingenden Auftrag steckt eine große Herausforderung. Wie ein kleines Kind muss ein Roboter Schritt für Schritt lernen, Objekte zu erkennen, bevor er mit ihnen interagieren kann. Er muss nicht nur wissen, wo die Küche ist und wie man die Kühlschranktür öffnet, sondern auch, was der Unterschied zwischen Becks, Augustiner und einer Weinflasche ist. Erkennung, Segmentierung, dreidimensionales Sehen – ihm das alles beizubringen, damit beschäftigt sich Nikolas in seinem Informatik-Studium.

Ein Roboter, der das bereits kann, ist der PR2 der US-amerikanischen Firma Willow Garage:

Weltweit wurden nur 11 Modelle des PR2 für Forschungszwecke an verschiedene Universitäten verteilt. Zu den Glücklichen gehörte auch die Arbeitsgruppe für Autonome Intelligente Systeme am Institut für Informatik der Uni Freiburg. So kann es gut sein, dass Nikolas den Roboter bei seiner Masterarbeit einsetzen wird.

Motivation: Faszination und Spieltrieb

Besonders begeistert ihn an seinem Studium, wie stark Algorithmen der Informatik ins tägliche Leben integrierbar sind. Das gilt sowohl für die Robotik als auch für die Fahrzeugtechnik, wie Nikolas in einem Praktikum in der Entwicklungsabteilung für Fahrer-Assistenz-Systeme bei Daimler feststellen konnte. Auch hier kommen Kombinationen von Ultraschall-Sensoren und Kameras zum Einsatz, um beispielsweise die automatische Einparkhilfe zu steuern. Sechs Monate lang half Nikolas bei der Entwicklung eines neuen Assistenzsystems zur Navigation in Parkhäusern mit, das einigen Ärger über abgefahrene Seitenspiegel ersparen dürfte. Doch seine wahre Leidenschaft liegt weiter in der Robotik: "Ich kann hier meinen Spieltrieb total ausleben!"

"Sitzen in der Informatik-Vorlesung echt nur Nerds?"

Nebenbei ist Nikolas als Studienbotschafter an Gymnasien und Berufsschulen in Baden-Württemberg unterwegs. Das Projekt des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg zielt darauf ab, Oberstufenschüler über das Studium zu informieren, bei der Studienwahl zu beraten und so die Zahl der Studienabbrecher zu reduzieren. Studenten gegenüber sinkt die Hemmschwelle der Schüler und so manche Frage geht leichter über die Lippen, egal ob es sich um fachliche Inhalte oder um die Kommilitonen in der Informatik-Vorlesung handelt. In seiner Freizeit macht Nikolas gerne Sport. Neben Judo und Rudern läuft er seit einiger Zeit auch Marathon. Seine Ausdauerfähigkeit bewies er außerdem auch auf dem Jakobsweg, wo er in sieben Wochen 900 Kilometer zurücklegte.

Und was hat Nikolas nach seinem Master vor? Obwohl er bei Daimler die Vorzüge einer großen Forschungsabteilung schätzen gelernt hat, würde er am liebsten an einer Uni promovieren und danach an einem gut ausgestatteten Lehrstuhl arbeiten. "An der Uni gefällt mir die Möglichkeit, freier zu arbeiten. Außerdem ist der wirtschaftliche Druck dort nicht ganz so hoch."

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