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Marten setzt Plastik unter Strom

Strom (Quelle: freeimages.com, nazreth)

Quelle: freeimages.com, nazreth

Marten hat sich schon früh für Chemie interessiert, nahm an Wettbewerben und Forschungscamps teil. Am InnovationLap in Heidelberg entwickelt er heute elektronisch leitfähige Kunststoffe, die in der Solarenergie und Medizintechnik eingesetzt werden. Um in der Medizintechnik noch mehr leisten zu können, soll es für Marten im nächsten Jahr in die lebenswerteste Stadt der Welt gehen – in Kopenhagen will er einen Master in Medizinscher Chemie absolvieren.

Dass Martens Weg ihn in die Naturwissenschaften führen würde, zeichnete sich schon zu Schulzeiten ab. Nachdem er in der elften Klasse bei "Jugend forscht" den vierten Platz belegte, lud ihn der Gouverneur von West Virginia zum "National Youth Science Camp", einem Forschungscamp in West Virginia, USA, ein. Dort forschte er mit jungen Leuten aus der ganzen Welt und schüttelte anschließend sogar Kanzlerin Merkel die Hand. Zurück in Deutschland probierte Marten als einer der ersten das schulbegleitende Studium aus und besuchte Vorlesungen in Biotechnologie und Chemie an der FH Flensburg.

Mittlerweile studiert Marten im fünften Semester Chemie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. "Für mich ist Forschung eine Herausforderung und Chance zugleich, um Neues zu entdecken". Eine Möglichkeit dazu bietet ihm das InnovationLap, das durch die Exzellenz-Initiative unterstützt wird. Marten hat im Bereich der Zukunftstechnologie Organische Elektronik bereits mehrere Verfahren entwickelt, die die Leitfähigkeit eines elektronisch leitfähigen Kunststoffes verbessern. Die Anwendungsmöglichkeiten solcher Kunststoffe sind vielfältig und reichen von organischen Solarzellenfolien, die unsichtbar auf Fenster aufgebracht werden können und dabei nachhaltiger sind als herkömmliche Solarzellen, bis hin zu organischen Sensoren, die die Messung von Organfunktionen in der Medizintechnik erleichtern.

Dänemark – exzellent und lebenswert

Sein Interesse für Medizin zieht Marten in den Norden. Im kommenden Frühjahr soll es für den Masterstudiengang Medizinische Chemie nach Kopenhagen gehen: "An einer exzellenten Uni in der lebenswertesten Stadt der Welt zu studieren, ist einer meiner Wünsche für das nächste Jahr." Um sich auf diesen Schritt vorzubereiten, arbeitet er schon jetzt an den Wochenenden in der Kinderklinik und prüft die Blutproben von Neugeborenen auf Stoffwechselkrankheiten.

Labor gegen Beraterposten

Zuletzt lernte Martem durch das "Join the best"-Stipendium den Berateralltag in Shanghai kennen. "Die Arbeit im Consulting hat mir viele neue Einblicke gewährt und mir neue Perspektiven für mein späteres Berufsleben aufgezeigt." Sein ganzes Leben im Labor zu stehen kann sich Marten nämlich trotz ungebrochenem Forschungswillen nicht vorstellen. Darum bildet er sich auch im wirtschaftlichen Bereich fort und besucht Vorlesungen der Wirtschaftswissenschaften. Sein Interesse für Politik und Wirtschaft wie auch die vielen Eindrücke, die er in Praktika und Projekten sammeln konnte, haben ihm gezeigt, dass es eine Vielzahl von interessanten Berufen für ihn gibt. So könnte er sich derzeit gut vorstellen, den Laborkittel an den Nagel zu hängen und in die Beratungsbranche einzusteigen, um seine "analytischen Fähigkeiten einbringen und sein Wissen auf andere Arbeitsfelder zu übertragen".

e-fellow Marten über sich

Ich bin e-fellow, weil...

eine Freundin mich auf das e-fellows.net-Stipendium aufmerksam gemacht hat. Den freien Zugang zu Datenbanken, kostenlosen Zeitschriften und die schnell verfügbaren Informationen zu Karrierethemen schätze ich sehr.

Ich studiere mein Fach, weil...

ich ein großes Interesse daran habe zu verstehen wie Dinge im Grunde funktionieren. Außerdem sehe ich das riesige Potential der Chemie in den Bereichen medizinische Chemie, nachhaltige Chemie, Energieerzeugung und Energiespeicherung. Später möchte ich aber nicht im Labor arbeiten, sondern mein Wissen auf andere Arbeitsfelder übertragen, zum Beispiel im Consulting.

Experte bin ich....

vor allem im interdisziplinären Arbeiten. Durch Praktika in verschiedenen Fachbereichen und Ländern habe ich schon früh viele Eindrücke sammeln können. Neben meinem Chemiestudium besuche ich auch Module im Studiengang Economics (B.Sc.). Durch Auslandspraktika, Forschungscamps und Stipendienprogramme hatte ich die Möglichkeit, viele interessante Persönlichkeiten kennenzulernen und konnte meinen eigenen Erfahrungsschatz ausbauen.

Gar nicht geeignet bin ich für...

kalte regnerische Herbsttage. Die verbringe ich am liebsten mit einem Buch am Kamin oder mit Freunden in der Sauna.

Meine Buchempfehlung für die e-fellows...

"The Power Of Now" von Eckhart Tolle und "The Kite Runner" von Khaled Hosseini.

Mein größter Traum ist es,...

Ich plane nicht zu weit in die Zukunft. Meine nächsten kleinen Träume sind ein Praktikum bei einem der "Big Four"-Accounting-Unternehmen im Frühjahr und der Masterstudiengang "Medizinische Chemie" in Kopenhagen im Sommer 2014.

In zehn Jahren...

werden sich mir viele Chancen aufgetan haben und ich bin gespannt nach welchen von diesen ich meine Hand ausgestreckt haben werde.

Bei e-fellows.net gefällt mir besonders...

die präzise Darstellung von sämtlichen Karrierethemen. Wenn ich unsicher bin, wie ich ein bestimmtes Dokument layouten soll oder Inspiration für ein Anschreiben brauche, schaue ich immer zuerst bei e-fellows.net.

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