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Immer den eigenen Weg verfolgen

Stacheldraht (Quelle: freeimages.com, zitherica)

Quelle: freeimages.com, zitherica

Vor kurzem hat Christian mit einem Studienfreund eine E-Learning-Plattform für Jurastudenten und Rechtsreferendare konzipiert und umgesetzt. Außerdem ist er Gründungs- und Präsidiumsmitglied der International Justice Mission (IJM) Deutschland e.V. Uns verrät er, was ihn antreibt und warum er sich für die Menschenrechte einsetzt.

Seit dem er den "Rainmaker" von John Grisham gelesen hat, wollte Christian sich gegen Ungerechtigkeit auf der Welt einsetzen. "Schwerste Menschenrechtsverletzungen sind so ziemlich das Schlimmste, was man anderen antun kann." Er vertritt nicht nur diese Meinung, sondern engagiert sich auch aktiv dafür, dass sich etwas ändert. Während seines Jurastudiums in Freiburg hat er die International Justice Mission (IJM) Deutschland mitbegründet und sitzt seitdem im Präsidium. Letztes Jahr kam dann noch ein zweites Projekt hinzu: Das ständige Wiederholen bei der Examensvorbereitung brachte ihn auf die Idee, eine Lernplattform ins Leben zu rufen.

Die Jura-Ausbildung muss kein Alleingang sein

Zusammen mit einem Kommilitonen, zwei Schulfreunden und einem Designer gründete Christian vor anderthalb Jahren eine E-Learning-Plattform. Beim Lernen tauschten Christian und sein Freund Wendelin gegenseitig ihre Karteikarten aus, um zu sehen, wie der andere den Stoff zusammenfasst. Dabei entstand die Idee, das Prinzip in einem größeren Rahmen umzusetzen. Auf der Plattform helfen sich Jurastudenten und Referendare gegenseitig, ihr Fachwissen zu erweitern. Die Community regt zur Diskussion verschiedener Rechtsprobleme an, ermöglicht direktes Feedback und hilft so, Denkfehler aufzudecken.

Rechtsprobleme in Bildern

Ein Blog gab den Jungs den Anstoß, Illustrationen zum Veranschaulichen von Rechtsproblemen zu nutzen: Juristen haben zwar ein gutes Sprachverständnis, allerdings sind manchmal auch Bilder zur Wissensvermittlung sehr gut geeignet. Es fehlen aber die passenden Illustrationen dafür. "Wir wollen in diesem Bereich ausprobieren, was funktioniert und was nicht.", sagt Christian. Wöchentlich stellen sie deshalb ein Bild online.

Engagement für die Menschenrechte

Nebenbei engagiert sich Christian noch bei der International Justice Mission (IJM) Deutschland, die er mitbegründet hat. Die Organisation unterstützt die Partnerländern bei der Aufklärung und Bekämpfung Menschenrechtsverletzungen und bei der politischen Arbeit. Inspiriert von den IJM-Hochschulgruppen in den USA wollte Christian etwas Ähnliches in Freiburg umsetzen. Einige Tage später wurde er gefragt, ob er sich an dem Aufbau des Partnerbüros in Deutschland beteiligen möchte und ergriff die Chance sofort.

Die Welt ein bisschen gerechter machen

Die Erfahrungen aus seinem Referendariat und seinem außeruniversitären Engagement nimmt er mit und möchte die Zeit danach als Orientierungsphase nutzen. Das nächste halbe Jahr wird er sich aber erst mal auf sein zweites Staatsexamen konzentrieren. Im Fokus seiner beruflichen Zukunft wird aber wohl immer die Frage stehen, wie man die Welt als Jurist ein bisschen gerechter gestalten kann.

Seinen eigenen Weg finden

Seine Reiselust hat Christian schon in Länder wie die Philippinen oder nach Thailand verschlagen, wo er für die lokale IJM beziehungsweise in der Deutschen Botschaft gearbeitet hat. Der Jurist ist sehr sportlich - am liebsten spielt er Beach-Volleyball, geht segeln oder bereitet sich auf den nächsten Triathlon vor. Dabei kann er ein bisschen abschalten und vor sich hin träumen.

e-fellow Christian über sich

Ich bin e-fellow, weil...

... ich sehr von den e-fellows.net-Veranstaltungen und dem Netzwerk profitiere und diese Möglichkeit nutzen möchte.

Ich studiere mein Fach, weil...

... John Grisham den "Rainmaker" geschrieben hat. Ich wollte damals beweisen, dass ich ein englisches Buch zu Ende lesen kann. Seitdem steht der Roman für meinen Wunsch, Ungerechtigkeit nicht nur zu benennen, sondern Wege zu finden, sie zu überwinden. Juristische Argumentation ist dabei ein sehr mächtiges Werkzeug.

Experte bin ich...

... mittlerweile vielleicht für die Einzelfallverfolgung schwerster Menschenrechtsverletzungen. Es wird natürlich immer andere geben, die davon viel mehr verstehen, aber gerade in den letzten fünf Jahren habe ich viel auf diesem Gebiet gelernt - unter anderem auf den Philippinen.

Gar nicht geeignet bin ich für...

... Leidenschaftslosigkeit, Pseudo-Veranstaltungen, "Nein"-Sagen.

Meine Buchempfehlung für die e-fellows...

... ist "Freiheit für Linh: Die riskante Undercover-Operation zur Rettung aus Kinderprostitution und moderner Sklaverei" von Gary Haugen und Gregg Hunter. Eine wahre Geschichte! Ich habe es selbst in Manila miterlebt.

Mein größter Traum ist es,...

...moderne Sklaverei abzuschaffen (das betrifft 27 Millionen Menschen).

In zehn Jahren...

... habe ich hoffentlich nicht zehn Jahre verschwendet - was auch immer das heißen mag. Aber eigentlich ist das meine einzige Sorge.

Bei e-fellows.net gefallen mir besonders...

... die Menschen, die für e-fellows.net arbeiten. Alle bisherigen Kontakte waren echt und schnörkellos. Und die Veranstaltungen, wie zum Beispiel "Perspektive Wirtschaftskanzlei", sind professionell, aber trotzdem entspannt.

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Kommentar (1)

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  1. olav

    Hallöchen, sehr schöner Beitrag, hat spaß gemacht ihn zu lesen und er ist gut strukturiert und leicht verständlich. lg olav

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