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Hobby: Außenpolitik

Stipendiat des Monats April 2011 Alexander 1 174x100

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Stipendiat des Monats Alexander lernt gerade fürs erste juristische Staatsexamen. Nebenher baut er eine Internetplattform für Außenpolitik auf. Für Alexander ist die Beschäftigung mit Außenpolitik und internationalen Beziehungen eher ein Hobby – das sich glücklicherweise sehr gut mit seinem Jurastudium verbinden lässt.

Als Kind hat man oft ausgefallene Berufswünsche: Manche wollen Rockstar werden, andere Stuntman. Alexanders Jugendtraum war ähnlich ausgefallen – ein Job im Außenministerium. Ein ehrgeiziges Ziel, das nur duch harte Arbeit, eiserne Disziplin und eine gehörige Portion Vitamin B zu erreichen ist?

Der Internationale

Wenig überraschend hat Alexander für sein erstes Staatsexamen den Schwerpunkt Europa- und Völkerrecht gewählt. Was macht denn gerade das Völkerrecht so attraktiv für ihn? "Es ist eine Arbeit, die ich sehr gut mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Und wenn ich zwei Staaten dazu bringen könnte, ihre Konflikte statt im Krieg vor dem internationalen Gerichtshof auszutragen, wäre das schon ein unglaubliches Erfolgserlebnis."
 
Damit es nicht beim theoretischen Studiumswissen bleibt, lässt Alexander keine Gelegenheit aus, Diplomatie und Völkerrecht auch in der Praxis kennenzulernen: Sein Auslandstrimester hat er in Tel Aviv verbracht, um sich ein Bild vom israelisch-palästinensischen Konflikt zu machen. An der deutschen Botschaft in Peking arbeitete er mit am deutschen Beitrag des Menschenrechtsberichts der EU. Im Hanse-Office in Brüssel, der Ländervertretung von Hamburg und Schleswig Holstein bei der EU, erlebte er supranationale Institutionen aus nächster Nähe.

Rock für Menschenrechte

Auch daheim in Hamburg ist er alles andere als untätig. Unter der Schirmherrschaft von Amnesty International stellte er an der Bucerius Law School zusammen mit Kommilitonen ein Benefiz-Rock-Konzert auf die Beine. Unter dem Motto "Make Some Noise" rockten Bands wie Jennifer Rostock kostenlos und warben bei ihren Auftritten für Spenden und Unterschriften für Amnesty International. Ein anderes Benefizkonzert organisierte er für CARE e.V. am internationalen Seegerichtshof, bei dem rund 7.000 Euro an Spenden für ein Wasserprojekt in Somalia zusammenkamen.

Organisieren geht über Studieren

Füllt ihn denn sein Jurastudium nicht schon genug aus? "Eigentlich müsste ich mich jetzt ja voll auf mein Examen konzentrieren", gibt Alexander zu, "aber diese Projekte machen halt unheimlich Spaß." – so wie auch sein jüngstes Projekt IFAIR (Young Initiative on Foreign Affairs and International Relations), ein Verein, den er zusammen mit anderen Stipendiaten der Studienstiftung gegründet hat.

Eine Plattform für Internationale Beziehungen

Ziel von IFAIR ist es, Studenten und Fachleute aus verschiedensten Disziplinen zusammenzubringen und über außenpolitische Themen diskutieren zu lassen. Das geschieht zum einen über den Internetauftritt www.ifair.eu, auf dem Beiträge zu aktuellen außenpolitischen Fragen veröffentlicht und diskutiert werden. Zum anderen soll der Austausch in Workshops, Podiumsdiskussionen und Tagungen stattfinden. Unter dem Motto "alter Feind, neuer Freund – Perspektiven europäisch-russicher Beziehungen" brachte IFAIR im Februar fünf Diskutanten zu einer Podiumsdiskussion an der Hertie School of Governance in Berlin zusammen.

Workshop mit dem Wirtschaftsministerium

Auf die Podiumsdiskussion folgte ein Workshop zum Thema "Die Lage in Tunesien – Auswirkungen für die Deutsche Wirtschaft". Die Teilnehmer wurden in Teams eingeteilt und erstellten unter Anleitung von Dr. Klaus Hachmeier, Mitarbeiter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, eine ministeriale Entscheidungsvorlage. Um das Ganze so realitätsnah wie möglich zu gestalten, stellte Klaus Hachmeier den Teilnehmern Originalunterlagen zur Verfügung.

Das Hobby zum Beruf machen

Die nächste Veranstaltung ist bereits in Planung: Im Juli soll eine weitere Podiumsdiskussion stattfinden zum Thema "deutsch-israelische Beziehungen", für die Alexander "sehr interessante" Gäste an der Angel hat. Mehr will er aber noch nicht verraten.
 
Podiumsdiskussionen organisieren, Beiträge für IFAIR schreiben und ganz nebenbei sich auf das erste Staatsexamen vorbereiten … Hat Alexander denn überhaupt Freizeit? "Ich habe schon auch Freunde!" lacht er. Und schließlich seien Internationale Beziehungen eben sein Hobby. So freut er sich schon auf Mai: Da ist er in die US-Botschaft nach Berlin eingeladen, um über das iranische Atomprogramm zu diskutieren. Was er dafür tun musste? Nur einen Artikel über das Thema schreiben und damit einen Wettbewerb gewinnen.

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