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e-fellow Julia beim Schlittschuhlaufen in München (Quelle: e-fellows.net)

e-fellow Julia beim Schlittschuhlaufen in München (Quelle: e-fellows.net)

Nach dem Abi stand für Julia eine schwierige Entscheidung an: Jura oder Medizin? "Wenn man sich da selbst nicht auskennt, ist man Ärzten oder Anwälten gewissermaßen ausgeliefert", sagt sie schmunzelnd. Außerdem hätte Julia sich von Beidem versprochen, später im Beruf täglich etwas Sinnvolles zu tun. Die meiste Abwechslung fand sie dann bei Jura. Ein konkretes Berufsziel hat sie noch nicht - aber es hilft ja auch schon, zu wissen, was man nicht machen will. "Beim Praktikum habe ich gemerkt, dass ich wohl nicht Anwältin werden will. Ich möchte niemanden vor Gericht vertreten, wenn ich nicht ganz dahinter stehe." Lieber wäre sie zum Beispiel Richterin. An der Uni bleiben will sie nicht, denn "dort ist man immer eher unter sich. Da will ich lieber das Leben draußen gestalten." So wie bei der e-fellows.net Charity-Staffel.
 

Julia spendet ihr Organisationstalent der Charity-Staffel

 Dieser sternförmige Staffellauf durch ganz Deutschland findet an vier Tagen im Mai statt. Über 30 e-fellows organisieren das Projekt ehrenamtlich. Den Erlös spenden sie an die "Lebenshilfe für Afrika e.V.". Damit soll eine Kindertagesstätte in einem Waisendorf in Tansania aufgebaut werden. "Ich fand die Idee toll - eine Kombination aus Charity und Sport. Ich laufe schon immer gerne und war früher an der Schule auch Mentorin für Leichtathletik", erklärt Julia.
 

Zahlen als Ausgleich zum Jura-Studium

 Jetzt leitet sie das Finanz-Ressort der Charity-Staffel. Ein willkommener Ausgleich zum Jura-Studium, wie sie findet: "Bei Jura fehlen mir etwas die Zahlen. Ich habe Mathe nämlich immer gerne gemocht. Jetzt kann ich hier ein bisschen rechnen." Aber wie funktioniert die Planung von so einem großen Projekt, wenn die Organisatoren über ganz Deutschland verstreut sind? "Erstaunlich gut", sagt Julia. "Wir besprechen uns per E-Mail oder Telefonkonferenz und teilen uns so die Aufgaben."
 

Dank ihr stimmen die Finanzen

 Julia kümmert sich bei der Charity-Stafffel um Kontoführung und Finanzierung. Sie führt nicht nur das Konto und kalkuliert die Kosten, sondern stattet zum Beispiel auch dem Finanzamt und dem Amtsgericht Besuche ab. Dort musste das Projekt nämlich als gemeinnütziger Verein eingetragen werden. Auch die Vereinssatzung entwarf Julia zusammen mit einem anderen e-fellow. Obwohl sie Jura studiert, war das kein Kinderspiel. "Das tolle Team der Charity-Staffel motiviert mich." Wenn es dann im Mai so weit ist, läuft Julia natürlich mit - zusammen mit ihrem Bruder.
 

Wallfahrt und Kinderfasching: kein Problem!

 Ihre Aufgaben in der Pfarrgemeinde ihres Heimatorts müssen bei so vielen Planungen kürzer treten. 2006 hat Julia als Oberministrantin für ihre Gruppe eine Wallfahrt nach Rom organisiert. Dort traf sie Jugendliche aus der ganzen Welt. "Im Moment habe ich weniger Zeit für die Jugendarbeit. Ab und zu bastle ich aber noch mit Kindern oder organisiere auch mal einen Kinderfasching."

 

Bundestreffen: Von der Teilnehmerin zur Organisatorin

 Wer jetzt denkt, dass Julia schon voll ausgelastet ist, liegt falsch. Ihr Organisationstalent beweist sie auch bei der Planung für das City Group-Bundestreffen 2009. Letztes Jahr war sie auf dem Treffen der e-fellows.net-Stipendiaten in Nürnberg. "Das war eine spontane Entscheidung. Ich wollte gerne neue Leute kennenlernen und andere e-fellows live erleben." Die Veranstaltung war für sie ein voller Erfolg. Sie schrieb einen Bericht für die e-fellows.net-Website und beschloss, beim nächsten Mal nicht nur teilzunehmen, sondern tatkräftig mitzuhelfen.
 

Cocktails, Feuerwerk und mehr

 Zusammen mit weiteren Heidelberger e-fellows möchte sie den anderen Stipendiaten beim Bundestreffen 2009 einiges bieten. Vor Kurzem hat zum Beispiel KPMG zugesagt, bei der Veranstaltung im Juni einen Cocktail-Workshop zu leiten. Außerdem besuchen die e-fellows das Heidelberger Schloss und machen einen Stadtrundgang mit Kneipentour. "Ein bisschen was haben wir uns natürlich schon vom letzten Bundestreffen abgeschaut. Aber man kann nicht alles einfach übertragen." Bei der Planung spielte den Organisatoren auch der Zufall in die Hände: Genau an diesem Wochenende gibt es zum ersten Mal ein großes Feuerwerk am Schlosshügel in Heidelberg. Wie sie das alles schafft? "Es macht mir einfach wahnsinnig viel Spaß, mit netten Leuten gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen."

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