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Sprung ins kalte Wasser

Julia reitet in Malaysia (e-fellows.net)

Julia reitet in Malaysia (e-fellows.net)

Julia ist eine spontane Natur. Nach dem Abi wollte sie ihr Englisch verbessern. "Da habe ich einfach einen Flug nach England gebucht und mich dort auf Jobsuche gemacht". Damit hatte sie schnell Erfolg: Bei IBM half sie deutschen Anrufern, ihre Computerprobleme zu lösen. Und auch dort war ihre Spontaneität gefragt: "Die Abteilung war total unterbesetzt. Ich musste schon am dritten Tag ans Telefon gehen, obwohl ich da mit meinen Schulungen noch gar nicht fertig war", erzählt sie. "Das war kein Zuckerschlecken".
 

Nette Italiener am Telefon

 Da Julia Italienisch spricht, musste sie bald auch den italienischen Anrufern helfen - und lernte dabei einiges über die unterschiedlichen Mentalitäten von Deutschen und Italienern. "Die Deutschen haben oft ungehalten reagiert, wenn ich ihre Probleme nicht sofort lösen konnte. Die Italiener waren viel verständnisvoller. Sie haben mir immer gesagt, ich solle mir keine Sorgen machen und dass wir das schon hinkriegen".
 

Sprachkurs und Reisen in Spanien

 Danach zog es Julia aber noch nicht gleich zurück nach Deutschland. Erst mal ging es zum Sprachkurs nach Spanien. "Ich hatte jeden Tag sechs Stunden Unterricht und am Nachmittag frei - wie in der Schule." In ihrer Freizeit reiste sie viel umher. Und eigentlich wollte sie nebenher noch arbeiten. Dafür hat sie einfach in Unternehmen nachgefragt, ob es freie Stellen gibt. "Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch kam erst nach drei Monaten. Da stand aber schon der Umzug in die nächste Stadt an", erzählt sie.
 

Von der Studienberatung in den Hörsaal

 Bei ihrer Studienwahl hat Julia nichts dem Zufall überlassen. Schon in der neunten Klasse machte sie ein Praktikum in der Studienberatung der TU Dresden. "Lustig eigentlich: Da saß ich und habe deutlich älteren Studenten Informationen zum Studium gegeben". Ihr Studienfach Kommunikations- und Medienwissenschaft fand Julia damals schon spannend. "Kommunikation ist ja allgegenwärtig und begleitet einen ein Leben lang". Ihre Kollegen von der Studienberatung ermunterten sie, sich einfach Vorlesungen anzuhören. Die überzeugten sie endgültig. "Jetzt im Studium hat sich der gute Eindruck bestätigt. Ich würde das Fach wieder wählen".
 

In die Ferne schweifen - nach Hongkong

 Auch im Studium hielt es Julia nicht an einem Ort. Bei einer Reise durch Laos und Thailand packte sie das Asien-Fieber. "Ich wollte unbedingt noch mehr von Asien sehen. Deshalb zog es mich nach Hongkong". Die Sprache Hongkongs, Kantonesisch, sprach sie vor dem Auslandssemester nicht. "Das war aber kein Problem. In der Uni kommt man sehr gut mit Englisch durch", erklärt sie. Und auch vom höchsten Bungee-Turm der Welt in Macao stürzte sie sich, ohne die Einheimischen zu verstehen. Für e-fellows.net hat sie einen Erfahrungsbericht über ihr Auslandsstudium geschrieben. Ihr Fazit: "Hongkong ist eine einzigartige Mischung aus Ost und West. Das gibt es sonst nirgendwo".
 

Praxis ist Pflicht

 Julia ist es sehr wichtig, dass ihr Studium nicht nur graue Theorie bleibt. Da kommt es ihr sehr gelegen, dass es an der Uni Leipzig praktische Seminare mit Dozenten aus Kommunikationsabteilungen gibt. "Mit ihnen führen wir zum Beispiel Kommunikationskampagnen durch". Und Julia engagiert sich auch persönlich für den Praxisbezug an der Uni: Im Verein LPRS - "Leipziger Public Relations Studenten" - organisiert sie Vorträge und Workshops, in denen Studenten zum Beispiel lernen, Krisen-Kommunikation zu betreiben. "Als Referenten haben wir sogar schon den Kommunikationschef der Allianz gewonnen", berichtet Julia.
 

Unternehmen schlägt Agentur

 Natürlich sorgt Julia auch dafür, dass sie selbst die nötige Portion Praxis bekommt - zum Beispiel durch ein Praktikum in einer PR-Agentur. Dort hat sie gemerkt, dass die Agenturarbeit eher nichts für sie ist. "In eine Agentur kommen die Unternehmen mit bestimmten Vorstellungen, die die PR-Berater nur noch umsetzen sollen. So wird man oft zum Spielball der Unternehmen", meint sie. Der Kommunikation will sie aber treu bleiben - nur lieber in einem großen Unternehmen. Denn ihr Praktikum in der internen Kommunikation des Softwareherstellers SAP hat ihr besser gefallen.
 

Ziele: Unternehmenskommunikation und Weltreise

 Deshalb sieht Julia auch ihre Zukunft in der Kommunikations- oder Marketingabteilung eines großen Unternehmens. Mit ihren Nebenfächern BWL und Psychologie ist sie dafür gut gerüstet. "Für die Unternehmenskommunikation muss man wissen, wie das Unternehmen tickt. Mit meinen Nebenfächern kann ich ein Unternehmen und seine Menschen besser verstehen". Aber will die reiselustige Julia nach dem Studium nicht erst noch mehr von der Welt sehen? "Ich will auf alle Fälle noch viel reisen, am liebsten um die ganze Welt. Aber zuerst fange ich an zu arbeiten. Eine Auszeit kommt dann später".

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