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Studenten der ESCP Europe radeln quer durch Europa

Quelle: freeimages.com, phelle

Vier französische Studenten der ESCP Europe in Berlin mussten irgendwie wieder nach Hause kommen. Flugzeug, Auto oder Zug waren ihnen zu schnell und zu unpersönlich. Also blieb das Fahrrad. Und eine unvergessliche Reise quer durch Deutschland und Frankreich. Skeptische Kinder und geschichtsträchtige Orte inklusive.

Neun Minuten Flug, eine Stunde Autofahrt oder 50 Minuten mit dem ICE - das entspricht einem anstrengenden und langen Tag auf dem Fahrrad. Sicherlich haben wir nicht den kürzesten und bequemsten Weg auf unserer Fahrt vom Berliner zum Pariser Campus der ESCP Europe gewählt, aber dafür den abwechslungsreichsten mit vielen einzigartigen menschlichen Begegnungen und wundervollen Landschaften.

Umweltfreundlich nach Paris

Diese eindrucksvolle Reise startete eigentlich bereits vor einigen Monaten, als wir - Alexis Julien-Laferrière, Quentin Wuithier und Vianney Danel – uns gemeinsam mit unserem Freund Matthieu Guy dazu entschieden, nach unserem Studienaufenthalt in Berlin den umweltfreundlichsten und abwechslungsreichsten Weg zurück nach Paris zu wählen. 

Von der verrückten Ideen zur Umsetzung

Das Fahrrad schien somit für uns das richtige Fortbewegungsmittel zu sein. Und so reifte während unseres letzten Semesters in Berlin die verrückte Idee zu einer mehr oder weniger durchgeplanten Bike-Tour. Der Tag der Abfahrt rückte näher und näher und zahlreiche Vorbereitungen waren zu treffen. Mit der großzügigen Unterstützung der Hochschulleitung des Berliner Campus der ESCP Europe konnten wir uns und unsere Fahrräder optimal ausstatten – und dennoch: Wir wussten, dass die eigentlichen Strapazen und Herausforderungen noch vor uns lagen.

Hügelige Überraschungen

Am 30. April 2012, 10:15 Uhr, starteten wir vom Berliner Campus der ESCP Europe. Das benachbarte Schloss Charlottenburg im Auge und vollgetankt mit Zuversicht und Adrenalin traten wir in die Pedale. Mit der deutschen Geografie waren wir nicht wirklich vertraut. Natürlich haben wir Landkarten ausgiebig studiert, doch die Realität sieht dann überraschend anders und vor allem hügeliger aus. Grundsätzlich sind die deutschen Straßen sehr gut für Fahrradfahrer ausgebaut. Und so konnten wir besonders materialschonend fahren.

Deutsche Gastfreundschaft

Wir waren bereits von der Schönheit der Landschaft überrascht und fasziniert, jedoch umso mehr von der beeindruckenden Gastfreundschaft der Menschen, die wir auf unserer Reise kennenlernten. Wir wurden immer herzlich empfangen. Es war überhaupt kein Problem, einen Platz zum Zelten zu finden. Dabei haben wir viel über den Alltag in Deutschland erfahren. An dieser Stelle möchten wir Ute, Maximilian und Lulu danken. Sie haben uns auf unserer Reise in verschiedensten Situationen unterstützt. 

Skeptische Kinder

Die Einzigen, die unserer Reise im ersten Moment skeptisch gegenüberstanden, waren zahlreiche Kinder, die wir auf unserer Reise trafen. Sie fragten uns “Warum macht ihr das?” Wir erklärten ihnen, dass wir gerne Fahrrad fahren und zudem ein Abenteuer eingehen wollten. Und dass dabei eine besondere Kraft entsteht, die aus uns ein tolles Team gemacht hat.

Konditionstief Mittelgebirge

Unser erstes Konditionstief hatten wir im deutschen Mittelgebirge, genauer gesagt in Hessen. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit sank von 23 auf 19 km/h. Doch zwei Tage später schöpften wir neue Kraft und Freude, denn wir passierten die französische Grenze - im Glauben bald am Ziel zu sein. Was wir dabei noch nicht ahnten, war, wie hügelig und steil die Gegend um Lorraine und Champagne-Ardenne ist. Aber auch da haben wir uns durchgekämpft. Am achten Tag durchquerten wir Verdun – einen der geschichtsträchtigsten Orte und ein Mahnmal dafür, dass die Beziehungen vieler europäischer Länder nicht immer friedlich waren. Wir sehen es als Verpflichtung, jeder Form von Extremismus lautstark entgegenzutreten – ganz besonders in Krisenzeiten.

Ankunft in Paris

Am 9. Mai 2012, nach 1.297 aufregenden Kilometern, erreichten wir schließlich Paris. Auf dem Pariser Campus der ESCP Europe erwarteten uns bereits viele Freunde und Kommilitonen.

Wir tragen in uns viele unvergessliche Momente und Erinnerungen dieses Abenteuers. Und wir raten jedem, einmal Leben eine solche Reise zu machen. Es war eine vielschichtige Grenzerfahrung. Wir lernten zum einen unsere physischen Grenzen kennen, zum anderen erfuhren wir, wie wichtig mentale Stärke ist. Unsere gemeinsame Erkenntnis dieser zehntägigen Reise ist: “Allein bist du schneller; gemeinsam geht man jedoch weiter.”

Streckeninformationen zur Reise

Durchquerte Städte:

  • Deutschland: Berlin, Potsdam, Lutherstadt, Halle, Eisenach, Frankfurt, Mainz, Bad Kreuznach, Idar Oberstein
  • Frankreich: Thionville, Verdun, Ste. Menehould, Chalon-en-Champagne, Château Thierry, Meaux, Paris
  • Distanz: 1.297 km
  • Durchschnittliche Fahrstrecke pro Tag: 129,7 km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,1 km/h
  • Fahrzeit: Zehn Tage
  • Längste Tagesetappe: 175,6 km
  • Höchstgeschwindigkeit: 63,5 km/h
  • Fahrradgewicht inkl. Gepäck: 27 kg
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Kommentar (1)

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  1. Stephan Petras

    Hallo Melanie. Ich und meine Freundin und Freunde wolle jetzt auch mall weg und haten uns überlegt auch nach Paris zu Faren so wie sie auch mit den Farat weil Auto haben wir leider nicht. des wegen haben wir uns auch enschiden mit den Rad los zu faren aber leider wiesen wir nicht wie wir faren sollen können sie uns dar bei helfen haben sie noch eine karte wie sie gefaren sin.

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