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Der Zauberer als Mentor

Thomas Irawan heute.

Thomas Irawan heute.

Früher 'Stipendiat des Monats' - was ist da der nächste logische Schritt? Natürlich Mentor bei e-fellows.net werden! Als der Artikel über ihn 2006 erschien, stand Dr. Thomas Irawan (31) kurz vor der Abgabe seiner Doktorarbeit. Heute ist er Gruppenleiter bei Bosch - und als Mentor immer noch im Netzwerk aktiv. Ob er seinen Mentees auch Zaubern beibringt?

Was ist passiert, seitdem du Stipendiat des Monats warst?
 Im Oktober 2006 bin ich wie geplant als Fertigungsplaner und Prozessentwickler für die Herstellung einer Komponente für die Benzindirekteinspritzung bei der Robert Bosch GmbH im Werk Blaichach/Immenstadt im Allgäu eingestiegen. Im März 2007 habe ich die Projektkoordination und das technische Controlling des Gesamtprojektes in Blaichach übernommen.
 
 Dann bekam ich die Möglichkeit, die Projektleitung für einen neuen innovativen Sensor zu übernehmen. Ein paar Monate später hat Bosch mir meine jetzige Tätigkeit als Gruppenleiter der Prozess- und Verfahrensentwicklung angeboten, die ich bis Ende 2008 in Personalunion zur Projektleitung ausgeübt habe. Seit Ende 2008 habe ich das Projekt vollständig an meinen Nachfolger übergeben und konzentriere mich voll auf die Herausforderungen meiner ersten Führungsaufgabe. Die Gruppe umfasst zurzeit über 30 Mitarbeiter inklusive einer kleinen Versuchswerkstatt mit zehn Mitarbeitern.
 

Bist du auf deine Auszeichnung als "Stipendiat des Monats" angesprochen worden?
 Ja, hin und wieder haben mich andere e-fellows und Freunde darauf angesprochen, die den Artikel über Suchmaschinen gefunden hatten. Auch einige meiner Mitarbeiter haben ihren "neuen Chef" erst einmal im Internet recherchiert und sind auf den Bericht gestoßen.
 

Sieht es so aus, als ob deine Prognosen ("In zehn Jahren...") eintreffen könnten?
 Ich bin mir nicht mehr ganz so sicher, was meine Prognosen waren. Aber bis jetzt bin ich total glücklich und zufrieden. Meine Erwartungen an die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten wurden deutlich übertroffen. Und auch im Privatleben läuft alles bestens - wir haben im Mai unser erstes Kind bekommen.
 

Wie lief dein Berufseinstieg?
 Der Einstieg war der absolute Sprung ins kalte Wasser. Der Unterschied könnte kaum größer sein zwischen dem Forschen an der Uni während der Promotion und der Großserienproduktion in einem Fertigungsbetrieb - aber das habe ich genauso gewollt. Mir halfen ein großes Stück Flexibilität und Belastbarkeit in diesem hektischen, sich schnell ändernden Umfeld. So konnte ich in dieser sehr intensiven Zeit alle Aufgaben bewältigen. Nach dem Motto "fördern durch fordern" haben mir meine Vorgesetzten immer sehr früh mehr zugetraut, so dass ich mich schnell weiterentwickeln konnte.
 

Hast du heute noch Kontakt zu e-fellows.net oder zu anderen e-fellows?
 Ja, da viele e-fellows.net-Stipendiaten und -Alumni ebenfalls bei Bosch arbeiten, habe ich noch Kontakt. Weil Bosch eine "große Familie" ist, sieht man sich immer mal wieder. Außerdem habe ich natürlich über das Mentorenprogramm Kontakt zu meinen Mentees.
 

Als du Stipendiat des Monats warst, hast du neben dem Studium auch gezaubert. Kommst du dazu heute noch?
 Seit meinem Einstieg bei Bosch und vor allem seit der Geburt unseres Sohnes muss ich Prioritäten setzen, um Berufs- und Privatleben unter einen Hut zu bringen. Hobbys müssen daher häufig hintanstehen. Ganz aufgegeben habe ich das Zaubern aber nicht: Einmal hat mich einer meiner ersten Chefs für die Firmen-Weihnachtsfeier engagiert - ich habe dort vor mehreren hundert Mitarbeitern eine Zaubershow gegeben. Aber bis auf einige "private Auftritte" bei Freunden oder im Kreise meiner Kollegen werde ich dieses Hobby wahrscheinlich auf Eis legen, bis mein Sohn groß genug ist, sich dafür zu interessieren.
 

Und noch mal eine Prognose: Was machst du in zehn Jahren?
 In zehn Jahren habe ich einen zehnjährigen Sohn und vielleicht noch eine achtjährige Tochter :-). Zu diesem Zeitpunkt bin ich dann schon 26 Jahre mit meiner Frau zusammen. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt an einem der ausländischen Bosch-Standorte werden wir uns irgendwo in Süddeutschland niedergelassen haben. Und ich arbeite natürlich immer noch bei Bosch, zum Beispiel als Hauptabteilungsleiter in der Fertigung.
 

Welchen Karrieretipp hast du für die e-fellows?
 Meine persönliche Erfahrung ist, dass man mit Offenheit, Ehrlichkeit und gesundem Optimismus eine ganze Menge erreichen kann. Dann stimmen meistens die Leistung und somit die Ergebnisse. Und man hat dadurch Erfolg und Spaß an der Arbeit. Das hilft wiederum, den hohen Erwartungen gerecht zu werden und Beruf und Privatleben vereinen zu können.

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