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Ökonomie für Nicht-Ökonomen

Entrepreneurs-Program bei Bertelsmann (Autor: Rawpixel, Quelle: Fotolia.com)

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'agora42' ist ein Ökonomie-Magazin für Nicht-Ökonomen. Nicht Zahlen stehen im Mittelpunkt, sondern der Mensch und die Philosophie. Dabei reichen die Themen von 'Der Faktor Zeit' bis 'Ich - Ausgeburt des Marktes?'. Die Gründer: e-fellow Wolfram und zwei Freunde. Was sie zu dem Magazin inspirierte? Die Erkenntnis, dass Großbritannien mit 'The Economist' etwas hat, das in Deutschland noch fehlt.

Wie alles begann

Eigentlich arbeitet Wolfram als Unternehmensberater bei der Kürn Cetin Capital AG. Er und Nazim Cetin, sein Chef und Vorstand der Kürn Cetin Capital AG, beschäftigen sich aber auch gerne mit anderen Themen, wie zum Beispiel der Wirtschaftskrise und wie sie die Gesellschaft beeinflusst. "Uns fiel auf, dass es in Deutschland kein Magazin gibt, das sich mit volkswirtschaftlichen Themen auseinandersetzt und in einfachen Worten erklärt. Daraus entstand die Idee, ein Magazin wie 'The Economist' herauszubringen."

Was hat Ökonomie eigentlich mit Philosophie zu tun?

Frank Augustin, ehemals stellvertretender Chefredakteur eines Philosophie-Magazins und Mitgründer der "agora42", brachte Wolfram und Nazim dann auf eine weitere Idee: "In der Ökonomie geht es nicht nur um bloße Zahlen, sondern auch um Philosophie. Gerade die Wirtschaftskrise hat gezeigt, dass Theorie-Modelle an ihre Grenzen geraten können. Denn der Mensch handelt nicht immer klug und rational. Es ist wichtig, umzudenken, und auch ein neues Menschenbild zu entwickeln." Für alle war klar: "Wenn die Philosophie der Versuch ist, die Welt und die menschliche Existenz zu deuten, dann sollten wir uns ebenfalls näher damit beschäftigen."

Anfängliche Stolpersteine

Wolfram, Nazim und Frank merkten schnell, dass die Herausgabe eines Magazins viel komplexer ist, als sie eigentlich dachten. Schritt für Schritt mussten sie sich zunächst voranarbeiten: Sie suchten eine Druckerei, erste Interviewpartner, einen Grafiker, schrieben eigene Artikel und bauten Vertriebsstrukturen auf. Zwischendurch kam es auch zu Verzögerungen: Da Wolfram und seine Mitgründer mit den Layout-Ergebnissen der ersten Agentur unzufrieden waren, suchten sie kurzerhand eine neue.

"agora42" - Ein Titel mit einer Geschichte

Auf den ersten Teil des Titels einigten sie sich schnell: "'agora' ist altgriechisch und bedeutet 'Versammlungsplatz' oder 'Markt' und war auch der Ort des intellektuellen Diskurses. 'agora' steht somit für die unvergängliche Weisheit der alten Philosophen", so Wolfram.  

Auf der Suche nach Antworten

"Weitaus schwieriger war es, eine Verbindung zur Moderne herzustellen. Die Zahl '42' ergab sich eher aus Zufall. Sie stammt aus dem Buch 'The Hitchhiker's Guide to the Galaxy' von Douglas Adams und ist die Antwort eines Supercomputers, der von den Menschen gebaut wurde, um die Frage nach 'life, the universe and everything' zu beantworten. Nach 7,5 Millionen Jahren errechnete der Supercomputer die Antwort: '42'. Die Erkenntnis: Die Frage muss wohl präziser gestellt werden." Der Titel und das Magazin selbst sind somit eine Mischung aus Alt und Neu: Einerseits geht es um alte philosophische Weisheiten, andererseits um die Suche nach den Themen der Zukunft, wie zum Beispiel in der aktuellen Ausgabe "Ich - Ausgeburt des Marktes?".

Wolframs Unternehmen:

  • Unternehmensname: agora42, Magazin für Ökonomie, Philosophie und Leben
  • Branche: Print/Media/Verlag
  • Produkt: zweimonatlich erscheinendes Magazin
  • Gegründet: 2009
  • Beschäftigte: sechs
  • Website: www.agora42.de

Wolfram über sich und sein Unternehmen:

Mein Unternehmen habe ich mit zwei Freunden gegründet, weil...

... es in Deutschland keine Magazine oder sonstige Medien gab, die makroökonomische Themen erklären und philosophisch reflektieren.

Mein Unternehmen ist profitabel, weil...

... wir in einer Zeit der Orientierungslosigkeit leben, in der diese Fragen immer wichtiger werden und auch jeden persönlich betreffen.

Unternehmer sein liegt mir, denn...

... so habe ich die Dinge selbst in der Hand – sowohl bei Erfolg als auch Misserfolg.

Startkapital habe ich erhalten über...

... meinen Mitgründer und Partner Nazim Cetin und einen Förderkredit.

Wenn ich nicht mein Unternehmen leite, dann...

... arbeite ich noch für die Kürn Cetin Capital AG, eine Corporate Finance Advisory für den Mittelstand. Beim Bouldern (Klettern ohne Seil und Gurt) versuche ich dann, abzuschalten.

In fünf Jahren...

... wird "agora42" weiterhin kontroverse Meinungen und überraschende Perspektiven präsentieren und aktiv an der öffentlichen Meinungsbildung teilnehmen.

Mein Tipp für andere Unternehmensgründer:

Kreativ und hartnäckig bleiben. Wenn man zudem zu hundert Prozent hinter seiner Gründungsidee steht, einen Sinn darin sieht und die Verwirklichung der Idee über bloßes Geldverdienen hinausgeht, fällt die "Durststrecke" zu Beginn wesentlich kürzer aus.

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