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Nachhilfe für fleißige Bienen

Studenten lernen Prüfung Prüfungsvorbereitung (© fotolia.com - olly)

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Wer ist nicht schon mal an einem Unifach verzweifelt und hat sich individuelle Hilfe gewünscht? Julia Hetzel und ihre Freunde haben mit Studybees eine Nachhilfeplattform für Studenten gegründet. Im Interview spricht sie über ihr preisgekröntes Start-up und das Geschäftsmodell.

Die Idee für ihr Start-up kommt Julia Hetzel und ihren Freunden während ihres BWL-Studiums an der Uni  Mannheim. Obwohl sie alle ein sehr gutes Abitur haben und teilweise e-fellows.net-Stipendiaten sind, sind manche Fächer doch recht schwierig. Studium sei doch etwas anderes als Schule, meint Julia, und dass manche Fächer so ausgelegt seien, dass ein bestimmter Prozentsatz eben durchfalle. In dieser Situation taucht die Idee auf: Wäre es nicht hilfreich, Nachhilfe bei einem älteren Studenten zu haben, der das Fach bereits belegt und vor allem die Prüfung schon bestanden hat?

Das Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell funktioniert wie folgt: Ein Student sucht Nachhilfe für ein bestimmtes Fach an seiner Universität. Auf Studybees findet er einen Tutor, der genau dieses Fach bereits belegt und bestanden hat. Die beiden vereinbaren ein erstes Treffen und der Student zahlt die erste Stunde direkt an Studybees. Der Tutor gibt die erste Stunde kostenlos. Sollte der Student nicht zufrieden gewesen sein, erstattet Studybees das Geld zurück. Andernfalls vereinbaren Student und Tutor weitere Termine und Studybees zieht sich zurück. Die einmalige Vermittlungsgebühr stellt die Einnahmequelle des Unternehmens dar.

Von der Idee zur Umsetzung

Während eines Praktikums beim Start-up Stocard kann sie erste Erfahrungen in der Gründerszene sammeln und sieht, wie ein junges Unternehmen funktioniert. Dort trifft sie auch Alexandra, mit der sie später Studybees gründet. Der Dritte im Bunde ist Fabian, den sie während ihres Auslandssemesters in Paris kennenlernt und mit dem sie erste Ideen bereits dort entwickelt. Zwischen diesen ersten Ideen für ein Nachhilfeportal für Studenten und der Umsetzung vergeht trotzdem ein Jahr. Studybees wird gegründet, als Julia bereits ihren Master in Ludwigshafen absolviert. Besonders hilfreich für die jungen Unternehmer ist der Gewinn des Ideenwettbewerbs "Innovator’s Cup", der von SAP, dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Walldorf initiiert wird. Nachdem sie dort ihre Idee erfolgreich präsentiert haben, bekommen sie kostenlose Büroräume und den Beistand eines Rechtsanwalts zur Verfügung gestellt. Daneben kann ein Investor  gefunden werden, der das Start-up mit ausreichend Startkapital unterstützt. Die Wahl der Rechtsform fällt auf eine Unternehmergesellschaft (UG), da die Gesellschafter so haftungsbeschränkt sind. Zuletzt sind es vier Personen, die Studybees gründen: Julia Hetzel, Alexandra Slabskaia, Fabian Klein und Johannes Saal. Alles beginnt mit einem Prototyp der Webseite, um abschätzen zu können, ob der Service tatsächlich genutzt werden würde. In diesem Stadium werden die Tutorenanfragen noch manuell weitergeleitet. Doch nachdem klar ist, dass eine große Nachfrage besteht, wird auch die IT professionalisiert.

Die nächsten Schritte

Obwohl Studybees noch ganz am Anfang steht, kann es an seiner Heimatuni Mannheim bereits einen regen Zulauf verzeichnen. Auch an einigen anderen deutschen Unis sind Studybees aktiv und es kommen laufend neue Hochschulen hinzu. Das ursprüngliche Team ist um einen IT-Werkstudenten und um zwei Campus Representatives gewachsen, die das Unternehmen an der TU München und an der Uni Bonn bewerben und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

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