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42.195 Schritte bis zum Ziel

Läufer in Turnschuhen 174x100 (Quelle:pixelio.de/Klicker)

Läufer in Turnschuhen 174x100 (Quelle:pixelio.de/Klicker)

Am 26. April fällt der Startschuss für den London Marathon. Über 35.000 Läufer werden sich zwischen Tower und Themse drängen. Mitten drin schwitzt e-fellows.net-Stipendiatin Natalia für ihre Initiative.
 

"Wer sichere Schritte tun will, muss sie langsam tun."

 War Johann Wolfgang von Goethe vielleicht ein begeisterter Langstrecken-Läufer? Darüber ist nichts bekannt. Sicher ist nur, dass sein Zitat die Grundlage eines jeden Marathon-Trainingsprogramms bildet. Es ist das Geheimrezept für alle Marathon-Erstlinge wie Natalia. Bald wird es soweit sein: 42.195 sichere, langsame Schritte, um das Ziel nach 42 Kilometern und 195 Metern am Buckingham Palace zu erreichen. Doch das ist nur Mittel zum Zweck.
 

Laufen für die, die es nicht können.

 An einem sonnigen Oktober-Nachmittag letzten Jahres saβ Natalia als freiwillige Helferin mit ihrem Pflegekind Julia im Sandkasten und sah ihr beim Spielen zu. Voller Begeisterung erklärte Julia einen im Sand vergrabenen alten Lumpen für eine Schlange. In ihrer Fantasie kämpfte sie mit dem bösen Tier. Julia ist vier Jahre alt und kann nicht Laufen. Sie ist eine von vielen behinderten Kindern, die ausserhalb ihrer Familie kaum Kontakt zu nicht-behinderten Kindern haben und sehr darunter leiden. Die Wohltätigkeitsorganisation "Phabkids" setzt sich für die Integration behinderter Kinder wie Julia ein, indem sie Freizeitaktivitäten und Sommercamps für behinderte und nicht-behinderte Kinder organisiert. Das alles kostet Geld. Also bewarb sich Natalia bei "Phabkids" für einen Platz im Londoner Marathon, um Spendengelder zu sammeln. Das Ziel: 1.650 Euro.
 

Vom Waffeleisen zum Spenden-Marathon

 Wie sammelt man Spendengelder und bereitet sich gleichzeitig auf einen Marathon vor, alles in nur ein paar Monaten? Drei Geheimtipps: Disziplin, Organisationstalent und Waffeleisen! Disziplin braucht man, um sich die Laufschuhe anzuziehen und sich für einen 20 km langen Lauf rauszujagen, auch wenn es Januar ist und regnet. Organisationstalent ist gefragt, um die Zeit zum Laufen zu finden (vor der Arbeit, in der Mittagspause, während das Experiment läuft und so weiter), und um seine Fundraising-Aktivitäten zu planen. Das Waffeleisen ist wichtig, um alle seine Arbeitskollegen am Nachmittag mit dem Duft frisch gebackener Waffeln zu verführen und somit Münze für Münze Spenden zu sammeln.
 

Auf der Zielgeraden
 Natalia hat mittlerweile um die 300 Waffeln gebacken, verkauft und damit rund 420 Euro eingenommen. Mit Waffeln alleine ist es natürlich nicht getan. Der Marathon rückt immer näher und weitere Veranstaltungen stehen an. Es gibt eine Tombola mit einem Massage-Gutschein als Hauptpreis, einen Quiz-Abend und Live-Musik. Inzwischen spendeten Familie, Freunde und Fremde, die sich von ihrem Engagement inspiriert fühlen und gerne für einen guten Zweck geben.
 

Auch du kannst helfen

 Über 1.500 Euro wurden bereits gesammelt. Jeder kann helfen, das Ziel von 1.650 Euro zu erreichen. Schon 20 Euro bringen Natalia 500 Meter näher an die Zielgerade. Dein Geld hilft behinderten Kindern, Anschluss in der Gesellschaft zu finden und wieder zu lächeln.

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