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Außenpolitik (Quelle: freeimages.com, stroinski)

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Außenpolitik ist nicht dafür gemacht, um nur in Seminararbeiten und Hörsälen behandelt zu werden. Das dachte sich e-fellow Alexander und gründete mit vier anderen Studenten IFAIR. Die Initiative bringt Studenten mit Expertise in internationaler Politik sowohl untereinander zusammen als auch mit Entscheidungsträgern aus der Praxis.

Es ist der September 2010, als ein Jurist, ein Europawissenschaftler und drei Politikwissenschaftler sich in einer Sommerakademie der Studienstiftung kennenlernen. In der Arbeitsgruppe "Die Zukunft der europäischen Außenpolitik" kommt ihnen die Idee, dass studentisches Fachwissen über Außenpolitik und internationale Beziehungen zu wertvoll ist, um zwischen den Kartondeckeln von Seminar- und Abschlussarbeiten oder zwischen den Wänden von Hörsälen eingeschlossen zu bleiben. Drei Monate später gründen sie den Verein "Young Initiative on Foreign Affairs and International Relations (IFAIR) e.V." 

Online-Plattform für junge Außenpolitik-Experten

Der Verein versteht sich als "Open Think Tank": Ziel ist es, studentische Expertise über internationale Politik zu bündeln. Studenten aller Fächer und andere Interessierte können Beiträge zu außenpolitischen Themen einreichen in Form von Stellungnahmen, Meldungen oder auch Buchempfehlungen. Diese werden vom IFAIR-Team auf der Website www.ifair.eu veröffentlicht und können dann online von jedem kommentiert werden.

Lernen von den Großen

Ein zweites Ziel ist, Experten aus der Praxis in diese Diskussion einzubeziehen. Deshalb veranstaltet IFAIR Podiumsdiskussionen und Workshops. Zwei Veranstaltungen hat das junge Team bereits erfolgreich hinter sich gebracht: Im Februar diskutierten Vertreter verschiedener Stiftungen und ein ehemaliges Mitglied des Bundestags über die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland unter Leitung eines ehemaligen Russland-Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung.

Dem Minister beim Entscheiden helfen

Im anschließenden Workshop berichtete Nicole Renvert von der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Arbeit und den Bewerbungsprozess bei Internationalen Organisationen. Denn neben dem inhaltlichen Austausch sollen die Teilnehmer der IFAIR-Veranstaltungen auch Berufswege in der internationalen Politik kennenlernen und Praxis-Erfahrung sammeln. So erstellten sie in dem Workshop auch eine ministeriale Entscheidungsvorlage – mithilfe von Originalunterlagen und einem Mitarbeiter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.
 
Dass IFAIR von Außenpolitik-"Profis" ernst genommen wird, zeigt ein Blick auf das Programm des nächsten Workshops am 16. Juli in Berlin an der Hertie-School of Governance: Zunächst werden die Teilnehmer bei einem ehemaligen Harvard-Assistenten für Verhandlungsanalyse die Grundzüge internationaler Verhandlung erlernen. Anschließend können sie ihre Erkenntnisse mit der neuen Direktorin der "Generaldirektion externe Politikbereiche" der EU, Agnieszka Walter-Drop, auf ihre Praxistauglichkeit überprüfen.

Offiziell gemeinnützig

Nicht nur die Teilnahme von bedeutenden Experten der internationalen Politik an den Veranstaltungen spricht dafür, dass IFAIR sich bereits einen gewissen Namen erdiskutiert hat: Zu den Unterstützern zählen die Hertie-Stiftung, die Studienstiftung des Deutschen Volkes und das Auswärtige Amt. Gewissermaßen den Ritterschlag erhielt die Initiative im Mai: Sie wurde als gemeinnütziger Verein anerkannt.

Kontakt

E-Mail: Alexander.Pyka@ifair.eu

Website: www.ifair.eu

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Kommentar (1)

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  1. Anonym

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