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Vom Fußball zur eigenen Praktikumsvermittlung

Lars in Namibia (Quelle: e-fellows.net)

Lars in Namibia (Quelle: e-fellows.net)

Nachhaltiger Sport in Namibia
Pünktlich zum Ende der Regenzeit im April 2009 kam  e-fellows.net-Stipendiat Lars in Oshakati an, einer Stadt im Norden Namibias. Zuvor hatte er bereits ein dreiviertel Jahr in Namibias Hauptstadt Windhoek verbracht. In Oshakati organisierte er einen Workshop für ein Fußball-Team der namibischen Nationalliga. Im Mittelpunkt standen aber nicht etwa Ballgefühl und Spielzüge. Sondern Ideen, um den Profisport in Namibia nachhaltiger zu organisieren und zu finanzieren.

Lars im Glück bei der Praktikumssuche
Lars arbeitete in Namibia als Freiwilliger des Deutschen Entwicklungsdienstes. Die Vorbereitung für seinen Aufenthalt war sehr aufwändig. Und er hatte Glück: Er lernte nämlich auch viele andere Studenten kennen, die ein Praktikum in Afrika absolvieren wollten und - anders als er - an Vermittlungen mit horrenden Preisen und ausbeuterische Arbeitgeber gerieten.

"Das kann ich besser!"
Als sich das Ende seines Einsatzes näherte, beschloss er, seine Ortskenntnis und sein Netzwerk in Namibia zu nutzen. Er wollte eine fairere Lösung für deutsche Praktikanten und namibische Organisationen schaffen. Zurück in Deutschland gründete er im Juli 2009 seine eigene Praktikumsvermittlung "AfricIntern" als Konkurrenz zu den überteuerten und unfairen Anbietern. Profit machen will er damit nicht - aber mit Namibia verbunden bleiben. Er nutzt seine Kontakte zu Organisationen im ganzen Land, um Praktikanten eine ähnliche tolle Erfahrung zu ermöglichen wie seine eigene.

Afrikanische Verhältnisse
"Ein Praktikum in Namibia findet man nicht einfach auf der Internetseite eines Unternehmens", erzählt Lars. Spannende Unternehmen lernt man persönlich auf Messen oder im geschäftlichen Kontakt kennen. Für die Suche nach einem vertrauenswürdigen Vermieter braucht man Ortskenntnis. Auch die Visumsbewerbung ist meist schwierig. Außerdem sollten die Praktikanten nicht gleich bei der Taxifahrt vom Flughafen auf einen Schwindler hereinfallen. Alles Stolpersteine, die den Aufenthalt in Afrika schwierig machen. Daher sollte man Praktika in Namibia nur mit einer sachkundigen Hilfe organisieren.

Unterstützung lokaler Organisationen
Die von AfricIntern vermittelten Praktika sind unbezahlt. Andernfalls könnten sich die namibische Partnerorganisationen Praktikanten gar nicht leisten, denn AfricIntern vermittelt vor allem an NGOs und Start-ups. Und wenn die Firmen keine zusätzlichen Kosten für die Praktikanten haben, haben sie auch weniger Hemmungen, die neue Perspektive und das wichtige Wissen westlicher Studenten anzunehmen.

Namibia flexibel kennenlernen
Doch auch die AfricIntern-Praktikanten profitieren von der Situation: Die Praktika sind sehr flexibel. So lässt sich zu fast jeder Zeit des Jahres ein Aufenthalt ohne lange Bewerbungsfristen organisieren. Auch die Dauer können sie individuell festlegen. Zwischen einem und sechs Monaten ist alles möglich. Lars empfiehlt ein mindestens zweimonatiges Praktikum: "Namibia ist ein faszinierendes Land und das Leben in Afrika ist sehr prägend. Und das umso mehr, je länger man dort ist. Eine Reise durch die atemberaubende Schönheit des Landes sollte man unbedingt einplanen."

Erfolge, aber kein Profit
Trotz des kurzen Bestehens kann Lars schon auf einige Erfolge von AfricIntern stolz sein: Er kann zum Beispiel bei der Industrie- und Handelskammer Namibias Praktika organisieren, bei einer Unternehmensberatung für kleinere und mittlere Unternehmen oder einer touristischen Gästefarm. Durch den ständigen Kontakt mit Namibia kann Lars ein Stück seiner Erfahrung weiterleben. "Das entschädigt auch für die viele unbezahlte Zeit, die in das Projekt fließt."

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