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Asien in Harvard

Kirschblüten [Quelle: freeimages.com, Autor: johnnyberg]

Quelle: freeimages.com, johnnyberg

Größen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren die Herausforderungen Asiens mit Studenten aus aller Welt. In Panels entwickeln sie Lösungen für Probleme im Umweltschutz, in der Bildung oder Wirtschaft. Nebenbei knüpfen die Delegierten Kontakte zu Gleichgesinnten und lernen die Bräuche der anderen kennen. Wo? Auf der Academic Conference des 'Harvard Project for Asian and International Relations'.

Titel und Thema der Veranstaltung

HPAIR Academic Conference

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung

18. bis 21. Februar, Harvard University, Cambridge, Massachusetts

Teilnehmer

Rund 130 Studenten und 50 Redner

Warum du an der Veranstaltung teilgenommen hast

Aus Interesse für Asien und die Harvard University. Zudem eignete sich die Veranstaltung prima zum Netzwerken.

Unverhofft als Delegierter im Flieger

Als mich mein e-fellows.net-Mentor Joo-Seuk Maing (Senior Manager Business Development, Robert Bosch GmbH) Mitte Dezember 2009 auf die das "Harvard Project for Asian and International Relations" (HPAIR) aufmerksam machte, wagte ich kaum zu hoffen, dass ich rund zwei Monate später als Delegierter im Flieger in die USA sitzen sollte. Schließlich blieben bis zum Ende der Bewerbungsfrist nur noch zwei Tage, und so machte ich mir anfangs keine großen Hoffnungen, angenommen zu werden. Die Idee hinter HPAIR, junge Asien-Interessierte aus aller Welt zusammenzubringen, hat mich allerdings gleich begeistert - so sehr, dass ich mir die folgenden zwei Nächte um die Ohren schlug, um die zwei erforderlichen Essays noch rechtzeitig einzureichen. Nachdem diese Hürde genommen war, hatte ich am Weihnachtsabend ein Telefoninterview und wurde daraufhin zur Academic Conference vom 18. bis 21. Februar nach Cambridge eingeladen.

In Harvard über Mao und Kim Jong-Il diskutieren

Die HPAIR-Konferenzen werden von Studenten und Dozenten der Harvard University organisiert und finden meist zweimal jährlich in verschiedenen Ländern Asiens oder in Cambridge statt. Das HPAIR-Jahr besteht dabei erfahrungsgemäß aus einer Academic Conference und einer Business Conference, die im August 2010 in Singapur stattfinden wird. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen mehrere Panel-Themen, auf die man sich vorab bewirbt und die man während der gesamten Konferenz beibehält. Dieses Mal ging es um Umweltschutz, Bildung, Wirtschaft oder Innere Sicherheit. Im Laufe der Konferenz bearbeiten die Delegierten verschiedene Case Studies zu ihrem Thema und präsentieren anschließend Lösungsvorschläge. Mein Panel beschäftigte sich mit "Asian Leadership: How Individuals Matter". Unter anderem behandelten wir die Kommunisten Mao Zedong im China der 1950er und 60er Jahre, Kim Jong-Il in Nordkorea sowie Sonia Gandhi im demokratischen Indien.

Boston-Stadtführung und Gala-Dinner

Neben dem straffen Programm blieb allerdings auch Zeit für ein Rahmenprogramm. So gab es zu Beginn beispielsweise eine Stadtführung durch Boston und zum Abschluss ein Gala-Dinner im Ritz-Carlton Hotel. In der sogenannten "International Night" wurden traditionelle Bräuche aus den Heimatländern der Delegierten vorgestellt. Insgesamt vertraten die rund 130 Delegierten über 30 Nationalitäten. Viele kamen aus asiatischen Ländern wie China, Japan, Vietnam, Indien, Pakistan oder Bangladesch. Europa und Amerika stellten nur sehr kleine Fraktionen.

Der Rakete entkommen

Auf der Konferenz sprachen renommierte Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über verschiedenen Herausforderungen in Asien. Da es sich um den akademischen Teil des Projektes handelte, waren das größtenteils Harvard-Professoren, doch auch andere namenhafte Universitäten wie das MIT, die Tsinghua University oder die Columbia University waren vertreten. Für mich am interessantesten war die Geschichte von Dean Williams, einem Lecturer in Public Policy an der Harvard Kennedy School of Government. Er berichtete davon, dass er fünf Jahre lang als Chief Advisor des madagassischen Präsidenten gearbeitet hatte. Einst musste ihr Flugzeug auf dem Rückflug von einem Staatsbesuch kurz vor dem Aufsetzen auf der Landebahn wieder durchstarten. Der Grund: Ein Militärgeneral hatte einen Putschversuch gestartet und wollte die Maschine des Präsidenten durch Raketenbeschuss ausschalten.

Asien-Interessierte, zückt den Kalender

Nicht nur wegen dieser spannenden Geschichte bin ich von der Veranstaltung immer noch begeistert. So habe ich viel Neues über Asien gelernt: Die Palette reichte thematisch von Umweltschutz über Bildung bis hin zu Wirtschaft, geografisch von China über Japan bis nach Vietnam, Indien und Pakistan. Außerdem habe ich Kontakt mit Gleichgesinnten aus aller Welt geknüpft und Professoren und Studenten der Harvard University kennengelernt. Daher kann ich jedem Asien-Interessierten unabhängig vom Spezialgebiet empfehlen, sich mal auf http://hpair.org umzuschauen und sich den Termin im August in Singapur schon mal in den Kalender zu schreiben.

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