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Jura (Quelle: freeimages.com, Autor: plex)

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Im Mai 2012 haben die e-fellows Jan-Gero Alexander, Georg und Hannah zusammen mit weiteren Studenten den Bundesverband studentischer Rechtsberater (BSRB) gegründet. Ihr Ziel: die studentischen Rechtsberatungen in Deutschland miteinander zu vernetzen und ihnen eine Stimme zu geben.

Dass Jura-Studenten in sogenannten "legal clinics" echte Mandanten betreuen, ist in den USA schon seit Jahrzehnten gang und gäbe. In Deutschland ist es erst seit dem Inkrafttreten des Rechtsdienstleistungsgesetztes (RGD) im Juli 2008 erlaubt. Dieses regelt, dass neben Anwälten auch andere Personen außergerichtliche Rechtsdienstleistungen anbieten dürfen, vor allem Behörden, soziale Dienste oder eben Jura-Studenten. Seitdem haben viele Universitäten und Studentengruppen entsprechende Beratungen eingerichtet, in denen Studenten schon während ihrer Ausbildung echte Fälle übernehmen können. Je nach Ausrichtung liegen die Schwerpunkte zum Beispiel auf Asyl- und Ausländerrecht, Miet- und Sozialrecht oder Gründerberatung.

Ein Ansprechpartner für alle

Um die Zusammenarbeit zwischen diesen Rechtsberatungen zu verbessern, beschlossen Alexander, Georg und Hannah zusammen mit Studenten aus anderen Rechtsberatungen, einen Bundesverband zu gründen. "Der Bundesverband studentischer Rechtsberater (BSRB) versteht sich als Netzwerk zwischen Studenten, Universitäten, Kanzleien und Rechtsberatungen", sagen die drei. "Uns geht es nicht darum, den einzelnen Rechtsberatungen vorzuschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben. Wir sprechen nur Empfehlungen aus. Aber gerade für die Wirtschaft und für Kanzleien ist es wichtig, einen Ansprechpartner zu haben, über den sie alle studentischen Rechtsberatungen erreichen können. Indem wir einheitliche Qualitätsstandards schaffen und Leitlinien aufstellen, erleichtern wir engagierten Studenten außerdem die Gründung neuer Beratungen. So konnten wir schon acht Rechtsberatungen bei der Gründung begleiten."

Drei tragende Säulen

Der BSRB stützt sich auf drei Säulen. Die erste sind die Mitglieder, also die studentischen Rechtsberatungen, die sich dem Verband anschließen. 14 haben das seit der Gründung getan. Die zweite Säule ist der Beirat. Er setzt sich aus Vertretern zusammen, die von den Rechtsberatungen entsandt werden. Die letzte Säule ist das Kuratorium. Es besteht aus Vertretern aus Wissenschaft und Praxis, die den BSRB mit ihrem Namen unterstützen. Mit dabei sind zum Beispiel Professoren, Rechtsanwälte und Richter, die die studentische Rechtsberatung in Deutschland befürworten und fördern wollen, sowie einige Vertretr dieser Bewegung aus dem Ausland. Dieses dreigliedrige System unterstützt die sieben Mitglieder des Bundesvorstandes und die elf Arbeitskreise bei ihren täglichen Aufgaben.

Wie geht es weiter?

Zurzeit bereitet der BSRB sein jährliches Symposium vor, das  vom 9. bis 11. August 2013 in Berlin stattfindet und allen Interessierten offensteht. Das Thema lautet diesmal "Wege der Studentischen Rechtsberatung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft". Außerdem bemüht sich der Verband um Förderer, die ihn finanziell unterstützen. "Wir arbeiten alle ehrenamtlich für den BSRB und das soll auch so bleiben. Aber die Arbeit muss zumindest kostendeckend sein", sagt Jan-Gero Alexander. Von der Ausrichtung des Symposiums über internationale Fachtagungen bis hin zu Fortbildungen und wissenschaftlichen Veröffentlichungen gibt es viele interessante Investitionsmöglichkeiten für Vertreter aus Wirtschaft, Anwaltschaft, Forschung und Lehre. Und schließlich will der BSRB die schon bestehende Zusammenarbeit mit studentischen Rechtsberatungen im Ausland (z. B. in den USA, Kanada, Russland, Polen, Italien, Spanien oder der Schweiz) weiter ausbauen, um neue Ideen für die Arbeit in Deutschland zu gewinnen und gleichzeitig auch eigene Ideen und Anregungen weiterzugeben.

Kontakt

Bundesverband studentischer Rechtsberater

info@B-S-R-B.de

www.b-s-r-b.de

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Kommentare (2)

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  1. Anonym

    Vielen Dank für den Buchtipp, Georg.

  2. Anonym

    Aktuell dazu: www.springer.com/de/book/9783662483985

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