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Knigge-Quiz international

Sich richtig im Ausland zu verhalten, heißt nicht nur, eine Visitenkarte richtig übergeben zu können. Oft sind es Charaktereigenschaften oder scheinbar unwichtige Lappalien, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden. In seinem Buch 'Business Knigge international' geht Kai Oppel auf möglich Stolpersteine in zehn Ländern ein. Das folgende Quiz vom Haufe Verlag trainiert Manager für den nächsten Auslandseinsatz.

1. In welchem Land ist es ein Zeichen der Ehrerbietung, sich bei einem Meeting nicht mit dem Rücken an den Stuhl anzulehnen?
 
 a) China
 b) Indien
 c) Japan
 d) Vereinigte Arabische Emirate
 

  • Lösung Frage 1
     
     

    2. Wohin gehören die Stäbchen in Japan, wenn man gerade nicht isst?
     
     a) Sie werden senkrecht in den Reis gesteckt
     b) Sie dürfen nicht aus der Hand gegeben werden
     c) Auf eine Matte auf dem Tisch
     d) parallel auf die Reisschale
     

  • Lösung Frage 2
     
     

    3. In welchem Land dürfen Sie einer Frau in den Mantel helfen?
     
     a) Russland
     b) Frankreich
     c) England
     d) Italien
     

  • Lösung Frage 3
     
     

    4. Durch welche Eigenschaft verschenken Deutsche im Ausland die meisten Sympathiepunkte?
     
     a) Geiz
     b) Akkuratheit
     c) Besserwisserei
     d) Pünktlichkeit
     

  • Lösung Frage 4
     
     

    5. Korruption: Wie windet man sich als Geschäftsmann in afrikanischen Ländern oder in Russland aus einem Bestechungsversuch?
     
     a) gar nicht, weil es als sehr unhöflich angesehen wird.
     b) indem man die Bestechung zulässt, das Schmiergeld in Deutschland jedoch spendet
     c) indem man auf die rechtlichen Folgen im Heimatland und den eigenen Jobverlust bei Korruption hinweist.
     d) indem man 10 Prozent der geforderten Summe zahlt – was den international anerkannten Kodex von Transparency International entspricht.
     

  • Lösung Frage 5
     
     

    6. Welche Kommunikationseigenschaft bringt Geschäftsleute aus Deutschland weltweit am häufigsten in eine unangenehme Situation?
     
     a) Sprachlautstärke
     b) Direktheit bei Wortwahl
     c) Sprechtempo
     d) BSE – Bad simple English
     

  • Lösung Frage 6
     
     

    7. Wie verhält man sich in Russland am Tag nach dem gemeinsamen Wodka-Umtrunk?
     
     a) wie am Tag zuvor. Man tut so, als ob nichts gewesen wäre
     b) freundlicher und privater – schließlich hat man sich betrunken erlebt
     c) als Führungskraft sollte man dringend etwas autoritärer auftreten, um jemals wieder ernst genommen zu werden
     d) man entschuldigt stets sich pro forma für eventuelle Unannehmlichkeiten, an die man sich nicht mehr erinnern kann
     

  • Lösung Frage 7
     
     

    8. Wodurch können sich Geschäftsleute in Moskau disqualifizieren?
     
     a) Übertrieben zur Schau gestellte Statussymbole
     b) Anreise zu einem Meeting per U-Bahn
     c) Komplimente an die Sekretärin
     d) Durch das Mitbringen eines Gastgeschenkes aus Deutschland – weil es den Geschäftspartner an den zweiten Weltkrieg erinnert.
     

  • Lösung Frage 8
     
     

    9. Sie sind in den USA nach der Arbeit zu einer Potluck-Party eingeladen. Was heißt das?
     
     a) Sie müssen mit einem dunklen Sakko und schwarzen Schuhen kommen.
     b) Sie sollten einen Blumenstrauß mitbringen
     c) Jeder sollte Speisen oder Getränke mitbringen
     d) Die Party muss um 23 Uhr enden
     

  • Lösung Frage 9
     
     

    10. Wie meldet man sich in England üblicherweise korrekt am Telefon?
     
     a) Mit dem Nachnamen und erst dann mit der Grußformel wie "Good Morning"
     b) Erst mit der Grußformel, dann mit dem Namen des Unternehmens und danach mit seinem Namen.
     c) Wegen der First-Name-Regel stets mit dem Vornamen. "This is Bodo speaking"
     d) Hello!
     

  • Lösung Frage 10

 

Lösung 1: c)
 Faktoren wie das Alter oder die Position entscheiden in Japan maßgeblich darüber, wie viel Respekt einer Person entgegengebracht wird. Wer auf sehr weise Geschäftspartner trifft und besonderen Respekt bekunden will, sollte sich beispielsweise nicht anlehnen. Ebenso wichtig in Japan: Respektspersonen stets mit anderthalb Schritten Abstand folgen, Gesprächspartnern nie ins Wort fallen, bei privaten Einladungen Schuhe ausziehen und niemals öffentlich die Nase schnäuzen.
 

  • zur Frage 2
     

 

 
 

Lösung 2: c)
 Versuchen Sie gar nicht erst, die Stäbchen senkrecht in den Reis zu stecken. Dies ist eine Opfergabe für Tote. Geschäftspartner werden es nicht komisch finden. Legen Sie die Stäbchen, wenn Sie diese nicht benutzen, einfach auf die dafür vorgesehene Matte.
 

  • zur Frage 3
     

 

 
 

Lösung 3: a)
 In Russland dürfen sich Männer gerne wie ein Gentleman benehmen. In anderen Ländern sollten sie mit all jenen Gesten vorsichtig sein, bei denen sich Körperkontakt nicht vermeiden lässt. Einer Dame beispielsweise die Tür zu öffnen, ist stets galant. Wichtig bei all diesen Gesten: Sie dürfen keine Aufmerksamkeit erwecken und müssen ins Blut übergegangen sein – sonst wirken sie aufgesetzt.
 

  • zur Frage 4
     

 

 
 

Lösung 4: c)
 Auch wenn das Teilen einer Rechnung im Restaurant von Geiz und schlechten Manieren zeugt: Besserwisserei ist eine der Todsünden im Geschäftsalltag. Viele Geschäftsmänner merken gar nicht, wie besserwisserisch und unhöflich sie wirken. Ordnungsliebende Deutsche tendieren beispielsweise dazu, bei Meetings auf das Einhalten der Tagesordnung zu bestehen. Dies wirkt in den USA oder England oft besserwisserisch. Auch die Überbetonung von "made in germany" oder gut gemeinte Hinweise zu einer effektiven Arbeitstechnik werden meist missverstanden.
 

  • zur Frage 5
     

 

 
 

Lösung 5: c)
 
 Nicht korrupt zu sein, zeugt von Anstand und guter Stube. In vielen Ländern ist dies jedoch schwierig. Das Problem: Wer einmal zahlt, gilt als anfällig und wird fortan stets abkassiert. Geschäftsleute sollten daher bei Schmiergeldaufforderungen stets auf die persönlichen Folgen aufmerksam machen und hart bleiben. Das Annehmen und Spenden von großen Geschenken ist ebenfalls eine praktikable Variante bei übertrieben erscheinenden Präsenten.
 

  • zur Frage 6
     

 

 
 

Lösung 6: b)
 Ob in Indien, China, den USA oder Japan. Immer wieder treten Deutsche ins Fettnäpfchen, weil Sie direkt kommunizieren. Dabei gilt das Wort "Nein" in vielen Ländern als unhöflich. Einladungen sollten nie ausgeschlagen werden und auch sollte man darauf achten, niemals direkt Kritik zu äußern oder jemanden auf einen Fehler anzusprechen. Bad simple English wird zum Problem, wenn man seine Englischkenntnisse überschätzt. Das kann vor allem in Kommunikationssituationen mit Muttersprachlern zu unangenehmen Situationen führen.
 

  • zur Frage 7
     

 

 
 

Lösung 7: b)
 Arbeit ist Arbeit und Schnaps ist Schnaps. So verfahren viele Deutsche. Russische Geschäftspartner sind entsetzt, wenn Sie nach einem Umtrunk am kommenden Tag auf einen völlig anderen Menschen treffen als am Vorabend. Man sollte also aufpassen, dass man sich nicht zu distanziert gibt. Das könnte einen Russen sogar beleidigen.
 

  • zur Frage 8
     

 

 
 

Lösung 8: b)
 Wenn jemand in Russland seine Position nicht entsprechend widerspiegelt, können sogar Zweifel an seiner Position aufkommen. Statussymbole sind daher ebenso wichtig wie eine adäquate Anreise zu Geschäftsterminen: Wer etwas auf sich hält, nimmt das Taxi oder eine Limousine – auch wenn der Verkehr in Moskau eine Katastrophe ist. Wichtig ist es im Gegenzug, russische Geschäftspartner, an denen einem etwas liegt, mit dem Taxi abzuholen.
 

  • zur Frage 9
     

 

 
 

Lösung 9: c)
 
 Bei einer solchen Party sollte jeder etwas mitbringen. Meist ist ein Salat die richtige Wahl. Ähnlich funktioniert das Barbecue mit Kollegen in Australien: Auch hier gilt es als unhöflich, ohne Getränke oder Essen aufzuschlagen.
 

  • zur letzten Frage 10
     

 

 
 

Lösung 10: b)
 
 Anders als im Deutschen können Engländer wenig damit anfangen, wenn man ihnen den Nachnamen entgegen schmettert. Richtig und höflich ist es, das Telefonat mit einer Grußformel zu entgegnen. (Guten Morgen/Guten Tag). Danach kommt der Unternehmensname.
 

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